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Drohne hilft der Feuerwehr

Nur ein dezentes Surren ist zu hören – und da ist sie, über dem reifen Getreidefeld unterhalb des Longinusturms: eine kleine schwarze Drohne. Wie festgetackert „steht“ sie auf einer Stelle in etwa 15 Metern Höhe. Plötzlich kommt Bewegung in sie hinein, und surrend fliegt sie zu ihren „Steuermännern“, die neben dem Feld stehen. Langsam und unaufgeregt setzt das kleine schwarze Fluggerät auf dem Rasen neben ihnen auf.

Was Marcel Hinkerohe und Stephan Gorke dort über das Feld haben fliegen lassen, ist alles andere als ein Spielgerät, denn die Drohne ist nicht nur mit modernstem GPS, sondern auch mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Kann so zum Beispiel aus luftiger Höhe Tiere oder Menschen auffinden oder Brandnester aufspüren. Und genau für solche und ähnliche Einsätze stehen sie und ihre Besitzer parat.

Beide Männer sind seit vielen Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln aktiv. „Die Berufsfeuerwehren haben zunehmend solche Drohnen im Einsatz“, weiß Stephan Gorke. Nur: Eine gute Drohne samt Kamera ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, für freiwillige Wehren eher nicht finanzierbar. Aber er und Marcel Hinkerohe haben investiert und sind nun nebenberuflich mit der Drohne im Einsatz.

In erster Linie soll sie hilfreich sein. So werden die Beiden zum Beispiel häufiger von Landwirten angefordert. „Wir fliegen über die Felder, die geerntet werden sollen, um dort versteckte Rehkitze aufzuspüren“, erzählt Marcel Hinkerohe. Dadurch werde so manches Kitz vor dem Mähdrescher gerettet, freut er sich. Und dass den Beiden das wirklich am Herzen liegt, beweisen sie, indem sie den Service für die Landwirte kostenlos anbieten. Aber: Meist bekommen sie freiwillig eine kleine Aufwandsentschädigung von den Bauern. Schließlich hat so eine Drohne mit den Akkus Verschleißteile, in die immer wieder investiert werden muss.

Aber Kitze aufzuspüren, ist nur ein Aspekt. Noch wichtiger ist den Beiden, dass sie die Drohne für Feuerwehr- und Polizeieinsätze nutzen können. Sei es, um nach einem Unfall vermisste Personen aufzufinden oder um der Einsatzleitung bei Großbränden eine Übersicht über die Brandstelle zu verschaffen. So können dann Mensch und Material gezielter und effektiver eingesetzt werden.

Auf diese Weise konnten sie schon bei einer Gebäudeexplosion im Kreis Coesfeld die Einsatzleitung der  Feuerwehr unterstützen und gleichzeitig für die Brandermittler der Polizei Aufnahmen zur Auswertung aus der Luft machen. „Normalerweise wird dafür ein Hubschrauber eingesetzt, dessen Kosten erheblich höher wären“, so Hinkerohe.

Dass die beiden Nottulner die Drohne nicht nur beherrschen, sondern sich auch mit den gesetzlichen Bestimmungen auskennen, dafür haben sie bei der Lufthansa Luftrecht gepaukt und eine Prüfung abgelegt. Denn: „Durch den Einsatz bei der Feuerwehr gelten für uns andere rechtliche Aspekte als in der Privatfliegerei“, erklärt Gorke.

Mit wenigen gezielten Handgriffen wird die Drohne in einen schwarzen kleinen Handkoffer verpackt. Bereit für den nächsten Einsatz. Genau wie Marcel Hinkerohe und Stephan Gorke.

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod bewahren

Wenn die Bauern ihre Wiesen mähen, sind viele Rehkitze in Gefahr. Zwei Jäger aus Schwaben wollen das mit einer Drohne samt Wärmebildkamera ändern. Dass ihre Idee Leben retten kann, zeigen die vergangenen Wochen. Auch Tierschützer sind überzeugt.

Seit zwei Wochen klingelt der Wecker von Rupprecht Walch und Dieter Hampel bereits um drei Uhr in der Früh. Spätestens um vier stehen die beiden auf den Feldern rund um Nördlingen in Bayerisch-Schwaben, 50 Meter über ihnen surrt eine Drohne.

Vier Stunden sind die beiden täglich auf der Suche nach Rehkitzen – um sie vor dem sicheren Tod durch den Mähdrescher zu retten.

Denn die Zeit der Wiesenmahd ist für die jungen Tiere sehr gefährlich. Die Mähdrescher auf den Feldern werden immer größer, die Maschinen immer schneller. Doch die Rehkitze lassen sich davon nicht aus ihren gemütlichen Plätzen im hohen Gras verscheuchen. «Die Kitze haben von der ersten bis zur vierten Woche keinen Fluchtinstinkt», erklärt Walch, der als Berufsjäger im Nördlinger Ries arbeitet. Statt vor den gefährlichen Maschinen wegzulaufen, ducken sich die Tiere nur und verharren an Ort und Stelle.

Die Folge: Jährlich sterben zahlreiche Rehkitze auf den Feldern. Die Drohne, ausgestattet mit einer Wärmebildkamera, soll das zumindest im Norden Schwabens in diesem Jahr verhindern.

Je kälter es draußen ist, desto besser können Walch und der ehrenamtliche Jäger Hampel die Rehkitze in ihren Verstecken finden. «Die Kitze strahlen eine Temperatur von etwa 25 Grad ab. In der Früh sind sie also am besten zu sehen», sagt Walch. Mit Funkgeräten lotst der Drohnenpilot seinen Begleiter dann an die richtige Stelle, um das Rehkitz aus dem Feld zu holen.

Dass die Aktion Erfolg hat, haben die vergangenen Tage gezeigt. Innerhalb von zwei Wochen haben Walch und Hampel rund 80 Jungtiere aus den Feldern gerettet. «Wir tragen die Kitze mit Gummihandschuhen und Gras drumherum aus den Feldern», sagt Walch. So habe es bisher auch keine Probleme mit den Geißen gegeben, die ihren Nachwuchs wieder aufnehmen.

Initiiert wurde die Tierschutz-Offensive vom Verein für Deutsche Wachtelhunde Baden-Württemberg Nord, der gleich zwei Drohnen mit Wärmebildkamera für jeweils rund 12 500 Euro angeschafft hat. «Wir stellen dem Verein die Reviere im Nördlinger Ries zur Verfügung, damit die Hunde ausgebildet werden können», sagt Walch. Im Gegenzug leiht der Verein den Jägern die Drohne für die Rehrettung.

Innerhalb von rund fünf Minuten können Walch und Hampel damit einen Hektar Wiesenfläche absuchen. Je nach Beschaffenheit der Felder schaffen sie jeden Morgen 20 bis 30 Hektar, ehe es gegen acht Uhr zu warm wird und sie die Kitze nicht mehr genau erkennen können. Ein großer Zeitaufwand, der für die einzelnen Landwirte zu groß wäre.

Dem Bayerischen Bauernverband ist dementsprechend nur eine Handvoll Landwirte bekannt, die bei ihrer Arbeit Drohnen einsetzen. «Die Drohnen- und Kameratechnik hat sich in den letzten zwei bis drei Jahren deutlich weiterentwickelt. Die Nutzung ist aber noch nicht flächendeckend», sagt Verbands-Sprecher Markus Peters. Die Rehrettung sei dabei nicht das einzige Einsatzfeld, Drohnen seien auch bei Themen wie der Optimierung des Nährstoffeinsatzes hilfreich.

Für die Vertreibung von Rehen aus den Feldern sei zuletzt vor allem der sogenannte Rehkitz-Retter eine erfolgreiche Innovation gewesen. Das mit einem Akku betriebene Gerät vertreibe Rehe wenige Tage vor dem Mähen mit Lichtblitzen und akustischen Signalen in einem Umkreis von 100 Metern.

Der Einsatz von Drohnen könnte nun zu einer neuen, vielversprechenderen Methode werden. Der Verein Rehrettung Hegau-Bodensee beobachtet bereits einen deutlich steigenden Einsatz von Drohnen bei der Rehrettung, ohne genaue Zahlen nennen zu können. Der Verein führt das vor allem auf sinkende Preise für Drohnen zurück. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sich bereits mit dem Thema Wildrettung beschäftigt und dabei ebenfalls eine mit Sensoren ausgestattete Drohne entwickelt.

«Es kann nicht sein, dass Rehkitze hier auf der Strecke bleiben, obwohl es mittlerweile so viele technische Möglichkeiten gibt», sagt Jäger Hampel. Ziel sei es daher, so viele Jungtiere zu retten wie irgendwie möglich. «Das ist Antrieb genug, sich jeden Morgen aus dem Bett zu quälen.»

Die Tierschützer in Bayern jedenfalls freut es, dass mit Hilfe der Drohne derzeit so viele Rehkitze gerettet werden können. «Das ist grundsätzlich ein sehr lobenswerter Ansatz», heißt es vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern.

Drohnenschulung – Österreichisches Sicherheitsunternehmen ÖWD

Das österreichische Sicherheitsunternehmen ÖWD schult seine Mitarbeiter in Drohnen-Abwehrsysteme. Dies Nachfrage nach derartigen intelligenten Systemen steigt rasant, die Abwehrmaßnahmen können automatisch aktiviert und das ÖWD Notruf ServiceCenter benachrichtigt werden. Die kleinen ferngesteuerten Flugobjekte stellen für Firmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen eine zunehmende Bedrohung dar. Eine eigene Projektgruppe im ÖWD beschäftigt sich daher mit den zukünftigen Bedrohungsszenarien durch Drohnen und den entsprechenden Abwehrmöglichkeiten. Diese Systeme identifizieren unbemannte Flugobjekte anhand unterschiedlicher Audio-, Funk- und Videosensoren. Dabei können unterschiedliche Typen von Drohnen erkannt werden, beginnend bei Einsteigermodellen, welche mit dem Smartphone gesteuert werden, oder etwa Drohnen mit Bordkamera, die mit eigener Funksteuerung zu bedienen sind.

Die Maßnahmen im konkreten Angriffsfall sind vielfältig. Zunächst können Menschen in Sicherheit gebracht, der Drohne die Sicht versperrt, Türen und Tore verschlossen und das Gelände abgesucht werden. Natürlich kann auch die effektive Abwehr der Drohne notwendig sein.

Sogenannte Jammer ermöglichen beispielsweise, Funk- oder GPS-Signale des Flugobjekts zu stören. Aber auch eigene Fangdrohnen mit Netzen und der Abschuss durch Laser oder gar Feuerwaffen sind denkbar.

Drohnen – Bewilligung für FPV – Flüge (First person view) ?

Grundsätzlich müssen alle Drohnen ab 250 g Eigengewicht, die eine Kamera montiert haben, die nicht zum Flug selbst dient, bei der österreichischen Luftfahrtbehörde bewilligt werden.

Das bedeutet: Sollte man mit seinem Gerät nur FPV Flüge durchführen wollen, aber die montierte Kamera technisch über die Möglichkeit verfügen, Bilder und Videos aufnehmen zu können (und hier genügt der Fakt „zu können“) ist diese Drohne bewilligungspflichtig !!!

Gerne hilft Ihnen die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung bei dem Antrag:

http://drohnenbewilligung.at/deeplink.php?seite=bewilligen

 

 

Induktives, drahtloses Laden von Drohnen in der Luft

Laut Forschern aus England ist es erstmals gelungen, ein fliegendes Objekt kabellos mit Energie zu versorgen.  Dabei schwebt die Drohne über einer Stromquelle und wird durch die Luft induktiv geladen. Die Energiequelle ist am Boden und es findet eine Übertragung in die Luft statt.

Die Forscher in London nutzten für ihre Experimente eine handelsübliche Quadkopter-Minidrohne mit einem Durchmesser von rund 12 cm und demonstrierten, dass sie mit Hilfe der induktiven Kopplung drahtlos elektrische Energie übertragen können. Sie sind der Überzeugung, dass es sich dabei um die erste kontaktlose Stromübertragungsmethode mit einer Drohne handelt.

Man glaubt, in einem Jahr marktfähige Produkte liefern zu können, welche das Problem der zeitlichen Begrenzung für dauernde Drohneneinsätze lösen würden.

Anzahl der Drohnen Bewilligungen 2014 und 2015

Vor dem jahr 2014 war es noch möglich, Drohnen sozusagen „wild“ zu fliegen.

Ab der Novellierung Anfang 2014 wars damit vorbei.
Insgesamt gingen 2014 und 2015 ca. 1200 Anträge auf Bewilligung ein, ca 800 wurden genehmigt.
Im Jahr 2015 wurden 410 Drohnen in Österreich genehmigt.
Man sei gespannt, werde  doch heuer – speziell Weihnachten 2016 ein Rekordverkauf erwartet.
Das ist natürlich auch den Neuentwicklungen am Markt zuzuschreiben, DJI Mavic Drohne, Gopro bringt eine neue Drohne auf den Markt.