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Drohne stürzt auf Auto

Ein weiterer Drohnenunfall ist in Deutschland passiert. Dabei stürzt eine Drohne auf ein Auto – verletzt wird niemand, es gibt nur Sachschaden in Höhe von 1.500 Euro. Die Drohne dürfte laut dem Drohnenpiloten ausser Kontrolle geraten sein. Vorfälle, die sich bei den am meisten verkauften Drohnentypen, DJI und Yuneec, mehren. Wöchentlich hört und liesst man von Geräten, die während des Fluges unkontrolliert die Flugbahn ändern und sich selbstständig machen. Jetzt wird von den Behörden noch geklärt, ob sich der Drohnenpilot strafbar gemacht hat.

Dazu gibt es in Österreich ein sehr scharfes Luftfahrtgesetz. Denn alle Drohnen über 250 g, die mit einer Kamera ausgestattet sind, müssen bewilligt werden und benötigen dazu eine verpflichtende Haftpflichtversicherung. Bei der umfangreichen Vorbereitung der Bewilligungsunterlagen hilft Ihnen die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung.

Drohnenführerschein in Deutschland

Die deutsche Bundesregierung hat einen Drohnenführerschein beschlossen. Grund: Es gibt zur Zeit ca. 400.000 Drohnen in Deutschland und diese Zahl wird in Zukunft stark ansteigen. Bis zum Jahr 2020 soll die Zahl nach jüngsten Prognosen sogar auf rund 1,1 Millionen steigen. Dieser neue Führerschein wird die jetzige Lücke schliessen, denn es gibt keine gesetzlichen Vorschriften für Drohnenbesitzer und Piloten. Der Führerschein beinhaltet eine Kennzeichnungspflicht jeder Drohne und sieht Flugverbote vor.

Für die Deutsche Flugsicherung (DFS) sind Drohnen ein „Alptraum“. Sie sind nämlich auf dem Radar nicht sichtbar, und Flugzeuge können nicht vor einem drohenden Zusammenstoß gewarnt werden. Bislang ist im deutschen Luftraum noch nichts passiert, doch im vergangenen Jahr wurden der DFS von Piloten 64 gefährliche Annäherungen gemeldet – fast fünfmal so viele wie im Jahr zuvor. Zudem stürzen immer wieder Drohnen ab und gefährden so Menschenleben. Im vergangenen November wurde etwa im Münchner Olympiapark eine Familie mit zwei Kindern nur knapp verfehlt.

Welche Regeln wird es künftig geben: Maximal-Flughöhe von 100 Metern. Drohnen dürfen grundsätzlich nur in Sichtweite des Piloten fliegen. Über besonders sensiblen Gebieten – etwa in der Nähe von Flughäfen oder Regierungsgebäuden – gilt ein absolutes Flugverbot. Auch der Überflug von Wohngebäuden wird untersagt.  Bei Drohnen ab einem Gewicht von zwei Kilo wird darüber hinaus ein „Kenntnis-Nachweis“ erforderlich – wer keine gültige Pilotenlizenz besitzt, muss dafür eine Prüfung bei einer staatlich anerkannten Stelle ablegen oder durch einen Luftsportverband eingewiesen werden. Große Drohnen ab einem Gewicht von fünf Kilo benötigen sogar eine spezielle „Aufstiegserlaubnis“ der jeweiligen Landesluftfahrtbehörde.

Deutschland will strengere Drohnengesetze

Immer häufiger kommt es in Deutschland zu ernsthaften Zwischenfällen mit Drohnen und Passagierflugzeugen. Deshalb will man nun einheitliche strengere Drohnengesetze nach österreichischem Muster schaffen. Geschätzt eine halbe Million Drohnen unterschiedlichster Größe fliegt bereits am deutschen Himmel. Bei Privatleuten beliebt sind sogenannte Multikopter, die mit Kameras ausgestattet und mit dem Handy bedient werden können. Nicht selten kommt es dabei zu gefährlichen Situationen. So stieß im November eine zwei Kilo schwere Drohne gegen den Münchner Fernsehturm, stürzte aus 180 Meter Höhe zu Boden und schlug direkt neben einer vierköpfigen Familie auf.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat daraus die Konsequenzen gezogen und strenge Vorschriften für den Betrieb von Drohnen erlassen. In der nächsten Woche will er seine Ministerkollegen im Bundeskabinett über seine Drohnen-Verordnung informieren. Das 36-seitige Papier mit dem Titel „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ liegt dieser Redaktion vor. Darin ist festgeschrieben, dass die ferngesteuerten Fluggeräte generell nur noch maximal 100 Meter hoch fliegen dürfen, es sei denn, sie bewegen sich über einem Gelände, „für das einem Luftsportverein eine allgemeine Erlaubnis zu Aufstieg von Flugmodellen erteilt“ worden ist.

Außer der generellen Flughöhe sieht die Verordnung weitere Flugverbote vor, um Abstürze, Unfälle und Eingriffe in die Privatsphäre anderer Bürger zu vermeiden. Tabu sind beispielsweise Flüge über Menschenmengen und über den Einsatzorten von Polizei und Rettungsdiensten. Auch über Industrieanlagen und Gefängnissen herrscht ein Flugverbot, ebenso über Ministerien, Parlamenten und anderen Behörden. Gesperrt ist auch der Luftraum über Bundesstraßen und Bahngleise. In allen diesen Fällen gilt außerdem, dass die Drohne einen seitlichen Abstand von 100 Metern einhalten muss.

Damit Nachbarn sich nicht gegenseitig belästigen, dürfen die Geräte nicht über Wohngrundstücken fliegen. Dieses Verbot gilt bereits ab 250 Gramm Gewicht und, so steht es in der Verordnung, wenn die Drohnen „optische, akustische oder Funksignale empfangen, übertragen oder aufzeichnen können“.

Stimmt der Grundstückseigentümer zu, gilt das Verbot natürlich nicht. Drohnen mit bis zu fünf Kilo Gewicht müssen „in Sichtweite“ betrieben werden. Drohnen mit mehr als 25 Kilo Gewicht sind ganz verboten. Ausnahmen sollen aber möglich sein – zum Beispiel für die Land- oder Forstwirtschaft.

Führerschein für den Drohnenflug

Wer eine mehr als zwei Kilo schwere Drohne starten lassen will, muss ab dem 1. Oktober 2017 mindestens 14 Jahre alt sein und eine Art Führerschein haben. Konkret geht es um eine „Bescheinigung“ über Kenntnisse in den Bereichen Navigation, Luftrecht und Flugbetrieb. Jeder „anerkannte Luftsportverband“, so heißt es in der Verordnung, soll das „formlos“ bestätigen können. Die Bescheinigung ist fünf Jahre gültig.

Wer sein „Flugmodell“ – so heißen hobbymäßig betriebene Drohnen im Amtsdeutsch – auf einem Modellflugplatz starten lässt, braucht keinen Führerschein. Gewerbsmäßige Drohnen-Piloten dagegen müssen mindestens 16 Jahre alt sein und eine Prüfung bei einer „vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle“ ablegen. Auch diese Bescheinigung gilt fünf Jahre.

Damit bei Unfällen und Schäden der Besitzer einer Drohne festgestellt werden kann, muss jedes Exemplar, das mehr als 250 Gramm wiegt, eine feuerfeste Plakette haben. Darauf müssen Name und Adresse des Besitzers stehen. Bisher gilt diese Pflicht für Drohnen ab fünf Kilo. Ein Register über die in Deutschland fliegenden Drohnen soll es nicht geben.

Ohne die neuen Regelungen könnte der Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen eine zunehmende Gefahr“ darstellen, heißt es in der Verordnung. Der Bundesrat muss den Vorschriften in den nächsten Wochen noch zustimmen.

Drohnen – Bewilligung für FPV – Flüge (First person view) ?

Grundsätzlich müssen alle Drohnen ab 250 g Eigengewicht, die eine Kamera montiert haben, die nicht zum Flug selbst dient, bei der österreichischen Luftfahrtbehörde bewilligt werden.

Das bedeutet: Sollte man mit seinem Gerät nur FPV Flüge durchführen wollen, aber die montierte Kamera technisch über die Möglichkeit verfügen, Bilder und Videos aufnehmen zu können (und hier genügt der Fakt „zu können“) ist diese Drohne bewilligungspflichtig !!!

Gerne hilft Ihnen die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung bei dem Antrag:

http://drohnenbewilligung.at/deeplink.php?seite=bewilligen

 

 

Besitzstörungsprozess in Salzburg: Drohne filmte bei Treibjagd

Am Bezirksgericht Oberndorf ist am Montagnachmittag der Zivilprozess gegen den Wiener Verein gegen Tierfabriken (VGT) und dessen Obmann Martin Balluch zu Ende gegangen. Eine Drohne hatte am 15. Dezember 2015 bei einer Gatterjagd im Wildschweingehege des Salzburger Unternehmers Maximilian Mayr-Melnhof gefilmt und dabei getötete Tiere dokumentiert. Mayr-Melnhof klagte darauf wegen Besitzstörung. –