Archiv der Kategorie: Neuigkeiten

DJI CrystalSky: Monitore ab sofort verfügbar

Nunmehr sind die hochwertigen DJI CrystalSky-Monitore erhältlich. Die FPV-Monitore des Herstellers DJI Innovations eignen sich vor allen Dingen für die professionelle Luftbild-Fotografie sowie Luftbild-Inspektion und fügen sich nahtlos in das DJI Ökosystem ein. Insgesamt drei Varianten – eine 5,5 Zoll große Variante und zwei 7,85 Zoll große Displays mit zwei unterschiedlichen Helligkeitsstufen – bietet DJI Innovations an. Preislich startet der CrystalSky-FPV-Monitor bei 549,- Euro.

Wichtigster Vorteil der DJI CrystalSky-Monitore gegenüber der Verwendung eines herkömmlichen Smartphones liegt in der hohen Displayhelligkeit, die die FPV-Monitore bieten. Damit sollen Blendungen beim Außeneinsatz – etwa durch direkte Sonneneinstrahlung – vermieden und eine bessere Lesbarkeit von Telemetrie- und FPV-Display gewährleistet werden. Die 5,5 Zoll sowie 7,85 Zoll große Variante kommt mit einer maximalen Helligkeit von 1000 cd/m² daher. Darüber hinaus bietet DJI Innovations eine weitere 7,85 Zoll große CrystalSky-Variante an, die mit einer Helligkeit von 2000 cd/m² aufwartet. Mit Auflösungen von jeweils 1920 x 1080 Pixeln (5,5 Zoll) bzw. 2048 x 1536 (7,85 Zoll) bieten die Displays HD-Auflösung.

Die Inbetriebnahme des DJI CrystalSky-Bildschirms ist mit zahlreichen DJI-Kameradrohnen und DJI Handheld-Gimbal möglich – egal ob DJI Phantom 4 (Standard, Advanced, Professional), DJI Phantom 3 (Advanced, Professional), DJI Matrice-Serie, DJI Osmo (außer Osmo Mobile) oder DJI Mavic Pro und DJI Cendence-Fernsteuerung. Die Verbindung zum Monitor wird je nach Gerät per WiFi oder per Controller-Anschluss (USB-Verbindung) hergestellt.

FPV-Display statt Smartphone: DJI-Zubehör à la Profi

Während bei den meisten DJI-Kameradrohnen ein Mobile Device zur Ansicht von FPV-Bildschirm und Telemetrie-Anzeige zum Einsatz kommt, kann bei Verwendung des DJI CrystalSky-Monitors auf ein solches Mobile Device verzichtet werden. Abgesehen von der höheren Bildschirm-Helligkeit sollen die FPV-Monitore von DJI deutliche Vorteile in Sachen Video-Decodierung bieten: Während herkömmliche Smartphones zumindest softwareseitig beschränkt sind, bietet der Decoder im CrystalSky-Bildschirm ein reibungsloses und für den Luftfilm-Anwendungsbereich optimiertes FPV-Erlebnis. DJI verspricht höchste Qualität bei der Ansicht von Echtzeit-Videos und eine minimale Latenz.

Weiterhin sind die DJI CrystalSky-Monitore mit einem integrierten Betriebssystem ausgestattet – die DJI GO- bzw. DJI GO 4-App ist direkt auf dem Bildschirm installiert. Somit soll im Vergleich zum Mobile Device ausgeschlossen sein, dass Junk- und Malware den reibungslosen Betrieb der Luftfilm-Applikation stört. Die im Bildschirm eingebettete DJI GO- und DJI GO 4-App beinhaltet dabei weiterhin die vielfältigen Funktionen sowie Features als auch die intuitive Benutzeroberfläche, wie sie auch im Rahmen der iOS- und Android-Version geschätzt werden. Features wie Telemetriedaten, FPV-Display, Kamerasteuerung, Bildmaterial- und Footage-Management oder Playback-Funktionen sind auch hier verfügbar. Kartenmaterial ist dank Offline-Funktion auch dann verfügbar, wenn eine aktuelle WLAN-Verbindung nicht verfügbar ist.

Externer Zwei-Zellen-Akku mit 4.920 mAh

Abgesehen vom internen Akku können die DJI CrystalSky-Monitore mit einem externen, 4.920 mAh starken Zwei-Zellen-Akku bestückt werden. Dadurch ergibt sich im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones eine längere Betriebszeit. Der externe Akku unterstützt Quick Charging und sorgt bei den 7,85 Zoll und 5,5 Zoll großen Bildschirmen für eine Betriebszeit von jeweils 4 bis 5 Stunden bzw. 5 bis 6 Stunden.

Koppler gründen Drohnen-Lizenz-Unternehmen

Der Verkauf von Drohnen boomt nach wie vor. Den Boom der fliegenden Kameras machen sich zwei Koppler Jungunternehmer zunutze. Sie führen für Drohnen-Piloten die vorgeschriebene Anmeldung bei der Luftfahrtbehörde durch.

Seit Weihnachten wurden in Österreich laut Spielzeughandel mehr als 25.000 Drohnen verkauft. Dass mit dem Einsatz der fliegenden Kameras auch strenge Vorschriften gelten, egal ob Hobby- oder gewerblicher Drohnennutzer, wissen nur die wenigsten Piloten. Spätestens seit Marcel Hirscher bei einem Skirennen im Jahr 2015 nur knapp nicht von einer über der Piste fliegenden Fernsehdrohne getroffen wurde, wird über die Sicherheit der Fluggeräte diskutiert.

Drohnencrash hinter Marcel Hirscher beim Slalom in Madonna di Campiglio

ORF

2015 stürzte knapp hinter Marcel Hirscher eine Fernsehdrohen auf die Skipiste

Die vorgeschriebene Anmeldung der fliegenden Kameras bei der Luftfahrtbehörde ist verpflichtend, aber auch zeitintensiv. Den dafür notwendigen bürokratischen Aufwand kennen zwei Jungunternehmer aus Koppl und gründeten deshalb das Unternehmen drohnenbewilligung.at, dass nun den Anmeldungs-Prozess österreichweit für angehende Drohnen-Piloten übernimmt.

„Der Ausgangspunkt war, dass ich selber durch das Modellfliegen auf Drohnen gestoßen bin und habe bei der Luftfahrtbehörde in Österreich im Herbst 2016 die ersten Versuche gestartet dort meine Drohne bewilligen zu lassen und bin auf das Resultat gestoßen, dass das für den Ottonormalverbraucher recht undurchsichtig und schwierig ist“, sagte Firmengründer und Techniker Alexander Kloiber.

Drohne Drohnenflug Flugdrohne

ORF

Große Nachfrage von Drohnen-Piloten

Der Anmeldungs-Dienst der Koppler Firma kostet den Drohnen-Piloten 49 Euro. Hinzu kommen 370 Euro für die nötige Versicherung und die Lizenz der Luftfahrtbehörde. Laut Firmengründer ist die Nachfrage von Hobby- und gewerblichen Drohnennutzern wegen des zeitintensiven bürokratischen Aufwands groß.

Neue Drohnenverordnung in Deutschland

Die Regeln zum Fliegen einer Drohne – d.h. eines unbemannten Flugobjekts (unmanned aircraft vehicle / UAV) – sind insbesondere nach Gewicht des Flugkörpers gestaffelt. Unter dem Gewicht versteht man das Abfluggewicht der Drohne, daher das Gesamtgewicht inklusive Kamera, Gimbal, Akku und Co. Außerdem gelten die neuen Drohnen-Regeln für den Betrieb außerhalb von Modellflugplätzen. Drohnen-Flüge innerhalb von Modellflugplätzen bleiben von der Neuregelung weitestgehend unberührt – lediglich die Kennzeichnungspflicht ist hier ebenfalls erforderlich.

Anmerkung: Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist natürlich auch bei Inkrafttreten der novellierten Drohnen-Regeln weiterhin Pflicht – unabhängig davon, ob das Fluggerät privat oder gewerblich eingesetzt wird.

 

  • Abfluggewicht von mehr als 250 Gramm (ab 0,25 Kg): Drohnen und Multikopter mit einem Abfluggewicht von über 250 Gramm (z.B. DJI Mavic, DJI Phantom 4, DJI Phantom 3, DJI Inspire 1 sowie DJI Inspire 2) müssen mit dem Namen und der Adresse des Besitzers gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung muss sichtbar, dauerhaft und feuerfest sein – zum Beispiel eine Aluminium-Plakette. Diese muss den Namen und die Anschrift des Eigentümers / Steuerers enthalten.
  • Abfluggewicht von mehr als zwei Kilogramm (ab 2,0 Kg): Piloten, die Drohnen und Multikopter mit einem Abfluggewicht von mehr als zwei Kilogramm in Betrieb nehmen (z.B. DJI Inspire 1, DJI Inspire 2), benötigen zusätzlich zur Namens- und Adressplakette einen so genannten Flugkundenachweis. Der Nachweis über Erfahrungen mit Drohnen kann durch Prüfung einer durch das Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle oder alternativ durch einen Luftsportverband (Modellflugverband) erlangt werden. Die Nachweise gelten für fünf Jahre. Für den Betrieb im Rahmen von Modellflugplätzen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.
  • Abfluggewicht von mehr als fünf Kilogramm (ab 5,0 Kg): Drohnen und Multikopter mit einem Gewicht von mehr als fünf Kilogramm (z.B. DJI S900, DJI S1000 Spreading Wings, DJI Matrice M600 – je nach Zuladung) benötigen darüber hinaus eine Aufstiegserlaubnis, die von den jeweiligen Landesluftfahrtbehörden der einzelnen Bundesländer erteilt wird. Infos zu Aufstiegsgenehmigungen und zur Erteilung einer Aufstiegserlaubnis gibt es hier: Drohnen-Aufstiegserlaubnis beantragen.
  • Abfluggewicht von mehr als 25 Kilogramm (ab 25 Kg): Betriebsverbot – nicht mehr gestattet

Weitere Regeln und Rahmenbedingungen

  • Drohnen und Multikopter dürfen lediglich bis zu einer maximalen Flughöhe von 100 Metern gesteuert werden. Das bedeutet auch: Ab 100 Meter dürfen Drohnen nur fliegen, wenn eine behördliche Ausnahmeerlaubnis bei den Landesluftfahrtbehörden eingeholt wurde.
  • Drohnen und Multikopter dürfen lediglich in Sichtweite – daher mit direktem Sichtkontakt und nicht allein unter Verwendung technischer Hilfsmittel wie FPV-Brille oder FPV-Monitor – gesteuert werden.
  • FPV-Flüge mit einer FPV-Brille sind erlaubt, wenn das Flugmodell (z.B. FPV-Racer) nicht schwerer als 0,25 Kilogramm wiegt und darüber hinaus nicht mehr als 30 Meter hoch geflogen wird. Außerdem sind FPV-Flüge mit Videobrille über 0,25 Kilogramm erlaubt, wenn eine zweite Person den Steuerer auf Gefahren im Flugbetrieb hinweist. Eine zweite Fernsteuerung ist dazu nicht erforderlich (Trainerschaltung). Die Flüge müssen weiterhin natürlich in Sichtweise des Steuerers bzw. der jeweiligen Begleitperson stattfinden.
  • Drohnen und Multikopter müssen bemannten Luftfahrzeugen stets ausweichen.
  • für gewerbliche Nutzer wird das aktuell bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Künftig ist der Betrieb außerhalb der Sichtweite zwar erlaubt, aber genehmigungspflichtig. Damit wird der Betrieb gewerblicher Drohnen erleichtert und es werden neue Geschäftsmodelle ermöglicht.
  • für den Betrieb von Flugmodellen mit einer Gesamtmasse von weniger als fünf Kilogramm ist nunmehr keine Erlaubnis (allgemeine Aufstiegserlaubnis oder Einzelgenehmigung) erforderlich – egal ob das Flugmodell privat oder gewerblich eingesetzt wird.
  • für alle Flüge von Modellen mit mehr als fünf Kilogramm ist stets eine Erlaubnis (Aufstiegserlaubnis) erforderlich.
  • für Flüge bei Nacht ist eine Erlaubnis (Aufstiegserlaubnis) erforderlich.

Drohnen in sensiblen sowie bewohnten Gebieten verboten

  • verboten sind alle Gefährdungen und Behinderungen durch Drohnen und Multikopter
  • verboten ist der Einsatz und Betrieb von Drohnen und Multikoptern innerhalb oder in der Nähe von folgenden sensiblen Bereichen (Mindestabstand 100 Meter):
    • Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften
    • Menschenansammlungen
    • Naturschutzgebieten
    • Hauptverkehrswegen wie Bundesautobahnen oder eng befahrenen Verkehrswegen
    • An- und Abflugbereichen und Kontrollzonen von Flugplätzen
  • Drohnen und Multikopter mit einem Gewicht von mehr als 0,25 Kilogramm dürfen nicht über Wohngrundstücken eingesetzt werden
  • Drohnen und Multikopter, die optische oder akustische Funksignale empfangen, aufzeichnen oder übertragen können, dürfen nicht über Wohngrundstücken eingesetzt werden – unabhängig vom Gewicht. Kameradrohnen über bewohnten Gebieten / im Wohngebiet sind damit grundsätzlich verboten.
  • Grundstückseigentümer dürfen Ausnahmen für Flüge mit Kameradrohnen erlauben. Somit sind logischerweise auch Flüge über dem eigenen Grundstück jederzeit möglich.

Davon ab gilt bei allen Verboten: Behörden dürfen Ausnahmen und Sondergenehmigungen erteilen, sofern vom Fluggerät keine besondere Gefahr ausgeht und der Flugverkehr nicht maßgeblich gefährdet wird.

Seit Freitag gilt die neue Drohnenverordnung in Deutschland

Für Drohnenbesitzer in Deutschland beginnt mit der am Freitag in Kraft getretenen neuen Drohnen-Verordnung eine neue Zeitrechnung. Sie soll das bisher eher unübersichtliche Regelwerk vereinfachen und die bisherige Wildwest-Stimmung am Drohnenhimmel in geordnete Bahnen lenken. „Das sind aus meiner Sicht hochvernünftige Maßnahmen, um den Masseneinsatz von Drohnen möglich zu machen“, sagt der Chef der Prüfgesellschaft TÜV Nord, Dirk Stenkamp, „denn der Einsatz dieser Fluggeräte kann nicht nur hochgradig gefährlich sein, sondern auch die Privatsphäre vieler Menschen beeinträchtigen.“ Die Neuordnung wurde nötig, um den rasant wachsenden Markt der Drohnenflieger zu regulieren. Denn die Zahl der Drohnen in Deutschland ist mittlerweile stark gestiegen und dürfte Schätzungen zufolge bei rund 500 000 liegen. Unter anderem bei Einsätzen von Polizei und Rettungskräften, über Menschenansammlungen sowie in An- und Abflugbereichen von Flughäfen herrscht Flugverbot. Für Drohnen ab 250 Gramm oder wenn Geräte Töne und Bilder aufnehmen können, sind Flüge über Wohngrundstücken tabu. Generell dürfen Drohnen maximal 100 Meter hoch aufsteigen. Ausgenommen sind Modellfluggelände – oder wenn der Steuerer einen Kenntnisnachweis hat.

Doch trotz einer Informationskampagne der Behörden gibt es bei so manchem Drohnenbetreiber noch so manches Fragezeichen. „Bei uns gibt es vor allem Anfragen zu den Stellen, bei denen Drohnenbesitzer ihren Kenntnis-Nachweis erlangen können“, sagt Cornelia Cramer vom Luftfahrtbundesamt (LBA) in Braunschweig.
Diese Führerschein-ähnliche Bescheinigung müssen Betreiber von mehr als zwei Kilogramm schweren Drohnen künftig für den Betrieb der Geräte nachweisen. Spezielle Einrichtungen, die diese Kenntnisse vermitteln und prüfen sollen, gibt es bisher so noch nicht. „Diese Stellen werden noch zu definieren sein“, sagt ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin. Daher gibt es bis zum 1. Oktober dafür auch eine Schonfrist. Das gilt auch für die Kennzeichnungspflicht der Geräte ab einem Gewicht von 250 Gramm. Viele private Drohnenpiloten gehen zudem irrtümlich davon aus, ihr Fluggerät sei im Rahmen der Privathaftpflicht versichert. Doch wenn das Gerät abstürzt, haftet der Pilot oder auch der Halter für alle Schäden – egal, ob der Pilot die Schuld am Absturz trägt oder nicht. Denn auch privat genutzte Drohnen sind Luftfahrzeuge und unterliegen der gesetzlich angeordneten Versicherungspflicht. Eine generell recht hohe Nachfrage nach der aktuellen Rechtslage wird daher auch von den Luftämtern bestätigt – die örtliche Luftaufsicht ist in Deutschland Ländersache. Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel etwa berichtet über ein generell hohes Interesse an Informationen zur Rechtslage. Völlig unklar sei noch, wie sich die neue Luftverkehrsordnung, die zudem grundsätzlich das Überfliegen von Wohngrundstücken verbietet, auswirkt. Auch auf der gerade zu Ende gegangenen Aero-Luftfahrtmesse in Friedrichshafen waren die immer beliebter werdenden zivilen Drohnen ein dominierendes Thema – wie auch die Debatte um den Umgang mit Verstößen, die sich oft aus Unwissen ergeben.
Dabei sind die Fallzahlen insgesamt aber relativ gering – auch im Umfeld von Flughäfen. Trotz weltweit zunehmender Zahlen von Sichtungen und Berichten über Beinahe-Kollisionen hat es am Himmel über Deutschland noch keinen Zusammenstoß zwischen einer Drohne und einem Flugzeug gegeben. „Diese Premiere ist uns Gott sei Dank bisher erspart geblieben“, sagt Germout Freitag, der Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig. „Meist sind es eh große Drohnen – die kleineren spielen in den Höhen kaum eine Rolle.“ Die offizielle Zahl hinke wohl hinter der öffentlichen Wahrnehmung etwas hinterher, meint er.
Das Luftfahrtbundesamt (LBA) – die zentrale Meldestelle für Störfälle bei deutschen Airlines im gewerblichen Luftverkehr – registrierte im Vorjahr 15 Meldungen zu Drohnensichtungen und Beinahe-Zusammenstößen. Die Zahlen unterscheiden sich stark von denen der Deutschen Flugsicherung (DFS), weil die auch von Freizeit- oder anderen Piloten Störmeldungen aufnimmt – sofern sie dem Lotsen eine Sichtung melden. Im Jahr 2015 wurden ihr bundesweit 14 Drohnen-Sichtungen gemeldet – im Jahr darauf mit 64 aber schon fast fünf Mal soviel. Allein 58 davon waren in der Nähe eines Flughafens. Das Positive: Bis Anfang Februar gab es bei der DFS überhaupt keine derartigen Sichtungen.

Drohnenunfall in Hamburg

In Hamburg hat sich ein Drohnenunfall in der Innenstadt ereignet. Montag abends ist ein Drohne auf dem Hamburger Fernsehturm gelandet. Der Besitzer flog mit einer der meistverkauftesten Drohnen: einer DJI Mavic Pro. Normalerweise hätte der Drohnenpilot vor dem Flug eine Genehmigung einholen müssen, was er nicht tat. Jetzt droht eine saftige Strafe. Dabei wollte der Drohnenbesitzer nur schöne Fotos von der Hamburger Nacht machen. Dabei kollidierte die Drohne mit dem Fernsehturm und stürzte auf eine Plattform am Fernsehturm ab. Danach schilderte der Drohnenpilot sein Missgeschick der Polizei und die Feuerwehr musste das Gerät vom Fernsehturm bergen. Nachdem der Pilot für diesen Flug keine Fluggenehmigung hatte, kann dieser Verstoß gegen die Flugverkehrs-Kontrollfreigabe bis zu 50.000€ kosten.

Drohnen sollen Ihre Position und ID senden

Die Idee ist nicht ganz neu. Viele Luftfahrtbehörden weltweit haben das gleiche akute Problem: „Explosion der Anzahl der Drohnen am Himmel“. Jetzt werden erste Versuche gemacht, wie man diese Vielzahl an Drohnen in Zukunft kontrollieren kann. DJI macht dazu einen Vorschlag, nämlich dass aus deren Geräten zukünftig die Position und Registrierungsnummer der jeweiligen Drohne ständig gesendet wird. Das könnte die Identifikation von Drohnen in Zukunft einfacher machen. Der Ausbau dieser Technik wäre für DJI einfach, denn die Drohnen sind ohnehin schon mit der nötigen Hardware ausgestattet. Man würde nur mehr einen passenden Empfänger benötigen, um die Daten empfangen zu können. Zugriff auf diese Daten werden nur die zuständigen Behörden erhalten und somit wird es einfach, die Eigentümer eines unbemannten Flugobjektes ausfindig zu machen.

Die Mehrheit der Befragten will den Drohnenführerschein

Experten gehen von rund 550.000 Drohnen in Österreich und Deutschland aus. In Österreich gibt es durch die Luftfahrtbehörde bereits strenge Richtlinien und Gesetze, welche die Regeln für den Einsatz von Drohnen bestimmen. In Deutschland reglementiert die neue Drohnenverordnung die Nutzung der Multikopter. Mit der steigenden Zahl von Flugdrohnen sind auch die von Multicoptern verursachten Sach- oder Personenschäden durch Kollisionen oder Abstürze sprunghaft gestiegen. Noch strengere Regeln gibt es zum Beispiel in Schweden: Da existiert ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter.

Schweden hatte bereits im Oktober 2016 ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter verhängt. In Deutschland beinhaltet die Verordnung unter anderem die Kennzeichnungspflicht sowie den Führerschein für größere Drohnen. Für den Betrieb und Einsatz auf Modellfluggeländen soll für Drohnen und Multicopter kein Führerschein verlangt werden.

Wer selbst eine Drohne steigen lassen möchte, sollte sich vorab gründlich informieren, ob respektive unter welchen Bedingungen die Nutzung erlaubt ist. In Österreich hilft dabei die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung, welche sämtliche Unterlagen für den Bewilligungsprozess für die Kunden aufbereitet und bei der Bewilligung zur Seite steht.

Am Drohnenmarkt finden sich die ersten DJI Nachbauten

Der erste Nachbau der entdeckt wurde ist ein Nachbau der im Moment begehrtesten Drohne am Markt, nämlich der DJI Mavic Pro. Der Nachbau stammt heisst Sky Striker Drone RC122 und kostet um einiges weniger als das Original von DJI. Der Striker sieht ähnlich aus, hat klappbare Arme und eine Kamera. Dennoch gibt es bei den technischen Details riesengroße Unterschiede. Die Maße des Nachbaus sind 28,5 Zentimetern x 28,5 Zentimetern x 7 Zentimetern, der Akku ist 900 mAh stark. Eingefaltet hat Sie eine Größe von 19 x 14 x 16 Zentimeter.

Von den Produktbilder kann man einen ersten Eindruck bekommen:

Die Reichweite der Signalübertragung reicht nur bis ca. 50 Meter und die Flugzeit beträgt im Vergleich zur DJI Mavic Pro nur ca. 12 Minuten, was einen erheblichen Unterschied darstellt. Dennoch ist jeder gut beraten, sich einen Nachbau zuzulegen, der nur einmal in die Welt der Drohne hineinschnuppern will und nicht gleich große Summen für das neue Hobby ausgeben will.

Eine neues Modewort erscheint am Photohimmel: AIRSELFIE !!!

Selfie-Begeisterte können ab sofort mit einer neuen Drohne, die so groß wie ein Samsung Galaxy Handy ist, „Airselfies“ machen. Ja es stimmt! Der einzige Zweck dieser Drohne sind Airselfies. Und auch so nennt sich die neue Drohne: AirSelfie. Im Endeffekt handelt es sich um eine fliegende Kamera, so groß wie ein Smartphone in dessen Gehäuse vier Propeller untergebracht sind.

Die fliegende Kamera ist mit einer 5-Megapixel-Kamera ausgerüstet, vor der ein Weitwinkelobjektiv sitzt. Sie kann zudem HD-Filmaufnahmen in 1.920 x 1.080p und 30 Bildern pro Sekunde machen und wird über das iPhone gesteuert. Dabei wird eine WLAN-Verbindung aufgebaut. Die Mini-Drohne wird unterwegs in einem Smartphone-Cover mit Ladegerät eingesteckt. AirSelfie ist mit einem kleinen Akku ausgerüstet, der 3 Minuten Flugzeit ermöglicht und innerhalb von 40 Minuten wieder aufgeladen wird. Mit 67,4 x 94,5 x 10,6 mm ist sie klein und wiegt gerade einmal 61 Gramm. Die maximale Flughöhe liegt bei 20 Metern. Die Frage ist allerdings, wie gut sich eine so leichte Drohne auch bei leichtem Wind in der Luft halten kann.

AirSelfieAirSelfie (Bild: AirSelfie)

Drohne stürzt auf Auto

Ein weiterer Drohnenunfall ist in Deutschland passiert. Dabei stürzt eine Drohne auf ein Auto – verletzt wird niemand, es gibt nur Sachschaden in Höhe von 1.500 Euro. Die Drohne dürfte laut dem Drohnenpiloten ausser Kontrolle geraten sein. Vorfälle, die sich bei den am meisten verkauften Drohnentypen, DJI und Yuneec, mehren. Wöchentlich hört und liesst man von Geräten, die während des Fluges unkontrolliert die Flugbahn ändern und sich selbstständig machen. Jetzt wird von den Behörden noch geklärt, ob sich der Drohnenpilot strafbar gemacht hat.

Dazu gibt es in Österreich ein sehr scharfes Luftfahrtgesetz. Denn alle Drohnen über 250 g, die mit einer Kamera ausgestattet sind, müssen bewilligt werden und benötigen dazu eine verpflichtende Haftpflichtversicherung. Bei der umfangreichen Vorbereitung der Bewilligungsunterlagen hilft Ihnen die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung.