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Drohne mit Drogen stürzt über Gefängnis ab

Die Zeiten der im Kuchen versteckten Feile scheinen vorbei: Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt Lüneburg haben Mitarbeiter am Mittwoch eine Drohne gefunden, die mit zwei Päckchen Betäubungsmitteln bestückt war. „Es handelt sich um ein Päckchen mit einer grünen und einem weiteren mit einer weißen Substanz“, sagt Polizeisprecher Kai Richter. Dabei handele es sich vermutlich um Marihuana, beziehungsweise um ein Amphetamin. Die Drohne sei in den Morgenstunden offenbar ungewollt auf einen abgeschlossenen Parkplatz des Gefängnisses gestürzt.

Polizei: Wahrscheinlich Schmuggel

Zweck und Empfänger der ungewöhnlichen Kuriersendung sind zwar noch offen, die Beamten vermuten aber Schmuggel dahinter. Wahrscheinlich sei, dass die Drogen in das Gefängnis verschoben werden sollten, so Richter. Die Methode sei ungewöhnlich, auch weil die JVA in der Innenstadt Lüneburgs liegt und die Häuser Drohnenflüge erschwerten. Nun wird nach dem Besitzer der Drohne gefahndet. Dafür bittet die Polizei Zeugen um Hinweise, die zwischen Montagnachmittag und Mittwochmorgen die Drohne oder ihren „Piloten“ im Bereich der JVA beobachtet haben. Ihm droht eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. Dazu könnte aber noch eine weitere Strafe kommen: Denn das Fliegen über und in unmittelbarer Nähe von Justizvollzugsanstalten ist verboten.

Schweizer Gefängnisse kaufen „Drohnen-Detektionsanlagen“

Aufgrund der häufigen Vorkommnisse vom Einschmuggeln verbotener Gegenstände, kaufen zwei Schweizer Gefängnisse „Drohnen-Detektionsanlagen“ vom Rüstungskonzern Rheinmetall. Kameras, Infrarot und Radar kommen zum Einsatz. Mit einer Mischung aus Radar, Infrarot-Sensoren und Videokameras soll das Abwehrsystem vom Typ „Radshield“ alle fliegenden Objekte im Bereich der Haftanstalten erfassen und das Wachpersonal alarmieren. Auch Gegenstände, die über die Gefängnismauer geworfen werden, würden registriert.

Die Versuche mit ferngesteuerten Drohnen, verbotene Gegenstände auf das Gelände von Justizvollzugsanstalten zu transportieren, haben in den vergangenen Jahren Rheinmetall zufolge weltweit erheblich zugenommen. Für Rheinmetall handele es sich deshalb um wichtige Erstaufträge beim Schutz ziviler Objekte vor Drohnen.

Mann muss nach Drohnenunfall ins Gefängnis

Der Mann muss ins Gefängnis weil seine Drohne abgestürzt ist und dabei eine Frau verletzt hat. Das Ganze spielte sich in Seattle in den USA ab, der Luftbild-Fotograph muss für 30 Tage hinter Gitter und 500 USD Strafe bezahlen.

Der Pilot lenkte die rund ein Kilogramm schwere Drohne gegen ein Gebäude, woraufhin das Fluggerät abstürzte und einer 25 Jahre alten Frau auf den Kopf fiel. Die Frau wurde dadurch bewusstlos, wie US-Medien berichteten Ein daneben stehender Mann erlitt durch die Drohne Prellungen. Feuerwehrleute kümmerten sich um die bewusstlose Frau, und ein Freund des Opfers stellte die Drohne sicher. Der ungeschickte Drohnen-Pilot konnte aufgrund von Fotos und der Beschreibung von Zeugen identifiziert werden.

Deutsche Gefängnisse: Angst vor Drohnen

Schon mehrere Male wurden Drohnen über deutschen Gefängnissen gesichtet. Nun bestätigen involvierte Personen, dass die Gefahr besteht, dass mit Hilfe von Drohnen Waffen, Drogen und Handys in Gefängnisse geschmuggelt werden könnten. Das bestätigen auch Sicherheitsexperten. Tatsächlich ist das Land aber dazu übergegangen, die Haftanstalten mit speziellen Luftabwehrsystemen nachzurüsten. Direkt an den Haftraumfenstern werden so genannte Feingitter angebracht, die laut Behördendeutsch „dem direkten Anliefern von Gegenständen“ entgegenwirken sollen.