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Mit der Zahl der Drohnen-Nutzer nimmt auch die Häufigkeit von Unfällen zu. Das israelische Unternehmen ParaZero fordert deshalb eine Fallschirmpflicht für die Fluggeräte – und bietet, wie passend, schon eine Lösung dazu an.

Vom privaten Freizeitspaß über kommerzielle Paketzustellung und fliegende Retter bis hin zur Personenbeförderung: Flugdrohnen liegen im Trend. Allein in den USA wird die Zahl in diesem Jahr auf 600.000 steigen, schätzt die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA.

Das bringt zunehmend Gefahren, vor allem durch private Nutzer. Behinderung des Flugverkehrs, unerlaubtes Eindringen in privaten Luftraum, schwere Verletzungen durch Drohnen, die vom Himmel fallen– die Liste der Zwischenfälle ist lang. Das schadet dem Image der unbemannten Fluggeräte und erschwert viele Einsatzmöglichkeiten. Drohnenverkehr über größeren Menschenansammlungen sind vielerorts nach wie vor ein Tabu.

Das israelische Startup ParaZero will eine Lösung für dieses Problem gefunden haben: Eine Fallschirmpflicht für Flugdrohnen könnte die meisten Sicherheitsbedenken ausräumen, argumentiert das Unternehmen. Die Idee an sich ist zwar nicht neu, aber mit der hauseigenen Fallschirmtechnologie will ParaZero jedoch ein neues Maß an Sicherheit gewährleisten.

Mit der Zahl der Drohnen-Nutzer nimmt auch die Häufigkeit von Unfällen zu. Das israelische Unternehmen ParaZero fordert deshalb eine Fallschirmpflicht für die Fluggeräte – und bietet, wie passend, schon eine Lösung dazu an.

Auf der Drohnenmesse in Dallas stellt das Unternehmen seine Lösung vor. Dabei setzt der Hersteller auf das Prinzip eines Airbags und nutzt einen pyrotechnischen Mikrogasgenerator, um den Fallschirm im Notfall innerhalb von Sekundenbruchteilen zu entfalten. Verknotungen sollen durch in den Rand eingenähte Gewichte verhindert werden. So soll sichergestellt werden, dass sich der Fallschirm gleichmäßig entfaltet. Durch eine schnelle Öffnungszeit funktioniert der Schirm auch in sehr niedrige Höhen.

Für das Öffnen des Fallschirms kann es eine ganze Reihe von Auslösern geben: ein plötzlicher Höhenverlust oder Motorausfall, ein leerer Akku, ein gehacktes System oder eine Störung des Funksignals. Auch das unerlaubte Überschreiten von Grenzen könnte mithilfe eines Funksignals den Schirm öffnen und Drohnenpiloten so davon abhalten, in gesperrte Bereiche wie etwa Flughäfen vorzudringen.

Ein von ParaZero entwickelter Notfallcomputer namens SmartAir überwacht dabei mit Algorithmen die Parameter des Drohnensystems, um im Ernstfall den Einsatz des Fallschirms zu garantieren. Hat sich der Schirm geöffnet, schwebt die Drohne – begleitet von Licht- und Tonsignalen – langsam zu Boden. Der Fallschirm lässt sich laut Hersteller wiederverwenden. Er wird in einem kleinen Behälter auf die Drohne geschnallt. Das gesamte System wiegt in der kleinsten Ausführung 250 Gramm.

ParaZero hofft auf eine Fallschirm-Pflicht für Flugdrohnen. Der Hersteller bietet seine Lösung für eine Reihe verschiedener Modelle und Größen an und berücksichtigt bemannte Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 350 Kilogramm. Ziel sei es, Menschen ebenso zu schützen wie das Fluggerät selbst.