Drohnenunfall in Hamburg

In Hamburg hat sich ein Drohnenunfall in der Innenstadt ereignet. Montag abends ist ein Drohne auf dem Hamburger Fernsehturm gelandet. Der Besitzer flog mit einer der meistverkauftesten Drohnen: einer DJI Mavic Pro. Normalerweise hätte der Drohnenpilot vor dem Flug eine Genehmigung einholen müssen, was er nicht tat. Jetzt droht eine saftige Strafe. Dabei wollte der Drohnenbesitzer nur schöne Fotos von der Hamburger Nacht machen. Dabei kollidierte die Drohne mit dem Fernsehturm und stürzte auf eine Plattform am Fernsehturm ab. Danach schilderte der Drohnenpilot sein Missgeschick der Polizei und die Feuerwehr musste das Gerät vom Fernsehturm bergen. Nachdem der Pilot für diesen Flug keine Fluggenehmigung hatte, kann dieser Verstoß gegen die Flugverkehrs-Kontrollfreigabe bis zu 50.000€ kosten.

Der Flughafen Heathrow in London hat Probleme mit Drohnen

Wie die meisten Flughäfen weltweit hat auch der Londoner Flughafen Heathrow vermehrt Probleme mit Drohnen. Im letzten Jahr gab es laut einer internen Auskunft des Flughafen, die niemals veröffentlicht wurde, mehr als 100 Zwischenfälle mit unbemannten Flugobjekten. Dabei kam es auch zu „Beinahe-Kollissionen“ zwischen Drohnen und Flugzeugen. Heathrow ist einer der größten Flughäfen der Welt, mit über 75 Millionen abgefertigten Passagieren im Jahr 2016. Die Zahl der gefährlichen Situationen mit Drohnen ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Im Jahr 2015 war noch von 29 Vorfällen die Rede. Als Hauptgrund für den Anstieg wird die steigende Verbreitung der unbemannten Flugobjekte in der Bevölkerung genannt. Dabei werden die Zwischenfälle in verschieden Stufen und Kategorien eingeteilt. Erst vor Kurzem sollen zum Beispiel eine Drohne in rund 3000 Meter Höhe einem Airbus A320 extrem nahe gekommen sein.

Drohnen müssen in Österreich bewilligt werden – Die ÖDB greifen Unternehmern und Privatpersonen bei der Drohnenbewilligung unter die Arme

Kameradrohnen, mit denen aus der Vogelperspektive Fotos und Videos gemacht werden können, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nach Schätzung von Experten gibt es in Österreich derzeit rund 25.000 Drohnen. Das Problem dabei: Der Großteil davon wäre bewilligungspflichtig, macht aber ohne Genehmigung die Lüfte unsicher. Bewilligung ist vorgeschrieben Rein rechtlich sind Drohnen, mit denen Film- bzw. Fotoaufnahmen gemacht werden können, unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1. Wenn die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt und dauerhaft Daten speichern kann, ist eine Bewilligung durch die Luftfahrtbehörde Austro Control zwingend vorgeschrieben. „Meiner Ansicht nach sind aber nur maximal 10 bis 15% tatsächlich bewilligt“, sagt Werner Noisternigg. Der Unternehmer aus Koppl hat aus diesem Missstand eine Geschäftsidee entwickelt und gemeinsam mit Alexander Kloiber die Österreichische Drohnenbewilligung (ÖDB) gegründet. „Ich habe ein Technisches Büro, das Drohnenflüge für Vermessungen und zur Beweissicherung durchführt. So bin ich auf das Problem aufmerksam geworden“, berichtet Kloiber. Vielen Käufern von Drohnen, die nicht der Spielzeugklasse angehören, sei nicht bewusst, dass für den Betrieb neben einer Bewilligung auch eine Versicherung sowie ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben sind. „Laut Luftfahrtbehörde werden Verstöße regelmäßig mit Strafen im vierstelligen Euro-Bereich geahndet. Wenn jemand bei einem Unfall verletzt wird, sind die Folgen natürlich noch weitaus gravierender.“ Die ÖDB führe Unternehmer und Privatpersonen rasch und problemlos durch den Bewilligungsprozess. „Wenn nötig, holen wir auch technische Daten bei den Drohnenherstellern ein. Die Genehmigung erfolgt dann erfahrungsgemäß innerhalb von zwei Wochen“, erklärt Noisternigg. Mit durchschnittlich 200 bis 300 Bewilligungen pro Monat habe man diese Nische erfolgreich besetzt. „Wir sind bereits in der Gewinnzone und österreichweit allein auf weiter Flur. Zu unseren Kunden gehören die Universität Wien ebenso wie gewerbliche Fotografen, Architekten sowie Lehrer und Schüler“, sagt Noisternigg.

www.drohnenbewilligung.at

Drohnen sollen Ihre Position und ID senden

Die Idee ist nicht ganz neu. Viele Luftfahrtbehörden weltweit haben das gleiche akute Problem: „Explosion der Anzahl der Drohnen am Himmel“. Jetzt werden erste Versuche gemacht, wie man diese Vielzahl an Drohnen in Zukunft kontrollieren kann. DJI macht dazu einen Vorschlag, nämlich dass aus deren Geräten zukünftig die Position und Registrierungsnummer der jeweiligen Drohne ständig gesendet wird. Das könnte die Identifikation von Drohnen in Zukunft einfacher machen. Der Ausbau dieser Technik wäre für DJI einfach, denn die Drohnen sind ohnehin schon mit der nötigen Hardware ausgestattet. Man würde nur mehr einen passenden Empfänger benötigen, um die Daten empfangen zu können. Zugriff auf diese Daten werden nur die zuständigen Behörden erhalten und somit wird es einfach, die Eigentümer eines unbemannten Flugobjektes ausfindig zu machen.

Die amerikanische Luftfahrtbehörde erwartet eine Drohnen-Flut

Experten in den USA erwarten sich in den kommenden Monaten und Jahren eine regelrechte Drohnen-Flut. Man rechnet mit einer exponentiellen Vervielfachung der Hobby-Drohnen, aber auch von den Drohnen, die einen kommerziellen Nutzen haben werden. Überschlagen geht man von einer Verzehnfachung an Drohnen bis ins Jahr 2020 aus. Genauso waren auf der Cebit 2017 in Hannover Drohnen einen wichtiges Thema. Hier wurden erstmals über Zahlen und Fakten gesprochen. Bis Ende des letzten Jahres geht man in den USA von 1,1 Millionen Hobby-Flugdrohnen und 42.000 kommerzielle Flugdrohnen aus. Beide Zahlen sollen sich dieses Jahr etwa verdoppeln, doch danach soll das Wachstum im privaten Bereich einbrechen, während der Zuwachs im kommerziellen Bereich in absoluten Zahlen weiter zunehmen wird.

Dem nördlichen Nachbarn Kanada steht ebenfalls ein deutlicher Zuwachs von Hobby-Drohnen ins Haus. Bislang waren die Einsatzbeschränkungen in dem zweitgrößten Land der Welt so stringent, dass der Betrieb ohne Einzelgenehmigung praktisch nicht möglich war. Doch vergangene Woche hat das kanadische Verkehrsministerium die Regeln start vereinfacht und die Vorschriften an denen in den USA angepasst.

Noch schneller ist das Wachstum im kommerziellen Bereich. Vor 12 Monaten, im April 2016, hatte man nur 5.000 genehmigte Drohnen in den USA. Der Bewilligungsprozess war langwierig und aufwendig, denn dabei musste unter anderem der US-Verkehrsminister jeden Antrag persönlich bearbeiten. Entsprechend lang waren die Wartezeiten. Nach der Öffnung des Marktes und Vereinfachung der Gesetze für kommerzielle Drohnen stieg die Anzahl bis zum Jahresende 2016 rasant auf 42.000 Stück. Dieses Jahr soll sich diese Menge auf 108.000 mehr als verdoppeln, bis 2021 auf 422.000 verzehnfachen. Die untere Bandbreite der Schätzung kommt auf 238.000, was immer noch mehr als das Fünffache von 2016 ist, die obere Bandbreite gar auf 1,616 Millionen kommerzielle Flugdrohnen. Das wäre mehr als das 38fache.

 

Drohne und Flugzeug

Drohnen erobern die Welt

Drohnen sind Alleskönner: Sie führen Inspektionen durch, helfen Rettungskräften und unterstützen die Landwirtschaft. Die kommerzielle Nutzung von Drohnen ist Schwerpunktthema der CeBIT 2017 – ihnen wird eine „goldene Zukunft“ vorausgesagt. Wenn es um einen publikumswirksamen Messeauftritt geht, wird auf der CeBIT gerne mal geklotzt. Intel beispielsweise bringt eine Bohrinsel und Windräder im Maßstab 1:15 auf die diesjährige CeBIT. Der Chiphersteller will zeigen, wie Quadcopter die Wartung unterstützen. Kein Wunder, denn Intel hat sich dieses Jahr gleich zwei deutsche Drohnen – Startups einverleibt. Drohnen finden Sie in der Halle 17 bei den „Unmanned Systems & Solutions“. Schon 2016 surrte es gewaltig auf der Messe – allerdings geht es dieses Jahr nicht um publikumswirksame High-Speed-Drohnen, sondern um deren kommerzielle Nutzung. Der Hersteller Yuneec beispielsweise zeigt den mit einer Thermalkamera bestückten Quadcopter „Typhoon H“, der Feuerwehr, Noteinsatzkräften, Küstenwache und der Polizei bei der Aufklärung helfen soll. Das Geschäft mit Drohnen gilt als Zukunftsmarkt. Laut Unternehmensberatung PwC steigt der Markt für kommerzielle Drohnen in Deutschland bis 2020 auf 115 Millionen Euro. Es gibt einfach unendlich viele Einsatzgebiete für Drohnen und deshalb wird der Markt in den kommenden Jahren beträchtlich steigen. Drohnenexperte, sieht Anwendungsgebiete wie „Inspektionen aller Art, Beobachtung, Dokumentation, Forschung, Natur- und Tieraufnahmen.“Natürlich werden Drohnen auch dort eingesetzt, wo es für Menschen gefährlich wird, also in „besonders kalten, heißen und lebensfeindlichen Umgebungen. Gerne auch unter Wasser und an heiklen Stellen, wo Menschen nicht ohne Weiteres aktiv sein können, im Inneren einer Pipeline zum Beispiel,“ sagt Löwenstein. Auch im Verkehr können Copter dem Experten zufolge helfen, beispielsweise mit „flexibel zu positionierenden Verkehrsdrohnen, die aus großer Höhe Autobahnen sondieren und an drohenden Gefahr- und Staustellen die Verkehrsregelung sinnvoll beeinflussen. Und auf lange Sicht läuft’s auf Drohnen hinaus, die Menschen von A nach B transportieren.“

Drohnen mittels Mobilfunknetz orten ?

Momentan arbeitet die Deutsche Flugsicherung an einer Lösung, Drohnen mit Hilfe des Mobilfunknetzes orten zu können. Helfen könnte dabei die Telekom. Die Anzahl der Drohnen in Europa explodiert. Alleine in Deutschland gibt es Schätzungen zufolge ca. 500.000 Stück. Immer mehr unbemannten Flugobjekte kommen Flugzeugen etc. gefährlich nahe. Deshalb will man diese Flugobjekte nun vermehrt kontrollieren und auch „sehen“ können. Im Moment sind Drohnen noch zu klein und verfügen auch nicht über die Technik, damit Sie von der Flugsicherung gesehen werden können. Mit Hilfe des Einsatzes des Mobilfunknetzes könnte sich das schlagartig ändern. Damit sollen die Drohnen in den Flugverkehr integriert werden.

Drohne übernimmt die Postsendung

Die Post in der Schweiz testet eine Drohne für die postalische Zustellung. Getestet wird der Einsatz in Sitten, dem Hauptort des Kanton Wallis, eine Kleinstadt in den Bergen. Das größte Potential der Drohne sieht man in der Zustellung von Post in abgelegene Bergregionen oder auch in z.B.: im Winter durch Lawinen von der Außenwelt abgeschnittenen Regionen. Durch den Einsatz von Drohnen könnte man viel Zeit und Geld sparen, wenn man Vergleiche mit einem Helikopter anstellt.

Die Mehrheit der Befragten will den Drohnenführerschein

Experten gehen von rund 550.000 Drohnen in Österreich und Deutschland aus. In Österreich gibt es durch die Luftfahrtbehörde bereits strenge Richtlinien und Gesetze, welche die Regeln für den Einsatz von Drohnen bestimmen. In Deutschland reglementiert die neue Drohnenverordnung die Nutzung der Multikopter. Mit der steigenden Zahl von Flugdrohnen sind auch die von Multicoptern verursachten Sach- oder Personenschäden durch Kollisionen oder Abstürze sprunghaft gestiegen. Noch strengere Regeln gibt es zum Beispiel in Schweden: Da existiert ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter.

Schweden hatte bereits im Oktober 2016 ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter verhängt. In Deutschland beinhaltet die Verordnung unter anderem die Kennzeichnungspflicht sowie den Führerschein für größere Drohnen. Für den Betrieb und Einsatz auf Modellfluggeländen soll für Drohnen und Multicopter kein Führerschein verlangt werden.

Wer selbst eine Drohne steigen lassen möchte, sollte sich vorab gründlich informieren, ob respektive unter welchen Bedingungen die Nutzung erlaubt ist. In Österreich hilft dabei die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung, welche sämtliche Unterlagen für den Bewilligungsprozess für die Kunden aufbereitet und bei der Bewilligung zur Seite steht.

Die Einsatzgebiete von Drohnen sind enorm…

Drohnen, sogenannten unbemannte Flugobjekte, sind nicht nur das neue Spielzeug nicht erwachsen gewordenen Männer, sondern ein ernst zu nehmendes Geschäft. Drohnen können mittlerweile Pakete ausliefern, Areale vermessen, untersuchen Windkraftanlagen und unterstützen die Landwirtschaft. Die Entwicklung der Drohne geht mehr un mehr in den kommerziellen Bereich. Dabei sind aber viele Punkte wie Gesetzeslage, Sicherheit, etc. zu beachten.

Nach den privaten Nutzern hat das Business das Thema Drohnen für sich entdeckt. Das gilt nicht nur für die Anbieter von Fluggeräten, mit denen Hobby-Flieger und Foto-Enthusiasten „in die Luft“ gehen. Mittlerweile tummeln sich Hunderte von Unternehmen in diesem Marktsegment. Dazu zählen die Hersteller von Zubehör wie speziellen Kameras, Steuerungssystemen und Sensoren. Hinzu kommen Entwickler von Programmen, die Drohnen intelligenter machen oder fit für spezielle Einsatzfelder, etwa für die Analyse von Bodenstrukturen oder die Überprüfung von Gebäuden.

Ein Milliarden-Markt entsteht

Das amerikanische Beratungshaus PricewaterhouseCoopers (PwC) schätzt, dass der weltweite Markt für Drohnen und Dienstleistungen, die mit Hilfe solcher Fluggeräte erbracht werden, im Jahr 2020 ein Volumen von rund 127 Milliarden US-Dollar aufweist. Die wichtigsten Segmente sind mit 45 Milliarden US-Dollar die Überwachung und Analyse von Infrastrukturen wie Pipelines, Gebäuden, Industrieanlagen und Kraftwerken.
Auf dem zweiten Platz rangiert mit 32 Milliarden US-Dollar der Agrarsektor. Drohnen können bei Konzepten wie „Precision Farming“ eine wichtige Rolle spielen. Bei diesem Ansatz werden Detailaufnahmen von Feldern oder Weinbergen erstellt und mit speziellen Programmen analysiert. Der Landwirt kann auf Grundlage dieser Daten die Bearbeitung des Bodens optimieren, etwa indem er bestimmte Bereiche eines Feldes gezielt düngt.
Ebenso weit gefasst wie die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen ist allerdings der Begriff selbst. In der Fachwelt kursieren Bezeichnungen wie Unmanned Aerial Vehicle (UAV), Unmanned Aircraft (UA) oder Unmanned Aircraft System (UAS).
Ist eine Drohne also ein UAV – oder dasselbe wie ein Modellflugzeug? Es kommt auf den Einsatzzweck an. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) differenziert zwischen „Geräten, die dem Zwecke des Sports und der Freizeitgestaltung“ dienen. Diese fallen in die Kategorie „Sport und Freizeit“. Fluggeräte, mit deren Einsatz ein „gewerblicher Zweck“ verbunden ist, sind dagegen „unbemannte Luftfahrtsysteme“ (UAS). Für sie gelten strengere Vorgaben. So muss der Betrieb eines solchen Fluggeräts mit einem Gewicht von 5 Kilogramm oder mehr von der Luftfahrtbehörde eines Bundeslandes freigegeben werden. Für Drohnen bis 2 Kilogramm (inklusive Nutzlast) besteht eine Kennzeichnungspflicht. Details hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Anfang dieses Jahres in einer Drohnenverordnung festgelegt.
Diese Verordnung enthält auch eine Erleichterung für Unternehmen, die kommerzielle Drohnen einsetzen: Versionen mit mehr als 5 Kilogramm Gesamtgewicht dürfen nun auch außerhalb der Sichtweite des Piloten betrieben werden. Das bedeutet, dass beispielsweise Systeme eigenständig (autonom) zum Zielort und zurück fliegen dürfen. Das ebnet den Weg für den Einsatz von Drohnen durch Paketzusteller und Lieferdienste sowie in der Landwirtschaft.