Archiv der Kategorie: Interessantes

DJI CrystalSky: Monitore ab sofort verfügbar

Nunmehr sind die hochwertigen DJI CrystalSky-Monitore erhältlich. Die FPV-Monitore des Herstellers DJI Innovations eignen sich vor allen Dingen für die professionelle Luftbild-Fotografie sowie Luftbild-Inspektion und fügen sich nahtlos in das DJI Ökosystem ein. Insgesamt drei Varianten – eine 5,5 Zoll große Variante und zwei 7,85 Zoll große Displays mit zwei unterschiedlichen Helligkeitsstufen – bietet DJI Innovations an. Preislich startet der CrystalSky-FPV-Monitor bei 549,- Euro.

Wichtigster Vorteil der DJI CrystalSky-Monitore gegenüber der Verwendung eines herkömmlichen Smartphones liegt in der hohen Displayhelligkeit, die die FPV-Monitore bieten. Damit sollen Blendungen beim Außeneinsatz – etwa durch direkte Sonneneinstrahlung – vermieden und eine bessere Lesbarkeit von Telemetrie- und FPV-Display gewährleistet werden. Die 5,5 Zoll sowie 7,85 Zoll große Variante kommt mit einer maximalen Helligkeit von 1000 cd/m² daher. Darüber hinaus bietet DJI Innovations eine weitere 7,85 Zoll große CrystalSky-Variante an, die mit einer Helligkeit von 2000 cd/m² aufwartet. Mit Auflösungen von jeweils 1920 x 1080 Pixeln (5,5 Zoll) bzw. 2048 x 1536 (7,85 Zoll) bieten die Displays HD-Auflösung.

Die Inbetriebnahme des DJI CrystalSky-Bildschirms ist mit zahlreichen DJI-Kameradrohnen und DJI Handheld-Gimbal möglich – egal ob DJI Phantom 4 (Standard, Advanced, Professional), DJI Phantom 3 (Advanced, Professional), DJI Matrice-Serie, DJI Osmo (außer Osmo Mobile) oder DJI Mavic Pro und DJI Cendence-Fernsteuerung. Die Verbindung zum Monitor wird je nach Gerät per WiFi oder per Controller-Anschluss (USB-Verbindung) hergestellt.

FPV-Display statt Smartphone: DJI-Zubehör à la Profi

Während bei den meisten DJI-Kameradrohnen ein Mobile Device zur Ansicht von FPV-Bildschirm und Telemetrie-Anzeige zum Einsatz kommt, kann bei Verwendung des DJI CrystalSky-Monitors auf ein solches Mobile Device verzichtet werden. Abgesehen von der höheren Bildschirm-Helligkeit sollen die FPV-Monitore von DJI deutliche Vorteile in Sachen Video-Decodierung bieten: Während herkömmliche Smartphones zumindest softwareseitig beschränkt sind, bietet der Decoder im CrystalSky-Bildschirm ein reibungsloses und für den Luftfilm-Anwendungsbereich optimiertes FPV-Erlebnis. DJI verspricht höchste Qualität bei der Ansicht von Echtzeit-Videos und eine minimale Latenz.

Weiterhin sind die DJI CrystalSky-Monitore mit einem integrierten Betriebssystem ausgestattet – die DJI GO- bzw. DJI GO 4-App ist direkt auf dem Bildschirm installiert. Somit soll im Vergleich zum Mobile Device ausgeschlossen sein, dass Junk- und Malware den reibungslosen Betrieb der Luftfilm-Applikation stört. Die im Bildschirm eingebettete DJI GO- und DJI GO 4-App beinhaltet dabei weiterhin die vielfältigen Funktionen sowie Features als auch die intuitive Benutzeroberfläche, wie sie auch im Rahmen der iOS- und Android-Version geschätzt werden. Features wie Telemetriedaten, FPV-Display, Kamerasteuerung, Bildmaterial- und Footage-Management oder Playback-Funktionen sind auch hier verfügbar. Kartenmaterial ist dank Offline-Funktion auch dann verfügbar, wenn eine aktuelle WLAN-Verbindung nicht verfügbar ist.

Externer Zwei-Zellen-Akku mit 4.920 mAh

Abgesehen vom internen Akku können die DJI CrystalSky-Monitore mit einem externen, 4.920 mAh starken Zwei-Zellen-Akku bestückt werden. Dadurch ergibt sich im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones eine längere Betriebszeit. Der externe Akku unterstützt Quick Charging und sorgt bei den 7,85 Zoll und 5,5 Zoll großen Bildschirmen für eine Betriebszeit von jeweils 4 bis 5 Stunden bzw. 5 bis 6 Stunden.

Koppler gründen Drohnen-Lizenz-Unternehmen

Der Verkauf von Drohnen boomt nach wie vor. Den Boom der fliegenden Kameras machen sich zwei Koppler Jungunternehmer zunutze. Sie führen für Drohnen-Piloten die vorgeschriebene Anmeldung bei der Luftfahrtbehörde durch.

Seit Weihnachten wurden in Österreich laut Spielzeughandel mehr als 25.000 Drohnen verkauft. Dass mit dem Einsatz der fliegenden Kameras auch strenge Vorschriften gelten, egal ob Hobby- oder gewerblicher Drohnennutzer, wissen nur die wenigsten Piloten. Spätestens seit Marcel Hirscher bei einem Skirennen im Jahr 2015 nur knapp nicht von einer über der Piste fliegenden Fernsehdrohne getroffen wurde, wird über die Sicherheit der Fluggeräte diskutiert.

Drohnencrash hinter Marcel Hirscher beim Slalom in Madonna di Campiglio

ORF

2015 stürzte knapp hinter Marcel Hirscher eine Fernsehdrohen auf die Skipiste

Die vorgeschriebene Anmeldung der fliegenden Kameras bei der Luftfahrtbehörde ist verpflichtend, aber auch zeitintensiv. Den dafür notwendigen bürokratischen Aufwand kennen zwei Jungunternehmer aus Koppl und gründeten deshalb das Unternehmen drohnenbewilligung.at, dass nun den Anmeldungs-Prozess österreichweit für angehende Drohnen-Piloten übernimmt.

„Der Ausgangspunkt war, dass ich selber durch das Modellfliegen auf Drohnen gestoßen bin und habe bei der Luftfahrtbehörde in Österreich im Herbst 2016 die ersten Versuche gestartet dort meine Drohne bewilligen zu lassen und bin auf das Resultat gestoßen, dass das für den Ottonormalverbraucher recht undurchsichtig und schwierig ist“, sagte Firmengründer und Techniker Alexander Kloiber.

Drohne Drohnenflug Flugdrohne

ORF

Große Nachfrage von Drohnen-Piloten

Der Anmeldungs-Dienst der Koppler Firma kostet den Drohnen-Piloten 49 Euro. Hinzu kommen 370 Euro für die nötige Versicherung und die Lizenz der Luftfahrtbehörde. Laut Firmengründer ist die Nachfrage von Hobby- und gewerblichen Drohnennutzern wegen des zeitintensiven bürokratischen Aufwands groß.

Die neue Drohne GoPro Karma im Test

Nun also doch: Mit rund einem halben Jahr Verzögerung soll die GoPro Karma jetzt auch in Deutschland abheben. Die Konkurrenz – insbesondere die kompakte Dji Mavic Pro – wird es dem Neuling nicht leicht machen, der von Anfang an mit Problemen zu kämpfen hatte: Der Akku erzwang einen frühzeitigen Geräterückruf, noch bevor die Drohne deutschen Boden erreicht hatte. Und damit nicht genug: Der Test zeigt, dass GoPro die Zeit offenbar nicht genutzt hat.

GoPro Karma-Drohne © COMPUTER BILD

Die Karma lässt sich zusammenfalten und in einem Rucksack verstauen.

GoPro Karma

komplett ohne ZusatzsensorenDas Auffälligste vorweg: Die Karma hinkt schon auf dem Datenblatt der Konkurrenz hinterher. Andere Drohnen machen das Fliegen mit immer mehr Sensoren sicherer und einfacher, die Mavic Pro bietet sogar eine Gestensteuerung. Doch die GoPro hat weder Kollisionssensoren noch Ultraschall zur Positionsbestimmung oder eine Tracking-Funktion, um automatisch etwa dem Piloten zu folgen. Für Einsteiger gibt es lediglich eine Simulation, die die Drohne nebst Fernbedienung („Controller“) erläutert und den Piloten virtuell üben lässt. Wie wenig das später in der Flugpraxis hilft, sollte sich im weiteren Testverlauf zeigen.

Weil GoPro mit Action-Cams groß wurde, verfolgt der Hersteller mit der Karma einen interessanten und durchaus nachvollziehbaren Ansatz: Während die meisten anderen Quadcopter eine fest verbaute Kamera haben, kommt an der Karma die bewährte Action-Cam Hero5 oder Hero4 zum Einsatz. Wenn die Drohne Pause hat, lässt sich die Kamera mitsamt der bildstabilisierenden Halterung (Gimbal) abnehmen und auf einen mitgelieferten Handgriff (Karma Grip) montieren. So genügt Actionfans eine einzige Kamera für Luft- und Bodenaufnahmen. Die Idee ist nicht schlecht, hat aber auch einen Nachteil: Die Action-Cam ist vergleichsweise groß und schwer. Beim Kalibrieren der Kamera schlägt sie je nach Untergrund fast auf dem Boden auf und beim Landen bekommt die Drohne schnell Übergewicht nach vorne. Zwar ist die Karma wie auch die Mavic Pro faltbar, mit fast 1.900 Gramm fällt sie aber sehr schwer aus. Bei der Bildqualität zeigt sich aber die langjährige Erfahrung des Herstellers im Action-Cam-Bereich: Die an der Drohne angebrachte GoPro Hero5 Black lieferte satte Farben und eine gewohnt gute Schärfe.

Eher schwer ist auch die Fernsteuerung, die aber gut in der Hand liegt und sehr übersichtlich ist. Hier gibt es einen Knopf zum Anschalten des Controllers, einen für den Start der Rotoren und zwei Joysticks für die Steuerung. Nach Druck auf den „Come Home“-Knopf fliegt die Karma zurück zum Piloten. Die Sticks liegen tief im Gehäuse, sodass die Bedienung fast nur von oben möglich ist. Besonders feinfühlige Piloten steuern ihre Drohne jedoch gerne, indem sie beispielsweise einen Stick mit Daumen und Zeigefinger umfassen. Bei mehreren Flugversuchen reagierte die Karma zudem etwas träge auf Eingaben über den Joystick.

GoPro-Drohne Karma © COMPUTER BILD

Der Controller: recht groß, aber übersichtlich. Auffällig sind die sehr tief liegenden Joysticks.

GoPro Karma: Test-Flug mit Enttäuschungen

Die Erwartungen vor dem Flug waren hoch, wirbt GoPro doch unter anderem mit dem Slogan „Leicht zu fliegen“. Aber schon mit dem ersten Abheben war klar: Die Drohne von GoPro ist noch längst nicht ausgereift. So funktionierte beim ersten Versuch der Autostart nur teilweise, mal hob die Karma ab, mal gingen die Motoren wieder aus. Zudem konnte die Drohne ihre Position im Schwebeflug nicht halten. Ließ der Pilot die Joysticks los, sank sie langsam nach unten, anstatt wie üblich an Ort und Stelle stehen zu bleiben. Es ist unverständlich, dass GoPro das nicht in den Griff bekommen hat. Ein zweites Testgerät sollte deshalb Klarheit bringen. Das neue Modell startete zuverlässig, hatte aber erneut Probleme, seine Position in der Luft einigermaßen exakt zu halten. Mitten im Flug auf freier Fläche verlor das zweite Modell außerdem mehrfach das GPS-Signal und war nur mit Mühe zurückzuholen. So verlieren unerfahrene Piloten schnell das Vertrauen zur Drohne. Und auch die Flugzeit konnte im Test nicht ganz überzeugen. Der Akku, der im Flug auch die Action-Cam mit Strom versorgt, machte nach 15 Minuten schlapp. Ob der Action-Cam-Akku vor dem Flug aufgeladen ist oder nicht, spielt beim rund 20-mal größeren Drohnen-Akku keine Rolle.

Eine sehr clevere Funktion der Karma ist da nur ein schwacher Trost. Mit der sogenannten Passenger-App (kostenlos in den App Stores) können bis zu drei Personen mit ihren Smartphones oder Tablets den Live-Stream der Drohne betrachten. So entfällt die Rudelbildung um den Steuermann und seinen Controller. Und wer schon eine GoPro-Action-Cam hat, kann die Karma auch ohne Kamera für rund 1.000 Euro bestellen (kompatibel ab Hero4).

Seit Freitag gilt die neue Drohnenverordnung in Deutschland

Für Drohnenbesitzer in Deutschland beginnt mit der am Freitag in Kraft getretenen neuen Drohnen-Verordnung eine neue Zeitrechnung. Sie soll das bisher eher unübersichtliche Regelwerk vereinfachen und die bisherige Wildwest-Stimmung am Drohnenhimmel in geordnete Bahnen lenken. „Das sind aus meiner Sicht hochvernünftige Maßnahmen, um den Masseneinsatz von Drohnen möglich zu machen“, sagt der Chef der Prüfgesellschaft TÜV Nord, Dirk Stenkamp, „denn der Einsatz dieser Fluggeräte kann nicht nur hochgradig gefährlich sein, sondern auch die Privatsphäre vieler Menschen beeinträchtigen.“ Die Neuordnung wurde nötig, um den rasant wachsenden Markt der Drohnenflieger zu regulieren. Denn die Zahl der Drohnen in Deutschland ist mittlerweile stark gestiegen und dürfte Schätzungen zufolge bei rund 500 000 liegen. Unter anderem bei Einsätzen von Polizei und Rettungskräften, über Menschenansammlungen sowie in An- und Abflugbereichen von Flughäfen herrscht Flugverbot. Für Drohnen ab 250 Gramm oder wenn Geräte Töne und Bilder aufnehmen können, sind Flüge über Wohngrundstücken tabu. Generell dürfen Drohnen maximal 100 Meter hoch aufsteigen. Ausgenommen sind Modellfluggelände – oder wenn der Steuerer einen Kenntnisnachweis hat.

Doch trotz einer Informationskampagne der Behörden gibt es bei so manchem Drohnenbetreiber noch so manches Fragezeichen. „Bei uns gibt es vor allem Anfragen zu den Stellen, bei denen Drohnenbesitzer ihren Kenntnis-Nachweis erlangen können“, sagt Cornelia Cramer vom Luftfahrtbundesamt (LBA) in Braunschweig.
Diese Führerschein-ähnliche Bescheinigung müssen Betreiber von mehr als zwei Kilogramm schweren Drohnen künftig für den Betrieb der Geräte nachweisen. Spezielle Einrichtungen, die diese Kenntnisse vermitteln und prüfen sollen, gibt es bisher so noch nicht. „Diese Stellen werden noch zu definieren sein“, sagt ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums in Berlin. Daher gibt es bis zum 1. Oktober dafür auch eine Schonfrist. Das gilt auch für die Kennzeichnungspflicht der Geräte ab einem Gewicht von 250 Gramm. Viele private Drohnenpiloten gehen zudem irrtümlich davon aus, ihr Fluggerät sei im Rahmen der Privathaftpflicht versichert. Doch wenn das Gerät abstürzt, haftet der Pilot oder auch der Halter für alle Schäden – egal, ob der Pilot die Schuld am Absturz trägt oder nicht. Denn auch privat genutzte Drohnen sind Luftfahrzeuge und unterliegen der gesetzlich angeordneten Versicherungspflicht. Eine generell recht hohe Nachfrage nach der aktuellen Rechtslage wird daher auch von den Luftämtern bestätigt – die örtliche Luftaufsicht ist in Deutschland Ländersache. Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel etwa berichtet über ein generell hohes Interesse an Informationen zur Rechtslage. Völlig unklar sei noch, wie sich die neue Luftverkehrsordnung, die zudem grundsätzlich das Überfliegen von Wohngrundstücken verbietet, auswirkt. Auch auf der gerade zu Ende gegangenen Aero-Luftfahrtmesse in Friedrichshafen waren die immer beliebter werdenden zivilen Drohnen ein dominierendes Thema – wie auch die Debatte um den Umgang mit Verstößen, die sich oft aus Unwissen ergeben.
Dabei sind die Fallzahlen insgesamt aber relativ gering – auch im Umfeld von Flughäfen. Trotz weltweit zunehmender Zahlen von Sichtungen und Berichten über Beinahe-Kollisionen hat es am Himmel über Deutschland noch keinen Zusammenstoß zwischen einer Drohne und einem Flugzeug gegeben. „Diese Premiere ist uns Gott sei Dank bisher erspart geblieben“, sagt Germout Freitag, der Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig. „Meist sind es eh große Drohnen – die kleineren spielen in den Höhen kaum eine Rolle.“ Die offizielle Zahl hinke wohl hinter der öffentlichen Wahrnehmung etwas hinterher, meint er.
Das Luftfahrtbundesamt (LBA) – die zentrale Meldestelle für Störfälle bei deutschen Airlines im gewerblichen Luftverkehr – registrierte im Vorjahr 15 Meldungen zu Drohnensichtungen und Beinahe-Zusammenstößen. Die Zahlen unterscheiden sich stark von denen der Deutschen Flugsicherung (DFS), weil die auch von Freizeit- oder anderen Piloten Störmeldungen aufnimmt – sofern sie dem Lotsen eine Sichtung melden. Im Jahr 2015 wurden ihr bundesweit 14 Drohnen-Sichtungen gemeldet – im Jahr darauf mit 64 aber schon fast fünf Mal soviel. Allein 58 davon waren in der Nähe eines Flughafens. Das Positive: Bis Anfang Februar gab es bei der DFS überhaupt keine derartigen Sichtungen.

Drohnen müssen in Österreich bewilligt werden – Die ÖDB greifen Unternehmern und Privatpersonen bei der Drohnenbewilligung unter die Arme

Kameradrohnen, mit denen aus der Vogelperspektive Fotos und Videos gemacht werden können, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Nach Schätzung von Experten gibt es in Österreich derzeit rund 25.000 Drohnen. Das Problem dabei: Der Großteil davon wäre bewilligungspflichtig, macht aber ohne Genehmigung die Lüfte unsicher. Bewilligung ist vorgeschrieben Rein rechtlich sind Drohnen, mit denen Film- bzw. Fotoaufnahmen gemacht werden können, unbemannte Luftfahrzeuge der Klasse 1. Wenn die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt und dauerhaft Daten speichern kann, ist eine Bewilligung durch die Luftfahrtbehörde Austro Control zwingend vorgeschrieben. „Meiner Ansicht nach sind aber nur maximal 10 bis 15% tatsächlich bewilligt“, sagt Werner Noisternigg. Der Unternehmer aus Koppl hat aus diesem Missstand eine Geschäftsidee entwickelt und gemeinsam mit Alexander Kloiber die Österreichische Drohnenbewilligung (ÖDB) gegründet. „Ich habe ein Technisches Büro, das Drohnenflüge für Vermessungen und zur Beweissicherung durchführt. So bin ich auf das Problem aufmerksam geworden“, berichtet Kloiber. Vielen Käufern von Drohnen, die nicht der Spielzeugklasse angehören, sei nicht bewusst, dass für den Betrieb neben einer Bewilligung auch eine Versicherung sowie ein Mindestalter von 16 Jahren vorgeschrieben sind. „Laut Luftfahrtbehörde werden Verstöße regelmäßig mit Strafen im vierstelligen Euro-Bereich geahndet. Wenn jemand bei einem Unfall verletzt wird, sind die Folgen natürlich noch weitaus gravierender.“ Die ÖDB führe Unternehmer und Privatpersonen rasch und problemlos durch den Bewilligungsprozess. „Wenn nötig, holen wir auch technische Daten bei den Drohnenherstellern ein. Die Genehmigung erfolgt dann erfahrungsgemäß innerhalb von zwei Wochen“, erklärt Noisternigg. Mit durchschnittlich 200 bis 300 Bewilligungen pro Monat habe man diese Nische erfolgreich besetzt. „Wir sind bereits in der Gewinnzone und österreichweit allein auf weiter Flur. Zu unseren Kunden gehören die Universität Wien ebenso wie gewerbliche Fotografen, Architekten sowie Lehrer und Schüler“, sagt Noisternigg.

www.drohnenbewilligung.at

Die amerikanische Luftfahrtbehörde erwartet eine Drohnen-Flut

Experten in den USA erwarten sich in den kommenden Monaten und Jahren eine regelrechte Drohnen-Flut. Man rechnet mit einer exponentiellen Vervielfachung der Hobby-Drohnen, aber auch von den Drohnen, die einen kommerziellen Nutzen haben werden. Überschlagen geht man von einer Verzehnfachung an Drohnen bis ins Jahr 2020 aus. Genauso waren auf der Cebit 2017 in Hannover Drohnen einen wichtiges Thema. Hier wurden erstmals über Zahlen und Fakten gesprochen. Bis Ende des letzten Jahres geht man in den USA von 1,1 Millionen Hobby-Flugdrohnen und 42.000 kommerzielle Flugdrohnen aus. Beide Zahlen sollen sich dieses Jahr etwa verdoppeln, doch danach soll das Wachstum im privaten Bereich einbrechen, während der Zuwachs im kommerziellen Bereich in absoluten Zahlen weiter zunehmen wird.

Dem nördlichen Nachbarn Kanada steht ebenfalls ein deutlicher Zuwachs von Hobby-Drohnen ins Haus. Bislang waren die Einsatzbeschränkungen in dem zweitgrößten Land der Welt so stringent, dass der Betrieb ohne Einzelgenehmigung praktisch nicht möglich war. Doch vergangene Woche hat das kanadische Verkehrsministerium die Regeln start vereinfacht und die Vorschriften an denen in den USA angepasst.

Noch schneller ist das Wachstum im kommerziellen Bereich. Vor 12 Monaten, im April 2016, hatte man nur 5.000 genehmigte Drohnen in den USA. Der Bewilligungsprozess war langwierig und aufwendig, denn dabei musste unter anderem der US-Verkehrsminister jeden Antrag persönlich bearbeiten. Entsprechend lang waren die Wartezeiten. Nach der Öffnung des Marktes und Vereinfachung der Gesetze für kommerzielle Drohnen stieg die Anzahl bis zum Jahresende 2016 rasant auf 42.000 Stück. Dieses Jahr soll sich diese Menge auf 108.000 mehr als verdoppeln, bis 2021 auf 422.000 verzehnfachen. Die untere Bandbreite der Schätzung kommt auf 238.000, was immer noch mehr als das Fünffache von 2016 ist, die obere Bandbreite gar auf 1,616 Millionen kommerzielle Flugdrohnen. Das wäre mehr als das 38fache.

 

Drohne und Flugzeug

Drohnen erobern die Welt

Drohnen sind Alleskönner: Sie führen Inspektionen durch, helfen Rettungskräften und unterstützen die Landwirtschaft. Die kommerzielle Nutzung von Drohnen ist Schwerpunktthema der CeBIT 2017 – ihnen wird eine „goldene Zukunft“ vorausgesagt. Wenn es um einen publikumswirksamen Messeauftritt geht, wird auf der CeBIT gerne mal geklotzt. Intel beispielsweise bringt eine Bohrinsel und Windräder im Maßstab 1:15 auf die diesjährige CeBIT. Der Chiphersteller will zeigen, wie Quadcopter die Wartung unterstützen. Kein Wunder, denn Intel hat sich dieses Jahr gleich zwei deutsche Drohnen – Startups einverleibt. Drohnen finden Sie in der Halle 17 bei den „Unmanned Systems & Solutions“. Schon 2016 surrte es gewaltig auf der Messe – allerdings geht es dieses Jahr nicht um publikumswirksame High-Speed-Drohnen, sondern um deren kommerzielle Nutzung. Der Hersteller Yuneec beispielsweise zeigt den mit einer Thermalkamera bestückten Quadcopter „Typhoon H“, der Feuerwehr, Noteinsatzkräften, Küstenwache und der Polizei bei der Aufklärung helfen soll. Das Geschäft mit Drohnen gilt als Zukunftsmarkt. Laut Unternehmensberatung PwC steigt der Markt für kommerzielle Drohnen in Deutschland bis 2020 auf 115 Millionen Euro. Es gibt einfach unendlich viele Einsatzgebiete für Drohnen und deshalb wird der Markt in den kommenden Jahren beträchtlich steigen. Drohnenexperte, sieht Anwendungsgebiete wie „Inspektionen aller Art, Beobachtung, Dokumentation, Forschung, Natur- und Tieraufnahmen.“Natürlich werden Drohnen auch dort eingesetzt, wo es für Menschen gefährlich wird, also in „besonders kalten, heißen und lebensfeindlichen Umgebungen. Gerne auch unter Wasser und an heiklen Stellen, wo Menschen nicht ohne Weiteres aktiv sein können, im Inneren einer Pipeline zum Beispiel,“ sagt Löwenstein. Auch im Verkehr können Copter dem Experten zufolge helfen, beispielsweise mit „flexibel zu positionierenden Verkehrsdrohnen, die aus großer Höhe Autobahnen sondieren und an drohenden Gefahr- und Staustellen die Verkehrsregelung sinnvoll beeinflussen. Und auf lange Sicht läuft’s auf Drohnen hinaus, die Menschen von A nach B transportieren.“

Drohnen mittels Mobilfunknetz orten ?

Momentan arbeitet die Deutsche Flugsicherung an einer Lösung, Drohnen mit Hilfe des Mobilfunknetzes orten zu können. Helfen könnte dabei die Telekom. Die Anzahl der Drohnen in Europa explodiert. Alleine in Deutschland gibt es Schätzungen zufolge ca. 500.000 Stück. Immer mehr unbemannten Flugobjekte kommen Flugzeugen etc. gefährlich nahe. Deshalb will man diese Flugobjekte nun vermehrt kontrollieren und auch „sehen“ können. Im Moment sind Drohnen noch zu klein und verfügen auch nicht über die Technik, damit Sie von der Flugsicherung gesehen werden können. Mit Hilfe des Einsatzes des Mobilfunknetzes könnte sich das schlagartig ändern. Damit sollen die Drohnen in den Flugverkehr integriert werden.

Drohne übernimmt die Postsendung

Die Post in der Schweiz testet eine Drohne für die postalische Zustellung. Getestet wird der Einsatz in Sitten, dem Hauptort des Kanton Wallis, eine Kleinstadt in den Bergen. Das größte Potential der Drohne sieht man in der Zustellung von Post in abgelegene Bergregionen oder auch in z.B.: im Winter durch Lawinen von der Außenwelt abgeschnittenen Regionen. Durch den Einsatz von Drohnen könnte man viel Zeit und Geld sparen, wenn man Vergleiche mit einem Helikopter anstellt.

Die Mehrheit der Befragten will den Drohnenführerschein

Experten gehen von rund 550.000 Drohnen in Österreich und Deutschland aus. In Österreich gibt es durch die Luftfahrtbehörde bereits strenge Richtlinien und Gesetze, welche die Regeln für den Einsatz von Drohnen bestimmen. In Deutschland reglementiert die neue Drohnenverordnung die Nutzung der Multikopter. Mit der steigenden Zahl von Flugdrohnen sind auch die von Multicoptern verursachten Sach- oder Personenschäden durch Kollisionen oder Abstürze sprunghaft gestiegen. Noch strengere Regeln gibt es zum Beispiel in Schweden: Da existiert ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter.

Schweden hatte bereits im Oktober 2016 ein grundsätzliches Flugverbot gegen Kameradrohnen und Multicopter verhängt. In Deutschland beinhaltet die Verordnung unter anderem die Kennzeichnungspflicht sowie den Führerschein für größere Drohnen. Für den Betrieb und Einsatz auf Modellfluggeländen soll für Drohnen und Multicopter kein Führerschein verlangt werden.

Wer selbst eine Drohne steigen lassen möchte, sollte sich vorab gründlich informieren, ob respektive unter welchen Bedingungen die Nutzung erlaubt ist. In Österreich hilft dabei die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung, welche sämtliche Unterlagen für den Bewilligungsprozess für die Kunden aufbereitet und bei der Bewilligung zur Seite steht.