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Unbekannte Drohne über dem Vatikan führt zu Terror-Alarm

In Italien, aber auch im Vatikan herrscht eine hohe Sicherheitsstufe. Die Gefahr eines islamistischen Terrorangriffs wird von den Sicherheitsexperten sehr ernst genommen. Am Samstag löste eine nicht identifizierte Drohne über dem Vatikan Alarm aus.

Ein kleines Flugobjekt, eigentlich von der Größe eines Spielzeugs, ließ in der Stadt am Tiber alle Antiterror-Sicherheitsstufen auf Rot schalten. Den Alarm löste eine Carabinieri-Streife am frühen Morgen aus. Sie hatten eine Drohne in der „no fly zone“ nahe dem Petersdom gesichtet. Die Antiterror-Alarmstufen wurden nach Protokoll aktiviert. Ein Hubschrauber der Polizei stieg auf, um den Stadtteil Borgo von oben zu sichern. Als die Drohne auf dem Dach eines Hauses innerhalb des Stadtteils landete und Identifizierungen von Drohnen-Besitzer und Hausbesitzer durchgeführt werden sollten, konnte ersterer nicht ausfindig gemacht werden. Der Alarm wurde dennoch beendet. Das Haus, wo die Drohne landete, liegt nur einen Steinwurf vom Petersplatz entfernt. Die Ermittler gehen von der Drohne eines Touristen aus, der Photo- oder Filmaufnahme von St. Peter machte. Dennoch herrscht eine Polemik, da der Vorfall zeigt, wie problemlos ein potentiell gefährliches Flugobjekt an sensible Objekt angenähert werden und auch wieder verschwinden kann. Rom wird derzeit überflutet von Drohnen, um die Sehenswürdigkeiten von oben abzulichten. Ein neuer Touristenspaß, der in Sicherheitskreisen bereits zu heftigen Diskussion geführt hat. Ein Drohnenflugverbot wurde für einzelne Stadtteile bereits ausgesprochen. Im vergangenen Jahr wurde ein 31jähriger US-Amerikaner zur Anzeige gebracht, weil er in einer verbotenen Flugzone seine Drohne aufsteigen hatte lassen.

Drohne kam ÖAMTC-Heli in Salzburg gefährlich nahe

Unweit des Salzburger Flughafens ist am Mittwoch eine Drohne einem Rettungshubschrauber des ÖAMTC gefährlich nahegekommen. Der Hubschrauber befand sich gegen 13.20 Uhr am Weg vom Landeskrankenhaus zum Flughafen, als der Pilot die Drohne bemerkte. Das Fluggerät war auf derselben Höhe und in gleicher Richtung wie der „Christophorus 6“ unterwegs.

Nach Angaben des Piloten flog die Drohne etwa 120 Meter über Grund. Das Fluggerät hatte einen Durchmesser von geschätzten 1,5 Metern. Die Entfernung zur Drohne sei schwer abzuschätzen gewesen, er habe aber einen gleichbleibenden Abstand halten können, so der Pilot. Schließlich wurde die Drohne Richtung Süden gesteuert. Eine Fahndung nach dem Drohnenbesitzer verlief negativ.

Hausverstand einsetzen

„Die Probleme mit Drohnen nehmen zu“, sagte Klaus Egger, Flugsicherheitsoffizier der Rettungshubschrauber-Flotte des ÖAMTC, am Donnerstag. „Besonders prekär sind Vorfälle, die an oder in der Nähe von Flughäfen passieren. Das sind absolute No-Go-Zonen.“ Zwar steige auch das Bewusstsein bei Drohnenpiloten, aber das Wissen, was erlaubt ist und was nicht, sei noch relativ wenig verbreitet. „Wer sich eine Drohne kauft, muss sich aktiv mit der Gesetzeslage beschäftigen und seinen Hausverstand einsetzten. Wenn ein Hubschrauber auftaucht, muss ich mit meiner Drohne so schnell wie möglich aus dem Weg gehen.“

Selbst ganz kleine Drohnen, die vom Gesetz her nicht registriert werden müssen, können für Hubschrauber sehr gefährlich werden. „Sie stellen weniger ein Risiko für das Triebwerk, sondern für die Scheibe dar. Auch kleine und leichte Vögel können bei einem Aufprall im richtigen Winkel eine Hubschrauberscheibe durchschlagen“, warnte Egger. Beim ÖAMTC arbeitet man daher derzeit an Kursen, Informationspaketen und Versicherungen für Drohnenpiloten.

Airbus und Drohne stossen fast zusammen

Anfang Mai ist es am Flughafen Zürich beinahe zu einem Unglück gekommen. Ein vollbesetzter Airbus der Swiss ist bei der Landung fast in eine Drohne geprallt.

Skisportfans ist die Szene in schauriger Erinnerung: Beim Nachtrennen im italienischen Madonna di Campiglio kracht im Dezember 2015 fast eine Drohne auf den österreichischen Slalomfahrer Marcel Hirscher.

Auch in anderen Zusammenhängen haben Drohnen diesbezüglich für Schlagzeilen gesorgt, etwa, als sich eine Drohne im Sommer 2016 am Flughafen Heathrow in London bis auf 20 Meter einem Airbus der Swiss näherte und es fast zu einem Zusammenprall kam. Nur durch Glück konnten die Piloten damals eine Katastrophe verhindern.

Nun verzeichnet die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) einen Vorfall zwischen einer Drohne und einem Passagierflugzeug. Am 6. Mai 2017 war ein vollbesetzter Airbus der Swiss unterwegs von Dar es Salaam nach Zürich. Am frühen Morgen um 6 Uhr 15 prallte eine Drohne beinahe in den Airbus, der gerade auf der Piste 34 Landen wollte. Der Vorfall ereignete sich rund 20 Kilometer südöstlich des Flughafens Zürich. Das geht aus einem Vorbericht hervor, den die Sust veröffentlicht hat. Sie bezeichnet die Fastkollision, in der Fachsprache als «Airprox» bezeichnet, als schweren Vorfall und hat deshalb eine Untersuchung eröffnet.

Die Drohne sei «definitiv viel zu hoch» unterwegs gewesen, sagte Skyguide-Sprecher Vladi Barrosa auf Anfrage. Der Airbus sei in der Gegend von Pfäffikon (Schwyz) in einer Höhe von rund 1500 Metern geflogen, und eine Drohne dürfe nur 150 Meter über Grund schweben. Das Objekt sei von blossem Auge her gut zu erkennen gewesen, es sei von einem Piloten der Cathay Pacific und eben aus dem Swiss Cockpit gesichtet und gemeldet worden.

Wie nahe sich die Drohne und das Flugzeug gekommen sind, ist laut Barrosa nicht bekannt. Der Einsatz der Drohne sei aber nicht bewilligt gewesen. Generell komme es äusserst selten vor, dass sich eine Drohne und ein Flugzeug kreuzten. In der Nähe des Flughafens Zürich habe es letztes Jahr zwei solche Vorfälle gegeben, einen Zwischenfall gab es beim Flughafen Basel, wie der Mediensprecher ergänzte.

Aus gut unterrichteter Quelle hat die NZZ erfahren, dass es sich bei der in den aktuellen Vorfall involvierten Drohne nicht um ein günstiges Kinderspielzeug gehandelt hat, sondern um eine Profi-Drohne. Diese kosten in der Regel mehrere zehntausend Franken und werden zum Beispiel von Fotografen verwendet.

Mit Drohnenbewilligungen erfolgreich

Zwei Jungunternehmer aus Koppl (Flachgau) erledigen für Drohnen-Piloten in ganz Österreich die aufwändigen, aber vorgeschriebenen Prozeduren zur Anmeldung der Drohnen bei der Luftfahrtbehörde.

Die beiden machen sich den Boom bei Drohnen zunutze: Ferngesteuerte Drohnen sind bereits ab 200 Euro zu haben und erfreuen sich auch in Salzburg wachsender Beliebtheit. Österreichweit wurden sogar mehr als 25.000 Stück allein im vergangenen halben Jahr verkauft.

Drohnenbewilligungen als erfolgreiches Geschäftsmodell

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Zwei junge Koppler Unternehmer sind mit Drohnenbewilligungen erfolgreich

Weil jeder Pilot für sein Hobby auch eine Lizenz der Luftfahrtbehörde braucht, bietet ein Koppler Jungunternehmen dazu die nötige Beratung an. Der Weg zur amtlichen Flugbewilligung ist nämlich mühsam und sehr bürokratisch, schildert Werner Noisternigg, Inhaber der Agentur in Koppl. „Es geht da um sehr viele technische Daten – Datenblätter oder gewisse formatierte Fotos bis hin zu den Seriennummern, die auf den Drohnen zum Teil nicht leicht zu finden sind“, sagt Noisternigg.

„Man muss wissen, was man darf und was nicht“

49 Euro kostet dieser Service, dazu kommen für den Drohnenpiloten aber noch gut 380 Euro für die nötige Versicherung und die Lizenz der Luftfahrtbehörde.

Drohnenbewilligungen als erfolgreiches Geschäftsmodell

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Die Bewilligung einer Drohne erfordert einiges an bürokratischem Aufwand

„Über die Seite drohnenbewilligung.at bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, wo ich fliegen darf und wo nicht und auch darauf, was mir als Privatperson gestattet ist und was nicht. Das ist doch ein sehr umfassender Bereich und ich will nicht, dass meine Drohne auf eine Straße fällt und womöglich einen Verkehrsunfall verursacht. Denn da können schon große Forderungen auf einen Einzelnen zukommen“, betont Michael Luipersbeck, Hobby-Drohnenpilot aus Elsbethen (Flachgau).

Für 90 Euro im Jahr eine Million Versicherungsschutz

Solche Sicherheitsüberlegungen sind seit Marcel Hirschers unliebsamer Drohnen-Begegnung bei einem Weltcup-Rennen vor zwei Jahren zum Thema geworden, sagt Nina Schnelzer, Versicherungsmaklerin aus Wien. „Auch in meinem Bekanntenkreis haben viele darüber gesprochen, dass da wirklich etwas passieren kann. Aber ein richtiges Bewusstsein dafür ist im Moment noch nicht gegeben.“

Drohnenbewilligungen als erfolgreiches Geschäftsmodell

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Marcel Hirscher wäre bei einem Rennen fast von einer herabstürzenden Drohne getroffen worden

Ab einer Jahresprämie von rund 90 Euro haben Drohnenpiloten bis zu einer Million Euro Versicherungsschutz. Die Nachfrage sei groß, sagt Alexander Kloiber von der Bewilligungsagentur in Koppl.

„Jeden Tag Bewilligungen im zweistelligen Bereich“

„Wir haben pro Tag 50 bis 100 Anrufe von Kunden und auch die Zahl der Bewilligungen liegt im zweistelligen Bereich – das geht vom 16-Jährigen Schüler, der sich eine Drohne als Jux kauft, bis zum 70-jährigen Pensionisten, der in seiner Freizeit die Drohne über Wälder fliegt“, schildert Kloiber.

Neben Hobbypiloten setzen in Salzburg zunehmend auch gewerbliche Nutzer wie Fotografen, Forstwirte oder auch Dachdecker Drohnen ein, um beispielsweise schwer zugängliche Dächer zu inspizieren.

DJI CrystalSky: Monitore ab sofort verfügbar

Nunmehr sind die hochwertigen DJI CrystalSky-Monitore erhältlich. Die FPV-Monitore des Herstellers DJI Innovations eignen sich vor allen Dingen für die professionelle Luftbild-Fotografie sowie Luftbild-Inspektion und fügen sich nahtlos in das DJI Ökosystem ein. Insgesamt drei Varianten – eine 5,5 Zoll große Variante und zwei 7,85 Zoll große Displays mit zwei unterschiedlichen Helligkeitsstufen – bietet DJI Innovations an. Preislich startet der CrystalSky-FPV-Monitor bei 549,- Euro.

Wichtigster Vorteil der DJI CrystalSky-Monitore gegenüber der Verwendung eines herkömmlichen Smartphones liegt in der hohen Displayhelligkeit, die die FPV-Monitore bieten. Damit sollen Blendungen beim Außeneinsatz – etwa durch direkte Sonneneinstrahlung – vermieden und eine bessere Lesbarkeit von Telemetrie- und FPV-Display gewährleistet werden. Die 5,5 Zoll sowie 7,85 Zoll große Variante kommt mit einer maximalen Helligkeit von 1000 cd/m² daher. Darüber hinaus bietet DJI Innovations eine weitere 7,85 Zoll große CrystalSky-Variante an, die mit einer Helligkeit von 2000 cd/m² aufwartet. Mit Auflösungen von jeweils 1920 x 1080 Pixeln (5,5 Zoll) bzw. 2048 x 1536 (7,85 Zoll) bieten die Displays HD-Auflösung.

Die Inbetriebnahme des DJI CrystalSky-Bildschirms ist mit zahlreichen DJI-Kameradrohnen und DJI Handheld-Gimbal möglich – egal ob DJI Phantom 4 (Standard, Advanced, Professional), DJI Phantom 3 (Advanced, Professional), DJI Matrice-Serie, DJI Osmo (außer Osmo Mobile) oder DJI Mavic Pro und DJI Cendence-Fernsteuerung. Die Verbindung zum Monitor wird je nach Gerät per WiFi oder per Controller-Anschluss (USB-Verbindung) hergestellt.

FPV-Display statt Smartphone: DJI-Zubehör à la Profi

Während bei den meisten DJI-Kameradrohnen ein Mobile Device zur Ansicht von FPV-Bildschirm und Telemetrie-Anzeige zum Einsatz kommt, kann bei Verwendung des DJI CrystalSky-Monitors auf ein solches Mobile Device verzichtet werden. Abgesehen von der höheren Bildschirm-Helligkeit sollen die FPV-Monitore von DJI deutliche Vorteile in Sachen Video-Decodierung bieten: Während herkömmliche Smartphones zumindest softwareseitig beschränkt sind, bietet der Decoder im CrystalSky-Bildschirm ein reibungsloses und für den Luftfilm-Anwendungsbereich optimiertes FPV-Erlebnis. DJI verspricht höchste Qualität bei der Ansicht von Echtzeit-Videos und eine minimale Latenz.

Weiterhin sind die DJI CrystalSky-Monitore mit einem integrierten Betriebssystem ausgestattet – die DJI GO- bzw. DJI GO 4-App ist direkt auf dem Bildschirm installiert. Somit soll im Vergleich zum Mobile Device ausgeschlossen sein, dass Junk- und Malware den reibungslosen Betrieb der Luftfilm-Applikation stört. Die im Bildschirm eingebettete DJI GO- und DJI GO 4-App beinhaltet dabei weiterhin die vielfältigen Funktionen sowie Features als auch die intuitive Benutzeroberfläche, wie sie auch im Rahmen der iOS- und Android-Version geschätzt werden. Features wie Telemetriedaten, FPV-Display, Kamerasteuerung, Bildmaterial- und Footage-Management oder Playback-Funktionen sind auch hier verfügbar. Kartenmaterial ist dank Offline-Funktion auch dann verfügbar, wenn eine aktuelle WLAN-Verbindung nicht verfügbar ist.

Externer Zwei-Zellen-Akku mit 4.920 mAh

Abgesehen vom internen Akku können die DJI CrystalSky-Monitore mit einem externen, 4.920 mAh starken Zwei-Zellen-Akku bestückt werden. Dadurch ergibt sich im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones eine längere Betriebszeit. Der externe Akku unterstützt Quick Charging und sorgt bei den 7,85 Zoll und 5,5 Zoll großen Bildschirmen für eine Betriebszeit von jeweils 4 bis 5 Stunden bzw. 5 bis 6 Stunden.

Koppler gründen Drohnen-Lizenz-Unternehmen

Der Verkauf von Drohnen boomt nach wie vor. Den Boom der fliegenden Kameras machen sich zwei Koppler Jungunternehmer zunutze. Sie führen für Drohnen-Piloten die vorgeschriebene Anmeldung bei der Luftfahrtbehörde durch.

Seit Weihnachten wurden in Österreich laut Spielzeughandel mehr als 25.000 Drohnen verkauft. Dass mit dem Einsatz der fliegenden Kameras auch strenge Vorschriften gelten, egal ob Hobby- oder gewerblicher Drohnennutzer, wissen nur die wenigsten Piloten. Spätestens seit Marcel Hirscher bei einem Skirennen im Jahr 2015 nur knapp nicht von einer über der Piste fliegenden Fernsehdrohne getroffen wurde, wird über die Sicherheit der Fluggeräte diskutiert.

Drohnencrash hinter Marcel Hirscher beim Slalom in Madonna di Campiglio

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2015 stürzte knapp hinter Marcel Hirscher eine Fernsehdrohen auf die Skipiste

Die vorgeschriebene Anmeldung der fliegenden Kameras bei der Luftfahrtbehörde ist verpflichtend, aber auch zeitintensiv. Den dafür notwendigen bürokratischen Aufwand kennen zwei Jungunternehmer aus Koppl und gründeten deshalb das Unternehmen drohnenbewilligung.at, dass nun den Anmeldungs-Prozess österreichweit für angehende Drohnen-Piloten übernimmt.

„Der Ausgangspunkt war, dass ich selber durch das Modellfliegen auf Drohnen gestoßen bin und habe bei der Luftfahrtbehörde in Österreich im Herbst 2016 die ersten Versuche gestartet dort meine Drohne bewilligen zu lassen und bin auf das Resultat gestoßen, dass das für den Ottonormalverbraucher recht undurchsichtig und schwierig ist“, sagte Firmengründer und Techniker Alexander Kloiber.

Drohne Drohnenflug Flugdrohne

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Große Nachfrage von Drohnen-Piloten

Der Anmeldungs-Dienst der Koppler Firma kostet den Drohnen-Piloten 49 Euro. Hinzu kommen 370 Euro für die nötige Versicherung und die Lizenz der Luftfahrtbehörde. Laut Firmengründer ist die Nachfrage von Hobby- und gewerblichen Drohnennutzern wegen des zeitintensiven bürokratischen Aufwands groß.

Neue Drohnenverordnung in Deutschland

Die Regeln zum Fliegen einer Drohne – d.h. eines unbemannten Flugobjekts (unmanned aircraft vehicle / UAV) – sind insbesondere nach Gewicht des Flugkörpers gestaffelt. Unter dem Gewicht versteht man das Abfluggewicht der Drohne, daher das Gesamtgewicht inklusive Kamera, Gimbal, Akku und Co. Außerdem gelten die neuen Drohnen-Regeln für den Betrieb außerhalb von Modellflugplätzen. Drohnen-Flüge innerhalb von Modellflugplätzen bleiben von der Neuregelung weitestgehend unberührt – lediglich die Kennzeichnungspflicht ist hier ebenfalls erforderlich.

Anmerkung: Eine Drohnen-Haftpflichtversicherung ist natürlich auch bei Inkrafttreten der novellierten Drohnen-Regeln weiterhin Pflicht – unabhängig davon, ob das Fluggerät privat oder gewerblich eingesetzt wird.

 

  • Abfluggewicht von mehr als 250 Gramm (ab 0,25 Kg): Drohnen und Multikopter mit einem Abfluggewicht von über 250 Gramm (z.B. DJI Mavic, DJI Phantom 4, DJI Phantom 3, DJI Inspire 1 sowie DJI Inspire 2) müssen mit dem Namen und der Adresse des Besitzers gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung muss sichtbar, dauerhaft und feuerfest sein – zum Beispiel eine Aluminium-Plakette. Diese muss den Namen und die Anschrift des Eigentümers / Steuerers enthalten.
  • Abfluggewicht von mehr als zwei Kilogramm (ab 2,0 Kg): Piloten, die Drohnen und Multikopter mit einem Abfluggewicht von mehr als zwei Kilogramm in Betrieb nehmen (z.B. DJI Inspire 1, DJI Inspire 2), benötigen zusätzlich zur Namens- und Adressplakette einen so genannten Flugkundenachweis. Der Nachweis über Erfahrungen mit Drohnen kann durch Prüfung einer durch das Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Stelle oder alternativ durch einen Luftsportverband (Modellflugverband) erlangt werden. Die Nachweise gelten für fünf Jahre. Für den Betrieb im Rahmen von Modellflugplätzen ist kein Kenntnisnachweis erforderlich.
  • Abfluggewicht von mehr als fünf Kilogramm (ab 5,0 Kg): Drohnen und Multikopter mit einem Gewicht von mehr als fünf Kilogramm (z.B. DJI S900, DJI S1000 Spreading Wings, DJI Matrice M600 – je nach Zuladung) benötigen darüber hinaus eine Aufstiegserlaubnis, die von den jeweiligen Landesluftfahrtbehörden der einzelnen Bundesländer erteilt wird. Infos zu Aufstiegsgenehmigungen und zur Erteilung einer Aufstiegserlaubnis gibt es hier: Drohnen-Aufstiegserlaubnis beantragen.
  • Abfluggewicht von mehr als 25 Kilogramm (ab 25 Kg): Betriebsverbot – nicht mehr gestattet

Weitere Regeln und Rahmenbedingungen

  • Drohnen und Multikopter dürfen lediglich bis zu einer maximalen Flughöhe von 100 Metern gesteuert werden. Das bedeutet auch: Ab 100 Meter dürfen Drohnen nur fliegen, wenn eine behördliche Ausnahmeerlaubnis bei den Landesluftfahrtbehörden eingeholt wurde.
  • Drohnen und Multikopter dürfen lediglich in Sichtweite – daher mit direktem Sichtkontakt und nicht allein unter Verwendung technischer Hilfsmittel wie FPV-Brille oder FPV-Monitor – gesteuert werden.
  • FPV-Flüge mit einer FPV-Brille sind erlaubt, wenn das Flugmodell (z.B. FPV-Racer) nicht schwerer als 0,25 Kilogramm wiegt und darüber hinaus nicht mehr als 30 Meter hoch geflogen wird. Außerdem sind FPV-Flüge mit Videobrille über 0,25 Kilogramm erlaubt, wenn eine zweite Person den Steuerer auf Gefahren im Flugbetrieb hinweist. Eine zweite Fernsteuerung ist dazu nicht erforderlich (Trainerschaltung). Die Flüge müssen weiterhin natürlich in Sichtweise des Steuerers bzw. der jeweiligen Begleitperson stattfinden.
  • Drohnen und Multikopter müssen bemannten Luftfahrzeugen stets ausweichen.
  • für gewerbliche Nutzer wird das aktuell bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Künftig ist der Betrieb außerhalb der Sichtweite zwar erlaubt, aber genehmigungspflichtig. Damit wird der Betrieb gewerblicher Drohnen erleichtert und es werden neue Geschäftsmodelle ermöglicht.
  • für den Betrieb von Flugmodellen mit einer Gesamtmasse von weniger als fünf Kilogramm ist nunmehr keine Erlaubnis (allgemeine Aufstiegserlaubnis oder Einzelgenehmigung) erforderlich – egal ob das Flugmodell privat oder gewerblich eingesetzt wird.
  • für alle Flüge von Modellen mit mehr als fünf Kilogramm ist stets eine Erlaubnis (Aufstiegserlaubnis) erforderlich.
  • für Flüge bei Nacht ist eine Erlaubnis (Aufstiegserlaubnis) erforderlich.

Drohnen in sensiblen sowie bewohnten Gebieten verboten

  • verboten sind alle Gefährdungen und Behinderungen durch Drohnen und Multikopter
  • verboten ist der Einsatz und Betrieb von Drohnen und Multikoptern innerhalb oder in der Nähe von folgenden sensiblen Bereichen (Mindestabstand 100 Meter):
    • Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften
    • Menschenansammlungen
    • Naturschutzgebieten
    • Hauptverkehrswegen wie Bundesautobahnen oder eng befahrenen Verkehrswegen
    • An- und Abflugbereichen und Kontrollzonen von Flugplätzen
  • Drohnen und Multikopter mit einem Gewicht von mehr als 0,25 Kilogramm dürfen nicht über Wohngrundstücken eingesetzt werden
  • Drohnen und Multikopter, die optische oder akustische Funksignale empfangen, aufzeichnen oder übertragen können, dürfen nicht über Wohngrundstücken eingesetzt werden – unabhängig vom Gewicht. Kameradrohnen über bewohnten Gebieten / im Wohngebiet sind damit grundsätzlich verboten.
  • Grundstückseigentümer dürfen Ausnahmen für Flüge mit Kameradrohnen erlauben. Somit sind logischerweise auch Flüge über dem eigenen Grundstück jederzeit möglich.

Davon ab gilt bei allen Verboten: Behörden dürfen Ausnahmen und Sondergenehmigungen erteilen, sofern vom Fluggerät keine besondere Gefahr ausgeht und der Flugverkehr nicht maßgeblich gefährdet wird.

Seit Freitag gilt die neue Drohnenverordnung in Deutschland

Für Drohnenbesitzer in Deutschland beginnt mit der am Freitag in Kraft getretenen neuen Drohnen-Verordnung eine neue Zeitrechnung. Sie soll das bisher eher unübersichtliche Regelwerk vereinfachen und die bisherige Wildwest-Stimmung am Drohnenhimmel in geordnete Bahnen lenken. „Das sind aus meiner Sicht hochvernünftige Maßnahmen, um den Masseneinsatz von Drohnen möglich zu machen“, sagt der Chef der Prüfgesellschaft TÜV Nord, Dirk Stenkamp, „denn der Einsatz dieser Fluggeräte kann nicht nur hochgradig gefährlich sein, sondern auch die Privatsphäre vieler Menschen beeinträchtigen.“ Die Neuordnung wurde nötig, um den rasant wachsenden Markt der Drohnenflieger zu regulieren. Denn die Zahl der Drohnen in Deutschland ist mittlerweile stark gestiegen und dürfte Schätzungen zufolge bei rund 500 000 liegen. Unter anderem bei Einsätzen von Polizei und Rettungskräften, über Menschenansammlungen sowie in An- und Abflugbereichen von Flughäfen herrscht Flugverbot. Für Drohnen ab 250 Gramm oder wenn Geräte Töne und Bilder aufnehmen können, sind Flüge über Wohngrundstücken tabu. Generell dürfen Drohnen maximal 100 Meter hoch aufsteigen. Ausgenommen sind Modellfluggelände – oder wenn der Steuerer einen Kenntnisnachweis hat.

Doch trotz einer Informationskampagne der Behörden gibt es bei so manchem Drohnenbetreiber noch so manches Fragezeichen. „Bei uns gibt es vor allem Anfragen zu den Stellen, bei denen Drohnenbesitzer ihren Kenntnis-Nachweis erlangen können“, sagt Cornelia Cramer vom Luftfahrtbundesamt (LBA) in Braunschweig.
Diese Führerschein-ähnliche Bescheinigung müssen Betreiber von mehr als zwei Kilogramm schweren Drohnen künftig für den Betrieb der Geräte nachweisen. Spezielle Einrichtungen, die diese Kenntnisse vermitteln und prüfen sollen, gibt es bisher so noch nicht. „Diese Stellen werden noch zu definieren sein“, sagt ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin. Daher gibt es bis zum 1. Oktober dafür auch eine Schonfrist. Das gilt auch für die Kennzeichnungspflicht der Geräte ab einem Gewicht von 250 Gramm. Viele private Drohnenpiloten gehen zudem irrtümlich davon aus, ihr Fluggerät sei im Rahmen der Privathaftpflicht versichert. Doch wenn das Gerät abstürzt, haftet der Pilot oder auch der Halter für alle Schäden – egal, ob der Pilot die Schuld am Absturz trägt oder nicht. Denn auch privat genutzte Drohnen sind Luftfahrzeuge und unterliegen der gesetzlich angeordneten Versicherungspflicht. Eine generell recht hohe Nachfrage nach der aktuellen Rechtslage wird daher auch von den Luftämtern bestätigt – die örtliche Luftaufsicht ist in Deutschland Ländersache. Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel etwa berichtet über ein generell hohes Interesse an Informationen zur Rechtslage. Völlig unklar sei noch, wie sich die neue Luftverkehrsordnung, die zudem grundsätzlich das Überfliegen von Wohngrundstücken verbietet, auswirkt. Auch auf der gerade zu Ende gegangenen Aero-Luftfahrtmesse in Friedrichshafen waren die immer beliebter werdenden zivilen Drohnen ein dominierendes Thema – wie auch die Debatte um den Umgang mit Verstößen, die sich oft aus Unwissen ergeben.
Dabei sind die Fallzahlen insgesamt aber relativ gering – auch im Umfeld von Flughäfen. Trotz weltweit zunehmender Zahlen von Sichtungen und Berichten über Beinahe-Kollisionen hat es am Himmel über Deutschland noch keinen Zusammenstoß zwischen einer Drohne und einem Flugzeug gegeben. „Diese Premiere ist uns Gott sei Dank bisher erspart geblieben“, sagt Germout Freitag, der Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig. „Meist sind es eh große Drohnen – die kleineren spielen in den Höhen kaum eine Rolle.“ Die offizielle Zahl hinke wohl hinter der öffentlichen Wahrnehmung etwas hinterher, meint er.
Das Luftfahrtbundesamt (LBA) – die zentrale Meldestelle für Störfälle bei deutschen Airlines im gewerblichen Luftverkehr – registrierte im Vorjahr 15 Meldungen zu Drohnensichtungen und Beinahe-Zusammenstößen. Die Zahlen unterscheiden sich stark von denen der Deutschen Flugsicherung (DFS), weil die auch von Freizeit- oder anderen Piloten Störmeldungen aufnimmt – sofern sie dem Lotsen eine Sichtung melden. Im Jahr 2015 wurden ihr bundesweit 14 Drohnen-Sichtungen gemeldet – im Jahr darauf mit 64 aber schon fast fünf Mal soviel. Allein 58 davon waren in der Nähe eines Flughafens. Das Positive: Bis Anfang Februar gab es bei der DFS überhaupt keine derartigen Sichtungen.

Drohnenunfall in Hamburg

In Hamburg hat sich ein Drohnenunfall in der Innenstadt ereignet. Montag abends ist ein Drohne auf dem Hamburger Fernsehturm gelandet. Der Besitzer flog mit einer der meistverkauftesten Drohnen: einer DJI Mavic Pro. Normalerweise hätte der Drohnenpilot vor dem Flug eine Genehmigung einholen müssen, was er nicht tat. Jetzt droht eine saftige Strafe. Dabei wollte der Drohnenbesitzer nur schöne Fotos von der Hamburger Nacht machen. Dabei kollidierte die Drohne mit dem Fernsehturm und stürzte auf eine Plattform am Fernsehturm ab. Danach schilderte der Drohnenpilot sein Missgeschick der Polizei und die Feuerwehr musste das Gerät vom Fernsehturm bergen. Nachdem der Pilot für diesen Flug keine Fluggenehmigung hatte, kann dieser Verstoß gegen die Flugverkehrs-Kontrollfreigabe bis zu 50.000€ kosten.

Drohnen sollen Ihre Position und ID senden

Die Idee ist nicht ganz neu. Viele Luftfahrtbehörden weltweit haben das gleiche akute Problem: „Explosion der Anzahl der Drohnen am Himmel“. Jetzt werden erste Versuche gemacht, wie man diese Vielzahl an Drohnen in Zukunft kontrollieren kann. DJI macht dazu einen Vorschlag, nämlich dass aus deren Geräten zukünftig die Position und Registrierungsnummer der jeweiligen Drohne ständig gesendet wird. Das könnte die Identifikation von Drohnen in Zukunft einfacher machen. Der Ausbau dieser Technik wäre für DJI einfach, denn die Drohnen sind ohnehin schon mit der nötigen Hardware ausgestattet. Man würde nur mehr einen passenden Empfänger benötigen, um die Daten empfangen zu können. Zugriff auf diese Daten werden nur die zuständigen Behörden erhalten und somit wird es einfach, die Eigentümer eines unbemannten Flugobjektes ausfindig zu machen.