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Drohnen helfen Winzern im Rebberg

Moderne Technik macht auch vor alten Berufen nicht halt. Zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen sollen Drohnen Mittel aus der Luft versprühen. 90 Winzer haben sich in Meilen die neue Methode vorführen lassen.

So eine Weiterbildung haben die Weinbauern noch nie erlebt. Auf dem Gut von Heiri Bolleter in der Obermeilemer Aebleten lassen sich 90 Winzer aus acht Kantonen und aus Süddeutschland die Zukunft in ihrem Beruf vorführen. Gespritzt wird nun auch von oben mit einer Sprühdrohne. Das soll Zeit und Geld sparen helfen.

Eingeladen hat ein Trio aus Weinbau, Technik und Dienstleistung: Rebbauberater Klaus Schilling, Marcel Maurer von der Meilemer Firma Eagle Eye Multicopter Service und Drohnenpilot Ueli Sager von Remote Vision. Mit gezückten Handykameras stellen sich die Winzer in der Wiese vor dem Rebberg auf, bereit für die Demonstration.

Wie von Geisterhand

Mit Piepston und rotem Blinklicht meldet die Drohne ihre Einsatzbereitschaft. An der Fernbedienung drückt der Pilot einen Knopf und schiebt einen Hebel nach vorne. Acht von einer Batterie betriebene Rotoren surren los und schon hebt das wagenradgrosse Fluggerät erstaunlich leise ab. Die mit vollem Spritzmitteltank fast 25 Kilogramm schwere Drohne fliegt exakt vier Meter über den Reben, um am Ende des Weinbergs zu wenden und ein paar Meter hangaufwärts in einer parallelen Bahn zurückzufliegen.

Hin und her flitzt sie und deckt die Parzelle in regelmässigen Bahnen mit einem Sprühnebel ein. Das alles wirkt wie von Geisterhand gesteuert. Der Pilot überlässt die Drohne ihrer Elektronik. Darin ist der Rebberg via GPS und Radar gespeichert. Nach fünf Minuten landet die achtarmige «Flugspinne» punktgenau vor dem Piloten, bereit zum Nachfüllen des zehn Liter fassenden Spritzmitteltanks.