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Drohne gefährdete Kleinflugzeug: Dem Täter drohen bis zu zehn Jahre Haft

Drohnen werden oft wie Spielsachen verwendet, aber was sich ein Pilot eines dieser unbemannten Fluggeräte am Montagabend in Hörsching erlaubte, war weder lustig noch eine Bagatelle: Er gefährdete vorsätzlich ein Kleinflugzeug im Landeanflug auf den Linzer Flughafen, indem er ihm mit seiner Drohne in einem Abstand von circa 50 Metern entgegenflog.

Der 61-jährige Pilot des Flugzeugs kam mit dem Schrecken davon. Aber weder der Täter noch die Drohne konnten ausfindig gemacht werden.

Flughäfen sind Sperrgebiet

„Flughäfen und das Gebiet um sie herum sind für Drohnen absolute Flugverbotszonen“, sagt Markus Pohanka, Sprecher der Flugverkehrsbehörde Austro Control. Das gilt für alle Drohnen, auch für kleine Objekte der Spielzeugkategorie. Geräte bis zu einem Gewicht von 250 Gramm darf man ohne Bewilligung fliegen lassen, für schwerere Modelle ist eine Genehmigung von der Austro Control nötig.

„Bevor sie erteilt wird, überprüfen wir, ob das Gerät die technischen Voraussetzungen für die Luftfahrt erfüllt, ob der Pilot luftfahrtrechtliche Kenntnisse besitzt und ob er mit der Drohne umgehen kann“, erklärt Pohanka.

Genehmigte Drohnen erhalten eine Nummerntafel, anhand derer ihr Besitzer ausfindig gemacht werden kann. Verzichtet ein Besitzer aber darauf, eine Bewilligung einzuholen, ist er schwer zu erwischen. „Das ist etwa so, als ob man mit einem Moped ohne Kennzeichen herumfahren würde“, erklärt Pohanka.

Bis zu zehn Jahre Haft

Eine nicht genehmigte Drohne durch die Luft fliegen zu lassen, ist eine Verwaltungsübertretung, der Strafrahmen beträgt bis zu 22.000 Euro. Ein Vorfall wie jener in Hörsching stellt aber eine vorsätzliche Gefährdung der Sicherheit in der Luftfahrt dar. Darauf stehen bis zu zehn Jahre Haft.