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Drohnen: Hype, der zur Gefahr wird

2400 genehmigte Drohnen sind in Österreich unterwegs, verkauft wurden Zigtausende. Aber was, wenn einem eine Drohne auf den Kopf stürzt? Darüber wissen Drohnenflieger zu wenig.

Man hört sie dutzendfach surren, wo Kinder früher ihre Drachen haben steigen lassen, am Wilhelminenberg zum Beispiel. Manche lassen sich nun von Drohnen beim Sport begleiten, um Bilder von sich im Internet zeigen zu können. Und neben den Privaten, die das zum Spaß machen, melden immer mehr gewerbliche Nutzer, Filmemacher oder Landwirte, Drohnen an. Die Zahl wächst jedenfalls rasend, aber mitunter werden die Flugobjekte zur Plage.

Jüngst etwa in Großbritannien, wo ein Gefängnis ein Drohnenabwehrsystem entwickelt hat, weil Häftlinge Lieferungen per Drohnen aus der Luft erhalten haben.

Dunkelziffer unbekannt

So weit ist es in Österreich noch nicht. Jedenfalls wurden seit 2014, seit Drohnen mit mehr als 250 Gramm bewilligungspflichtig sind, 2400 Genehmigungen ausgestellt. 600 Anträge wurden aus formalen Gründen abgelehnt, heißt es von der Austro Control. Aber das ist nur ein Bruchteil der Drohnen in Österreich: Allein 2016 seien 40.000 Drohnen verkauft worden, sagt Hartwig Löger, Vizepräsident des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO).

Der überwiegende Anteil davon fällt wohl in die Kategorie Spielzeugdrohne, ist also leichter als 250 Gramm und darf maximal 30 Meter hoch fliegen. Wie viele genehmigungspflichtige Drohnen illegal genutzt werden, ist unklar. Der Versicherungsverband, das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und die Austro Control warnen jedenfalls: Wer sich die 300Euro und die Formalitäten einer Genehmigung sparen will, den kann das teuer zu stehen kommen. Ohne Bewilligung zu fliegen ist eine Verwaltungsübertretung und kann mit bis zu 22.000 Euro geahndet werden.

Auch bei einem Unfall mit einer Drohne entstehen schnell Schäden, die Existenzen bedrohen, warnen Versicherer. Sie mahnen Private, Drohnen mit mehr als 250 Gramm müssten eigens haftpflichtversichert werden.

Bisher sind in Österreich noch keine großen Unfälle durch Drohnen bekannt. Aber trotz des Hypes wissen viele Drohnenflieger wenig über die Rechtslage, wie eine Umfrage des KFV zeigt: Jeder zehnte Drohnenbesitzer weiß nicht, ob seine Drohne genehmigungspflichtig ist. 42 Prozent gaben an, überhaupt nicht über Vorschriften informiert zu sein, der Rest meinte, ungefähr Bescheid zu wissen.

Die strengen Regelungen gelten in Österreich seit Anfang 2014. Unterschieden werden Einsatzgebiete (unbebaut, unbesiedelt usw.) und Gewichtsklasse; daraus ergeben sich verschiedene Auflagen. Orte in Flughafennähe, Militäreinrichtungen und dicht bebaute Gebiete sind für Drohnen absolute Sperrzonen. Privatgründe dürfen nur mit Genehmigung des Eigentümers beflogen werden. Auch Fremde darf man nur mit Einverständnis filmen. Und wer Veranstaltungen filmen will, der muss das einzeln genehmigen lassen – da gelten äußerst strenge Auflagen.

EU plant Nummerntafeln

In Zukunft dürften die Regeln für Drohnen europaweit vereinheitlicht werden: Die EU-Kommission will den Luftraum für Drohnenverkehr unter 150 Metern ab 2019 weitestgehend öffnen und regulieren. Dafür sollen einheitliche Regelungen geschaffen werden, die jenen ähneln, die in Österreich gelten. Die Grundverordnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) soll noch 2017 beschlossen werden. Neu wäre etwa, dass Drohnen ab 250 Gramm eine „digitale Nummerntafel“ haben müssen.

Die EU will sich damit auf den neuen Alltag durch Drohnen einstellen. Denn da reichen die Entwicklungen weit. Onlinehändler planen etwa, dass in ein paar Jahren Pakete schon kurz nach der Bestellung per Drohne ans Fenster geliefert werden. Getestet werden auch Ambulanzdrohnen, die in Notfällen einen Defibrillator bringen sollen, inklusive Funkverbindung zu einem Arzt, der instruiert.

Drohnen müssen in Österreich bewilligt werden – Die ÖDB greifen Unternehmern und Privatpersonen bei der Drohnenbewilligung unter die Arme

Kameradrohnen, mit denen aus der Vogelperspektive Fotos und Videos gemacht werden können, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nach Schätzung von Experten gibt es in Österreich derzeit rund 25.000 Drohnen. Das Problem dabei: Der Großteil davon wäre bewilligungspflichtig, macht aber ohne Genehmigung die Lüfte unsicher. Bewilligung ist vorgeschrieben Rein rechtlich sind Drohnen, mit denen Film- bzw. Fotoaufnahmen gemacht werden können, unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1. Wenn die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt und dauerhaft Daten speichern kann, ist eine Bewilligung durch die Luftfahrtbehörde Austro Control zwingend vorgeschrieben. „Meiner Ansicht nach sind aber nur maximal 10 bis 15% tatsächlich bewilligt“, sagt Werner Noisternigg. Der Unternehmer aus Koppl hat aus diesem Missstand eine Geschäftsidee entwickelt und gemeinsam mit Alexander Kloiber die Österreichische Drohnenbewilligung (ÖDB) gegründet. „Ich habe ein Technisches Büro, das Drohnenflüge für Vermessungen und zur Beweissicherung durchführt. So bin ich auf das Problem aufmerksam geworden“, berichtet Kloiber. Vielen Käufern von Drohnen, die nicht der Spielzeugklasse angehören, sei nicht bewusst, dass für den Betrieb neben einer Bewilligung auch eine Versicherung sowie ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben sind. „Laut Luftfahrtbehörde werden Verstöße regelmäßig mit Strafen im vierstelligen Euro-Bereich geahndet. Wenn jemand bei einem Unfall verletzt wird, sind die Folgen natürlich noch weitaus gravierender.“ Die ÖDB führe Unternehmer und Privatpersonen rasch und problemlos durch den Bewilligungsprozess. „Wenn nötig, holen wir auch technische Daten bei den Drohnenherstellern ein. Die Genehmigung erfolgt dann erfahrungsgemäß innerhalb von zwei Wochen“, erklärt Noisternigg. Mit durchschnittlich 200 bis 300 Bewilligungen pro Monat habe man diese Nische erfolgreich besetzt. „Wir sind bereits in der Gewinnzone und österreichweit allein auf weiter Flur. Zu unseren Kunden gehören die Universität Wien ebenso wie gewerbliche Fotografen, Architekten sowie Lehrer und Schüler“, sagt Noisternigg.

www.drohnenbewilligung.at

Die Mehrheit der Befragten will den Drohnenführerschein

Experten gehen von rund 550.000 Drohnen in Österreich und Deutschland aus. In Österreich gibt es durch die Luftfahrtbehörde bereits strenge Richtlinien und Gesetze, welche die Regeln für den Einsatz von Drohnen bestimmen. In Deutschland reglementiert die neue Drohnenverordnung die Nutzung der Multikopter. Mit der steigenden Zahl von Flugdrohnen sind auch die von Multicoptern verursachten Sach- oder Personenschäden durch Kollisionen oder Abstürze sprunghaft gestiegen. Noch strengere Regeln gibt es zum Beispiel in Schweden: Da existiert ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter.

Schweden hatte bereits im Oktober 2016 ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter verhängt. In Deutschland beinhaltet die Verordnung unter anderem die Kennzeichnungspflicht sowie den Führerschein für größere Drohnen. Für den Betrieb und Einsatz auf Modellfluggeländen soll für Drohnen und Multicopter kein Führerschein verlangt werden.

Wer selbst eine Drohne steigen lassen möchte, sollte sich vorab gründlich informieren, ob respektive unter welchen Bedingungen die Nutzung erlaubt ist. In Österreich hilft dabei die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung, welche sämtliche Unterlagen für den Bewilligungsprozess für die Kunden aufbereitet und bei der Bewilligung zur Seite steht.

Drohne stürzt auf Auto

Ein weiterer Drohnenunfall ist in Deutschland passiert. Dabei stürzt eine Drohne auf ein Auto – verletzt wird niemand, es gibt nur Sachschaden in Höhe von 1.500 Euro. Die Drohne dürfte laut dem Drohnenpiloten ausser Kontrolle geraten sein. Vorfälle, die sich bei den am meisten verkauften Drohnentypen, DJI und Yuneec, mehren. Wöchentlich hört und liesst man von Geräten, die während des Fluges unkontrolliert die Flugbahn ändern und sich selbstständig machen. Jetzt wird von den Behörden noch geklärt, ob sich der Drohnenpilot strafbar gemacht hat.

Dazu gibt es in Österreich ein sehr scharfes Luftfahrtgesetz. Denn alle Drohnen über 250 g, die mit einer Kamera ausgestattet sind, müssen bewilligt werden und benötigen dazu eine verpflichtende Haftpflichtversicherung. Bei der umfangreichen Vorbereitung der Bewilligungsunterlagen hilft Ihnen die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung.

Immer häufiger kommt es zu Beinahe-Zusammenstösse von Drohnen und Flugzeugen

Immer häufiger kommt es zu Zwischenfällen auf österreichischen Flughäfen mit unbemannten Fliegern. Die Polizei hat kaum Mittel gefunden, die Besitzer dieser Drohnen ausfindig zu machen. Laut seriösen Quellen gab es alleine im letzten Jahr 24 gefährliche Annäherungen an Flugzeugen, die sich in der Start – oder Landephase befanden. Und diese sind nur die Vorfälle die erkannt und dokumentiert wurden! Das Problem sind die sehr leicht zu fliegenden Multikopter bzw. Drohnen. Diese kleinen Geräte werden immer beliebter und sind im Moment der Kassenschlager in den Elektronikgeschäften. Dennoch rät die Luftfahrtbehörde, diese unbemannten Fluggeräte kostenpflichtig bewilligen zu lassen. Denn bei Gesetzesverstösse drohen Strafen bis EUR 22.000.-

Bei der Aufbereitung der Dokumente für die Bewilligung ist die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung ein seriöser Ansprechpartner.