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Drohne hilft der Feuerwehr

Nur ein dezentes Surren ist zu hören – und da ist sie, über dem reifen Getreidefeld unterhalb des Longinusturms: eine kleine schwarze Drohne. Wie festgetackert „steht“ sie auf einer Stelle in etwa 15 Metern Höhe. Plötzlich kommt Bewegung in sie hinein, und surrend fliegt sie zu ihren „Steuermännern“, die neben dem Feld stehen. Langsam und unaufgeregt setzt das kleine schwarze Fluggerät auf dem Rasen neben ihnen auf.

Was Marcel Hinkerohe und Stephan Gorke dort über das Feld haben fliegen lassen, ist alles andere als ein Spielgerät, denn die Drohne ist nicht nur mit modernstem GPS, sondern auch mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. Kann so zum Beispiel aus luftiger Höhe Tiere oder Menschen auffinden oder Brandnester aufspüren. Und genau für solche und ähnliche Einsätze stehen sie und ihre Besitzer parat.

Beide Männer sind seit vielen Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr Nottuln aktiv. „Die Berufsfeuerwehren haben zunehmend solche Drohnen im Einsatz“, weiß Stephan Gorke. Nur: Eine gute Drohne samt Kamera ist ein nicht unerheblicher Kostenfaktor, für freiwillige Wehren eher nicht finanzierbar. Aber er und Marcel Hinkerohe haben investiert und sind nun nebenberuflich mit der Drohne im Einsatz.

In erster Linie soll sie hilfreich sein. So werden die Beiden zum Beispiel häufiger von Landwirten angefordert. „Wir fliegen über die Felder, die geerntet werden sollen, um dort versteckte Rehkitze aufzuspüren“, erzählt Marcel Hinkerohe. Dadurch werde so manches Kitz vor dem Mähdrescher gerettet, freut er sich. Und dass den Beiden das wirklich am Herzen liegt, beweisen sie, indem sie den Service für die Landwirte kostenlos anbieten. Aber: Meist bekommen sie freiwillig eine kleine Aufwandsentschädigung von den Bauern. Schließlich hat so eine Drohne mit den Akkus Verschleißteile, in die immer wieder investiert werden muss.

Aber Kitze aufzuspüren, ist nur ein Aspekt. Noch wichtiger ist den Beiden, dass sie die Drohne für Feuerwehr- und Polizeieinsätze nutzen können. Sei es, um nach einem Unfall vermisste Personen aufzufinden oder um der Einsatzleitung bei Großbränden eine Übersicht über die Brandstelle zu verschaffen. So können dann Mensch und Material gezielter und effektiver eingesetzt werden.

Auf diese Weise konnten sie schon bei einer Gebäudeexplosion im Kreis Coesfeld die Einsatzleitung der  Feuerwehr unterstützen und gleichzeitig für die Brandermittler der Polizei Aufnahmen zur Auswertung aus der Luft machen. „Normalerweise wird dafür ein Hubschrauber eingesetzt, dessen Kosten erheblich höher wären“, so Hinkerohe.

Dass die beiden Nottulner die Drohne nicht nur beherrschen, sondern sich auch mit den gesetzlichen Bestimmungen auskennen, dafür haben sie bei der Lufthansa Luftrecht gepaukt und eine Prüfung abgelegt. Denn: „Durch den Einsatz bei der Feuerwehr gelten für uns andere rechtliche Aspekte als in der Privatfliegerei“, erklärt Gorke.

Mit wenigen gezielten Handgriffen wird die Drohne in einen schwarzen kleinen Handkoffer verpackt. Bereit für den nächsten Einsatz. Genau wie Marcel Hinkerohe und Stephan Gorke.

DJI-Drohnen: Russischer Hack erlaubt Flüge durch Verbotszonen

Eine russische Firma bietet Modifikationen für DJI-Drohnen an. Die heben Limitierungen des Herstellers auf und erlauben unter anderem das Entern von Sperrgebieten.

Flugdrohnen liegen voll im Trend, stellen in den Händen unvorsichtiger Nutzer aber eine Gefahr dar. Um diese einzuschränken, verpassen namhafte Hersteller wie DJI ihren Drohnen Limitierungen wie etwa Geschwindigkeits- und Höhenbeschränkungen. Zudem verhindern GPS-Sensoren, dass die Drohnen in Flugverbotszonen wie Flughäfen, Militäreinrichtungen oder anschlagsgefährdete Regionen eindringen. Eine durchaus sinnvolle Maßnahme – die das russische Unternehmen Coptersafe nun bewusst aushebelt. Das bietet Modifikationen für DJI-Drohnen an, mit denen sich die Begrenzungen des Herstellers aufheben lassen.

Zum Preis von 350 US-Dollar pro Hack beseitigen Sie so etwa die Flughöhenbegrenzung von 500 Fuß – und werden damit zu einem potenziellen Hindernis für Passagierflugzeuge! Einem Medienbericht zufolge lässt sich über die Modifikation auch das GPS der Drohne gezielt austricksen. Das Resultat: Das Fluggerät erkennt Flugverbotszonen nicht mehr als solche und braust ungehindert drauf los. Die Mods sind sowohl als Hardware-Variante auf einer Platine als auch in einer Software-Version zum Download verfügbar. Von deren Einsatz sehen Sie allerdings besser ab. Das Umgehen der Sicherheitseinstellungen stellt ein hohes Risiko dar. Im schlimmsten Fall machen Sie sich bei der Drohnennutzung strafbar.

Drohnen trotz Verbots bei Nova Rock unterwegs – hohe Geldstrafe droht

Zwei Drohnenpiloten ließen ihre Drohnen auf dem Nova-Rock-Gelände aufsteigen und kamen dabei laut Polizei mit dem Luftfahrtgesetz in Konflikt.

Zwei Drohnenpiloten könnte der Einsatz ihrer Fluggeräte beim Nova Rock in Nickelsdorf im Nachhinein teuer kommen. Trotz eines Verbots ließen die beiden ihre Drohnen am Kerngelände aufsteigen und kamen dabei laut Polizei mit dem Luftfahrtgesetz in Konflikt. Die Folge: Solche Verstöße können mit bis zu 22.000 Euro Geldstrafe geahndet werden.

Die Drohnen seien bei der Blue Stage über die Menschenmenge geflogen. „Das illegale, nicht bewilligte Fliegen über so eine große Menschenansammlung stellt eine große Gefährdung dar. Darum hat die Polizei auch dahin gehend großes Augenmerk gelegt“, sagte Helmut Greiner, Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland, am Sonntag zur APA. Die Betreiber wurden ausgeforscht. „Sie werden bei der Bezirksverwaltungsbehörde nach dem Luftfahrtgesetz angezeigt“, erläuterte Greiner.

Drohnen: Das müssen Sie wissen!

Ob zur Überwachung, zur Forschung oder als Spielzeug für Technikfreaks: die Zahl der Drohnen nimmt in Österreich ständig zu. Welche Rechte und Pflichten mit dem Kauf einer Drohne verbunden sind, wissen viele Österreicher jedoch nicht.

aut einer aktuellen Erhebung des Kuratoriums für Verehrssicherheit (KFV) würde jeder dritte Österreicher gerne eine Drohne nutzen. Der häufigste Anschaffungsgrund für eine Drohne sei wohl der Spaßfaktor, vermutet Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender von UNIQA Österreich und Vizepräsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. Viele kommen aus dem Wohnzimmer nicht heraus. Im öffentlichen Raum tummeln sich nach Schätzungen diverser Versicherungsunternehmen zwischen 50.000 und 100.000 Drohnen. Die Einsatzgebiete sind durchaus vielfältig und umfassen unterschiedliche Anwendergruppen von Ziviltechnikern, Kartografen oder Landvermessern über Berufsfotografen, Filmemachern bis hin zu Privatpersonen. Zwar habe es bisher in Österreich nur wenige Schadensfälle wie Glasbruch oder leichte Schnittverletzungen gegeben, doch rät Löger jedenfalls zu einer Risikoabsicherung über eine Versicherung, die für eine private Drohne ab 250 g bei etwa 100 bis 180 Euro pro Jahr liegt.

Gemäß einer aktuellen Erhebung des KFV wissen nur 58 Prozent der österreichischen Drohnen-Fans zumindest ungefähr über die rechtlichen Vorschriften bezüglich der Nutzung von Drohnen Bescheid. Vier von zehn Personen geben offen zu, nichts über die rechtlichen Aspekte der Drohnennutzung zu wissen. »Jeder zehnte Drohnen-Besitzer weiß nicht, ob seine eigene Drohne genehmigungspflichtig ist,« betont Othmar Thann, Direktor des KFV.

Vorreiterrolle Österreichs

In Österreich gilt seit 2014 das novellierte Luftfahrtgesetz, das erstmalig den Einsatz von Drohnen ermöglicht. Austro Control hat dazu Durchführungsbestimmungen erlassen, die bei der Bewilligung vor allem das Gefährdungspotential minimieren sollen. Unterschieden werden Einsatzgebiete (unbebaut, unbesiedelt, besiedelt und dicht besiedelt) und Gewichtsklassen (bis 5 kg, 5 bis 25 kg und 25 bis einschließlich 150 kg). Daraus ergeben sich unterschiedliche Kategorien und in weiterer Folge die Strenge der Auflagen. »Dabei gilt: Die Höhe des Risikos definiert die Auflagen,« erklärt Heinz Sommerbauer, CEO von Austro Control. Dieser risikobasierte Ansatz werde zudem jetzt von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) für Europa übernommen, verweist Sommerbauer auf Österreichs Vorreiterrolle. Seit Inkrafttreten des novellierten Luftfahrtgesetzes gab es insgesamt rund 3.000 Anträge, davon wurden rund 2.400 bewilligt. 2016 gab es 1.195 Bewilligungen (2015: 410).

Rechtliche Vorschriften für Drohnen

Bis 250 g gelten Drohnen als Spielzeug und dürfen in eine Höhe von maximal 30 m aufsteigen. Bei manchen privaten Haftpflichtversicherungen sind auch Flugmodelle bis 5 kg, manchmal bis 25 kg mitversichert. Dies gilt nur für Flugmodelle (auch Drohnen) ohne Kameras. Ist eine Kamera montiert, handelt es sich ab 250 g nicht mehr um ein Flugmodell. Ab 250 g ist eine Bewilligung von Austro Control sowie eine Haftpflichtversicherung für die Drohne erforderlich. Derlei Drohnen unterliegen dem Luftfahrtgesetz, die maximal erlaubte Flughöhe beträgt 150 m bei ständigem Sichtkontakt (Klasse 1).  Ob eine Drohne anmeldungspflichtig ist, muss der Besitzer selbst feststellen (Gewicht auf dem Datenblatt).

Für die Anmeldung werden benötigt: Versicherungsbestätigung, Alter über 16 Jahre (Lichtbildausweis), Foto der Drohne, technsche Spezifikationen (Datenblatt). Orte in Flughafennähe, Militäreinrichtungen und dicht bebaute Gebiete zählen für Drohnen zu den absoluten Sperrzonen. Privatgründe dürfen nur mit Genehmigung des Eigentümers beflogen werden. Ohne Bewilligung mit einer Drohne in Österreich zu fliegen, stellt eine Verwaltungsübertretung dar, die mit bis zu 22.000 Euro geahndet wird. Nur der Vollständigkeit halber: Bei Klasse-2-Drohnen ist ein Steuern auch ohne Sichtverbindung möglich, dafür gelten andere, wesentlich strengere Auflagen.

Wie Drohnen versichert werden sollten

Eine zunehmende Zahl an Drohnen schwirrt in der Luft. Doch beim Einsatz der Fluggeräte gibt es enorme Risiken, viele Vorschriften und auch eine Versicherungspflicht. Die wichtigsten Punkte für eine sichere Nutzung.

Leise surrend fliegt der Quadrocopter, eine Drohne mit vier Rotorblättern, über eine Wiese mit hohem Gras. Der Drohnenführer steht am Rand des Feldes und beobachtet die Bilder des Fluggeräts auf einem kleinen Monitor. Sorgfältig wird das gesamte Feld abgeflogen bis endlich das gefunden wird, wonach gesucht werden soll. Sorgfältig versteckt im Gras liegt ein acht Stunden altes Rehkitz: Eingerollt und ruhig atmend. In ein paar Stunden will der Landwirt die Wiese mähen und hätte das kaum 20 cm große Kitz schlichtweg übersehen und getötet. Eine Wärmebildkamera an dem ferngesteuerten Flugobjekte hat das verhindert.

Die gewerblichen Einsatzmöglichkeiten für Drohnen nehmen ständig zu, aber Privatleute nutzen solche Fluggeräte öfter. Doch die wenigsten Verbraucher kennen die Gefahren, die bei unsachgemäßer Handhabung von Multikoptern drohen. Jede Drohne, die in Österreich durch die Lüfte fliegt – egal ob zur gewerblichen oder privaten Nutzung – muss versichert sein. Denn ein Schaden kann schnell in die Tausende gehen.

Es gibt aktuell noch keine Meldepflicht zur Drohnennutzung und deswegen keine verlässlichen Zahlen. Die österreichische Flugsicherung schätzte im November 2016 etwa 40.000 Drohnen im privaten Gebrauch in Österreich, diese Zahl soll bis 2020 auf knapp 100.000 steigen.

Stetig werden neue Anwendungsgebiete im gewerblichen Bereich erschlossen: So werden Drohnen im Baugewerbe zur Vermessung und bei technischen Kontrollen eingesetzt; Forst- und Landwirte nutzen die unbemannten Flugobjekte zur Schädlingsbekämpfung. Drohnen können effektiv zur Erkundung und Forschung eingesetzt werden, da sie mit wenig Aufwand Luftaufnahmen liefern können. Je nachdem von wie vielen Rotorblättern die Drohne angetrieben wird, handelt es sich um einen Quadrocopter, Hexacopter oder Octocopter.

Drohnen: Das muss man in Österreich wissen

Ob als Spielzeug für Technikfreaks oder innovatives Forschungsinstrument – die Zahl der Drohnen nimmt in Österreich ständig zu. Welche Rechte und Pflichten mit dem Kauf einer Drohne verbunden sind, wissen viele Österreicher jedoch nicht. Hier leisten der österreichische Versicherungsverband VVO, das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und Austro Control Aufklärung und erklären, was erlaubt ist und was nicht.

Längst haben sich die kleinen, unbemannten Flugobjekte in Elektromärkten ihren eigenen Ausstellungsbereich erkämpft. Und das wohl zurecht: Laut einer aktuellen KFV-Erhebung würde jeder dritte Österreicher gerne eine Drohne nutzen. „Der wohl häufigste Grund, um sich eine Drohne zu kaufen, ist der Spaßfaktor. Doch auch wenn die  Steuerung einer Drohne viel Freude macht, sollte die Sicherheit nicht zu kurz kommen“, so Hartwig Löger, Vorstandsvorsitzender von UNIQA Österreich und Vizepräsident des österreichischen Versicherungsverbandes VVO. Zwar hat es laut Löger bisher weder in Österreich, noch in anderen Ländern, viele Schadensfälle gegeben, doch rät der Versicherungsexperte jedenfalls zu einer Risikoabsicherung über eine Versicherung.

Wissensdefizite rund um rechtliche Vorschriften
Eine aktuelle Erhebung des KFV zeigt, dass österreichische Drohnen-Fans häufig nur unzureichend über die hierzulande geltenden Bestimmungen Bescheid wissen. 58 Prozent der Befragten geben an, zumindest ungefähr über die rechtlichen Vorschriften bezüglich der Nutzung von Drohnen informiert zu sein. Zugleich geben aber vier von zehn Personen ganz offen zu, gar nichts über die rechtlichen Aspekte der Drohnennutzung zu wissen. „Die Ergebnisse unserer Erhebung zeigen deutlich, dass hinsichtlich der Frage, was rund um die Nutzung von Drohnen erlaubt ist, noch großer Aufklärungs- und Informationsbedarf besteht“, betont Othmar Thann, Direktor des KFV. „Jeder zehnte Drohnen-Besitzer weiß nicht, ob seine eigene Drohne genehmigungspflichtig ist.“ Eigenen Angaben zufolge lernen die österreichischen Drohnen-Fans die Handhabung vor allem vom sozialen Umfeld und aus dem Internet.

Österreichisches Regulativ als Vorbild für Europa
Die Nutzung von Drohnen wirft viele Fragen auf. Wo darf ich meine Drohne fliegen lassen? Wann wird eine Genehmigung benötigt? In Österreich gilt seit 2014 das novellierte Luftfahrtgesetz, das erstmalig den Einsatz von Drohnen ermöglicht. Es werden allerdings genaue Kriterien und Standards definiert, die sicherstellen sollen, dass diese Luftfahrzeuge sicher unterwegs sind und niemanden gefährden. Austro Control hat dazu Durchführungsbestimmungen erlassen, die bei der Bewilligung in erster Linie auf das Gefährdungspotential abstellen. Unterschieden werden Einsatzgebiete (unbebaut, unbesiedelt, besiedelt und dicht besiedelt) und Gewichtsklassen (bis 5 kg, 5 bis 25 kg und 25 bis einschließlich 150 kg). Daraus ergeben sich unterschiedliche Kategorien und in weiterer Folge die Strenge der Auflagen. „Mit diesem Regulativ hat Österreich in Europa eine Vorreiterrolle übernommen“, erklärt Heinz Sommerbauer, CEO von Austro Control. „Dabei gilt: Die Höhe des Risikos definiert die Auflagen. Das ist ein Ansatz, den wir entwickelt haben und der jetzt von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), die an einem gesamteuropäischen Regelwerk arbeitet, übernommen wird.“

Seit Inkrafttreten des novellierten Luftfahrtgesetzes gab es insgesamt rund 3.000 Anträge, davon wurden rund 2.400 bewilligt.  2016 gab es 1.195 Bewilligungen (2015: 410; 2014: 150).

Rechtlichen Vorschriften und Tipps zum Einsatz von Drohnen in Österreich

  • Bis 250 Gramm gelten Drohnen als Spielzeug und dürfen auf eine Maximalhöhe von 30 Metern aufsteigen.
  • Ab 250 Gramm ist eine Bewilligung von Austro Control sowie eine Haftpflichtversicherung für die Drohne erforderlich. Derlei Drohnen unterliegen dem Luftfahrtgesetz, die maximal erlaubte Flughöhe beträgt 150 Meter bei ständigem Sichtkontakt.
  • Bei manchen privaten Haftpflichtversicherungen sind auch Flugmodelle bis 5 kg, manchmal bis 25 kg mitversichert. Dies gilt nur für Flugmodelle (auch Drohnen) ohne Kameras. Ist eine Kamera montiert, handelt es sich nicht mehr um ein Flugmodell.
  • Ob eine Drohne anmeldungspflichtig ist, muss der Besitzer selbst feststellen (Gewicht auf dem Datenblatt). Es gibt gegenwärtig keine Hinweise zur Anmeldungspflicht auf entsprechenden Drohnen im Handel.
  • Für die Anmeldung benötigt man eine Versicherungsbestätigung, einen Lichtbildausweis, der bestätigt, dass man über 16 Jahre alt ist, ein Foto von der anzumeldenden Drohne sowie einige aus dem Datenblatt ersichtliche Spezifikationen.
  • Orte in Flughafennähe, Militäreinrichtungen und dicht bebaute Gebiete zählen für Drohnen zu den absoluten Sperrzonen. Auch bei Privatgründen gelten außerdem Einschränkungen: Diese dürfen nur mit Genehmigung des Eigentümers beflogen werden.
  • Ohne Bewilligung mit einer Drohne in Österreich zu fliegen, stellt eine Verwaltungsübertretung dar. Das Strafausmaß beträgt bis zu 22.000 Euro. Die Versicherungssumme für eine typische, private Drohne ab 250 Gramm liegt bei etwa 100 bis 150 Euro pro Jahr.
  • Beim Steuern einer Drohne muss immer (!) Sichtkontakt mit der Drohne vorhanden sein. Das Steuern per VR-Brille ist in Österreich verboten.

Drohnen: Hype, der zur Gefahr wird

2400 genehmigte Drohnen sind in Österreich unterwegs, verkauft wurden Zigtausende. Aber was, wenn einem eine Drohne auf den Kopf stürzt? Darüber wissen Drohnenflieger zu wenig.

Man hört sie dutzendfach surren, wo Kinder früher ihre Drachen haben steigen lassen, am Wilhelminenberg zum Beispiel. Manche lassen sich nun von Drohnen beim Sport begleiten, um Bilder von sich im Internet zeigen zu können. Und neben den Privaten, die das zum Spaß machen, melden immer mehr gewerbliche Nutzer, Filmemacher oder Landwirte, Drohnen an. Die Zahl wächst jedenfalls rasend, aber mitunter werden die Flugobjekte zur Plage.

Jüngst etwa in Großbritannien, wo ein Gefängnis ein Drohnenabwehrsystem entwickelt hat, weil Häftlinge Lieferungen per Drohnen aus der Luft erhalten haben.

Dunkelziffer unbekannt

So weit ist es in Österreich noch nicht. Jedenfalls wurden seit 2014, seit Drohnen mit mehr als 250 Gramm bewilligungspflichtig sind, 2400 Genehmigungen ausgestellt. 600 Anträge wurden aus formalen Gründen abgelehnt, heißt es von der Austro Control. Aber das ist nur ein Bruchteil der Drohnen in Österreich: Allein 2016 seien 40.000 Drohnen verkauft worden, sagt Hartwig Löger, Vizepräsident des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO).

Der überwiegende Anteil davon fällt wohl in die Kategorie Spielzeugdrohne, ist also leichter als 250 Gramm und darf maximal 30 Meter hoch fliegen. Wie viele genehmigungspflichtige Drohnen illegal genutzt werden, ist unklar. Der Versicherungsverband, das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) und die Austro Control warnen jedenfalls: Wer sich die 300Euro und die Formalitäten einer Genehmigung sparen will, den kann das teuer zu stehen kommen. Ohne Bewilligung zu fliegen ist eine Verwaltungsübertretung und kann mit bis zu 22.000 Euro geahndet werden.

Auch bei einem Unfall mit einer Drohne entstehen schnell Schäden, die Existenzen bedrohen, warnen Versicherer. Sie mahnen Private, Drohnen mit mehr als 250 Gramm müssten eigens haftpflichtversichert werden.

Bisher sind in Österreich noch keine großen Unfälle durch Drohnen bekannt. Aber trotz des Hypes wissen viele Drohnenflieger wenig über die Rechtslage, wie eine Umfrage des KFV zeigt: Jeder zehnte Drohnenbesitzer weiß nicht, ob seine Drohne genehmigungspflichtig ist. 42 Prozent gaben an, überhaupt nicht über Vorschriften informiert zu sein, der Rest meinte, ungefähr Bescheid zu wissen.

Die strengen Regelungen gelten in Österreich seit Anfang 2014. Unterschieden werden Einsatzgebiete (unbebaut, unbesiedelt usw.) und Gewichtsklasse; daraus ergeben sich verschiedene Auflagen. Orte in Flughafennähe, Militäreinrichtungen und dicht bebaute Gebiete sind für Drohnen absolute Sperrzonen. Privatgründe dürfen nur mit Genehmigung des Eigentümers beflogen werden. Auch Fremde darf man nur mit Einverständnis filmen. Und wer Veranstaltungen filmen will, der muss das einzeln genehmigen lassen – da gelten äußerst strenge Auflagen.

EU plant Nummerntafeln

In Zukunft dürften die Regeln für Drohnen europaweit vereinheitlicht werden: Die EU-Kommission will den Luftraum für Drohnenverkehr unter 150 Metern ab 2019 weitestgehend öffnen und regulieren. Dafür sollen einheitliche Regelungen geschaffen werden, die jenen ähneln, die in Österreich gelten. Die Grundverordnung der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) soll noch 2017 beschlossen werden. Neu wäre etwa, dass Drohnen ab 250 Gramm eine „digitale Nummerntafel“ haben müssen.

Die EU will sich damit auf den neuen Alltag durch Drohnen einstellen. Denn da reichen die Entwicklungen weit. Onlinehändler planen etwa, dass in ein paar Jahren Pakete schon kurz nach der Bestellung per Drohne ans Fenster geliefert werden. Getestet werden auch Ambulanzdrohnen, die in Notfällen einen Defibrillator bringen sollen, inklusive Funkverbindung zu einem Arzt, der instruiert.

Mit der Zahl der Drohnen-Nutzer nimmt auch die Häufigkeit von Unfällen zu. Das israelische Unternehmen ParaZero fordert deshalb eine Fallschirmpflicht für die Fluggeräte – und bietet, wie passend, schon eine Lösung dazu an.

Vom privaten Freizeitspaß über kommerzielle Paketzustellung und fliegende Retter bis hin zur Personenbeförderung: Flugdrohnen liegen im Trend. Allein in den USA wird die Zahl in diesem Jahr auf 600.000 steigen, schätzt die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA.

Das bringt zunehmend Gefahren, vor allem durch private Nutzer. Behinderung des Flugverkehrs, unerlaubtes Eindringen in privaten Luftraum, schwere Verletzungen durch Drohnen, die vom Himmel fallen– die Liste der Zwischenfälle ist lang. Das schadet dem Image der unbemannten Fluggeräte und erschwert viele Einsatzmöglichkeiten. Drohnenverkehr über größeren Menschenansammlungen sind vielerorts nach wie vor ein Tabu.

Das israelische Startup ParaZero will eine Lösung für dieses Problem gefunden haben: Eine Fallschirmpflicht für Flugdrohnen könnte die meisten Sicherheitsbedenken ausräumen, argumentiert das Unternehmen. Die Idee an sich ist zwar nicht neu, aber mit der hauseigenen Fallschirmtechnologie will ParaZero jedoch ein neues Maß an Sicherheit gewährleisten.

Mit der Zahl der Drohnen-Nutzer nimmt auch die Häufigkeit von Unfällen zu. Das israelische Unternehmen ParaZero fordert deshalb eine Fallschirmpflicht für die Fluggeräte – und bietet, wie passend, schon eine Lösung dazu an.

Auf der Drohnenmesse in Dallas stellt das Unternehmen seine Lösung vor. Dabei setzt der Hersteller auf das Prinzip eines Airbags und nutzt einen pyrotechnischen Mikrogasgenerator, um den Fallschirm im Notfall innerhalb von Sekundenbruchteilen zu entfalten. Verknotungen sollen durch in den Rand eingenähte Gewichte verhindert werden. So soll sichergestellt werden, dass sich der Fallschirm gleichmäßig entfaltet. Durch eine schnelle Öffnungszeit funktioniert der Schirm auch in sehr niedrige Höhen.

Für das Öffnen des Fallschirms kann es eine ganze Reihe von Auslösern geben: ein plötzlicher Höhenverlust oder Motorausfall, ein leerer Akku, ein gehacktes System oder eine Störung des Funksignals. Auch das unerlaubte Überschreiten von Grenzen könnte mithilfe eines Funksignals den Schirm öffnen und Drohnenpiloten so davon abhalten, in gesperrte Bereiche wie etwa Flughäfen vorzudringen.

Ein von ParaZero entwickelter Notfallcomputer namens SmartAir überwacht dabei mit Algorithmen die Parameter des Drohnensystems, um im Ernstfall den Einsatz des Fallschirms zu garantieren. Hat sich der Schirm geöffnet, schwebt die Drohne – begleitet von Licht- und Tonsignalen – langsam zu Boden. Der Fallschirm lässt sich laut Hersteller wiederverwenden. Er wird in einem kleinen Behälter auf die Drohne geschnallt. Das gesamte System wiegt in der kleinsten Ausführung 250 Gramm.

ParaZero hofft auf eine Fallschirm-Pflicht für Flugdrohnen. Der Hersteller bietet seine Lösung für eine Reihe verschiedener Modelle und Größen an und berücksichtigt bemannte Drohnen mit einem Gewicht von bis zu 350 Kilogramm. Ziel sei es, Menschen ebenso zu schützen wie das Fluggerät selbst.

Drohnen-Anbieter Parrot geht mit Rundum-Paket auf Firmenkunden zu

Die französische Firma stellte am Montag Rundum-Pakete aus Drohnen und dazugehöriger Software vor, die vor allem für Landwirtschaft und das Baugewerbe gedacht sind. Dazu gehört unter anderem eine Wärmebild-Lösung, mit der zum Beispiel Dachdecker, Inspektoren oder auch Feuerwehrleute schnell Gebäude erfassen sollen. Mit einem weiteren Werkzeug, können mit Hilfe der Drohnen-Aufnahmen 3D-Modelle von Gebäuden und Umgebungen erstellt werden. Bauern sollen aus der Luft ihre Felder überwachen können. Als Hardware-Basis dienen die Verbraucher-Modelle der Parrot-Drohnen.

Rekordverdächtig: DJI zeigt neue Kamera-Drohne

Nachdem DJI im Juli 2016 sein erstes Drohnen-Bundle mit einer Hasselblad-Kamera vorstellte, geht der chinesische Hersteller bei der Zusammenarbeit mit dem schwedischen Kamera-Produzenten nun einen Schritt weiter: Die Rede ist von der weltweit ersten Kamera-Drohne mit sage und schreibe 100 Megapixeln, die das Unternehmen nun auf seiner Internetseite präsentierte.

Drohne mit sechs Rotoren

Um die 100-Megapixel-Marke zu erreichen, setzt DJI auf die im April 2016 vorgestellte H6D-100c-Linse, die neben Fotos auch 4K-Videos aufnimmt. Außerdem bekommt der Anwender mit der DJI M600 Pro eine Drohne, die dank der Lightbridge-2-Technik in der Lage ist, Material über eine Entfernung von bis zu 5 Kilometern zu streamen. Des Weiteren hebt die Drohne mit ihren sechs Rotoren bis zu 6 Kilogramm Gewicht, sodass die rund 2,1 Kilogramm schwere H6D-100c kein Problem darstellt. Als Stabilisator dient die DJI-eigene kardanische Aufhängung vom Typ Ronin MX.

Verkaufsstart im dritten Quartal

Die Kombination aus M600-Pro-Drohne und der Hasselblad H6D-100c kommt laut DJI im dritten Quartal 2017 auf den Markt. Einen Preis will das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt nennen. Günstig wird es für die Nutzer auf keinen Fall – schließlich kostet allein die Kamera rund 35.000 Euro.