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DJI Goggles: Brille ermöglicht Pilotenblick in Drohnen

DJI hat eine neue Brille für Drohnenpiloten angekündigt. Die DJI Goggles sind ein First-Person-View-System, das den Piloten während der Fahrt durch die Kamera seines Fluggeräts blicken lässt.

Die DJI Goggles beinhalten ein Display für jedes Auge. Wer eine Mavic Pro oder Phantom 4 mit den Goggles steuert, kann auch Flugfunktionen mit einem Touchpad auf der Seite der Brille ansteuern. Ansonsten muss die Drohnenfernbedienung genutzt werden.

Die DJI Goggles verwenden einen Strahlteiler, um ein Bild vor jedem Auge anzuzeigen. Pro Auge sollen 1.920 x 1.080 Pixel zur Verfügung stehen. Das Bild soll so wirken wie das eines 5,5 Meter großen Bildschirms in drei Metern Entfernung.

Durch das Ocusync-Funkübertragungssystem von DJI sollen maximal zwei DJI-Goggles mit einer Mavic-Pro-Drohne verbunden werden. Bei der Mavic Pro bietet DJI Goggles laut Hersteller sowohl 720p bei 60 fps als auch 1080p bei 30 fps mit einer Latenz von 110 Millisekunden.

Ein Touchpad, das in der Brille integriert ist, erleichtert den Zugriff auf das interne Menüsystem und soll Flugfunktionen wie Activetrack, Tapfly, Terrain Follow, Cinematic Mode und Tripod Mode aufrufen. Die DJI Goggles bieten Head Tracking, so dass die Drohnen Mavic Pro oder Phantom 4 mit Kopfbewegungen gesteuert werden können. Sowohl eine Giermöglichkeit des Fluggeräts als auch eine Kameraneigemöglichkeit sind vorhanden.

Alternativ kann die kardanische Aufhängung der Kamera über Kopfbewegungen gesteuert werden. Die Flugsteuerung wird dann mit der normalen Fernbedienung übernommen. Kombiniert mit dem Fixed-Wing-Modus kann die Mavic Pro wie ein Flugzeug geflogen werden. Der Pilot kann mit Hilfe von Kopfbewegungen praktisch aus dem Cockpit gucken.

DJI Goggles können mit der Mavic Pro über das Ocusync-Übertragungssystem schnurlos kommunizieren, während die Brille mit dem USB-Port der Fernsteuerung verbunden werden muss, wenn damit eine Drohne der Phantom-4-Familie und die Inspire 2 geflogen werden sollen. An den DJI Goggles kann über HDMI auch ein Videogerät angeschlossen werden, um Filme anzusehen.

Der Akku soll sechs Stunden Betrieb ermöglichen. Eine DJI Goggle soll rund 500 Euro kosten. Die Brille kommt am 20. Mai 2017 in den Handel.

Drohnen als Drohnen – Taxis für Menschen?

Kein Platz mehr auf der Erde, also geht es in die Luft. Erste Modelle stehen für Tests mit fliegenden Taxis bereit. Experten halten diese Entwicklung durchaus für möglich.

Wenn die U-Bahnen mal wieder zu voll und die Straßen voller Stau sind, dann wünscht man sich ein Taxi, das sich selbstständig in die Luft erhebt und einen zum gewünschten Ziel fliegt. Klingt futuristisch? Ginge es nach einem deutschen Start-up, könnte ein solches „Taxi der Lüfte“ schon ab 2018 durch deutsche Städte schwirren, um Personen von A nach B zu transportieren. Der Volocopter ist weiß, hat verglaste Türen, Ledersitze und fliegt mit 18 Rotoren – wie eine überdimensionale Drohne. Sobald das Lufttaxi der Bruchsaler Firma e-volo seine Zulassung erhält, wollen die Entwickler in Serienproduktion gehen.

Zwei Personen können in dem rein elektrisch betriebenen Multicopter Platz nehmen, neun Akkus versorgen ihn mit Strom. Und selbstständig fliegen kann die Maschine auch. Dass sie sowohl senkrecht starten und landen als auch in der Luft schweben kann, sind gute Voraussetzungen dafür, dass das „Taxi der Lüfte“ tatsächlich in engem Raum, also etwa in Städten eingesetzt werden könnte. Ein erster Test soll bald in Singapur stattfinden. Der Verkehrsminister der Stadt, Pang Kin Keong, erwägt den Volocopter einzusetzen, um den zunehmenden Verkehr Singapurs in den Griff zu bekommen. Bis 2030 werden sich Transportwege in Singapur stark verändern, meint der Politiker.

Fliegende Taxis in Dubai

Auch in Dubai könnten schon in diesem Sommer Drohnen-Taxis fliegen. Erste Tests laufen bereits. Das Emirat entschied sich allerdings für ein Produkt der chinesischen Firma Ehang. Die acht Rotoren der Drohne sind in gegenläufigen Paaren angeordnet. Genau wie der Volocopter startet und landet die Ehang184 senkrecht. Transportieren kann das von der Firma als „Autonomous Aeral Vehicle“ bezeichnete Fluggerät eine Person und einen Koffer. Zusammengeklappt soll es in jede normal große Parklücke passen. Mit einem einzigen Klick auf die Landkarte bringt es seinen Passagier selbstständig an das Wunschziel.

Immer mehr Firmen befassen sich mit fliegenden Fortbewegungsmitteln. Der amerikanische Fahrdienst Uber hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, mit seinem Projekt Elevate bis 2021 fliegende Taxis in die US-Städte zu bringen. Dutzende Start-ups arbeiten an Drohnen, die Menschen tragen können. Der Flugzeughersteller Airbus präsentierte im März ein fliegendes Auto – je nach Modul können Räder oder acht Rotoren montiert werden.

Die Zukunft der Fortbewegung in Städten liegt in der Luft. Das hält auch Armin Grunwald für möglich, der das Institut für Technikfolgenabschätzung am Karlsruher Institut für Technologie leitet. „Verkehr ist ein Problem, das immer bleiben wird. Auf der Erde sind wir kaum noch beweglich“, sagt er. Deswegen sei das Ausweichen in die Luft die logische Konsequenz.

Die Drohnen haben Elektroantriebe

Deshalb investierte die Europäische Union schon vor sechs Jahren 3,5 Millionen Euro in Forschungsprojekte, die Technologien für den Personenverkehr in der Luft entwickeln. Bis 2014 entwickelten Wissenschaftler im Projekt „Mycopter“ Steuerungssysteme, Bedieninterfaces und Navigationssysteme, die Menschen in der Luft von einem Ort an den anderen bringen sollen. Gleichzeitig fragten sie potenzielle Nutzer in verschiedenen europäischen Ländern, was sie von einer solchen Technologie erwarten würden. Dabei stellte sich heraus, dass die meisten einem fliegenden, autonom gesteuerten Verkehrsmittel nicht abgeneigt wären. Bedenken äußerten sie bezüglich technischer Fragen wie Lärmbelästigung oder Energieversorgung.

Tatsächlich kann Ehang184, der wie der Volocopter rein batteriebetrieben ist, maximal 30 Minuten in der Luft bleiben. Lange Flüge sind noch nicht möglich, aber an besseren Akkus wird gearbeitet. Der Sorge um die Lärmbelastung lässt sich mit modernen, geräuscharmen Elektroantrieben entgegenwirken. Doch die Skepsis potenzieller Nutzer gegenüber den autonomen Fortbewegungsmitteln scheint zu wachsen. Rund zwei Drittel der kürzlich von der Bertelsmann-Stiftung zum autonomen Fahren Befragten wollen sich nicht in ein solches Fahrzeug setzen. Als Hauptgrund nennen sie mögliche Unfälle. Von der Technik begeistert ist der Umfrage nach nur jeder Vierte.

Im Flugzeug fliegt zu 95 Prozent der Autopilot

Laut Grunwald ist es realistischer, autonome Verkehrsmittel zuerst in der Luft einzusetzen. „Obwohl es sehr futuristisch klingt, ist es technisch einfacher“, sagt er. Denn in der Luft müssten Geräte nicht plötzlich Kindern ausweichen, die auf die Straße laufen. Also sinkt die potenzielle Unfallgefahr. Dass keiner die fliegenden Drohnen nutzen wolle, glaubt Grunwald nicht. „Wir setzen uns ja auch ins Flugzeug. Und da fliegt 95 Prozent der Zeit der Autopilot“, sagt er. Einige Firmen entwickeln auch Modelle, die ein Passagier unter Umständen auch selbst steuern könnte, darunter auch der Volocopter. Voraussetzung dafür wäre aber ein entsprechender Führerschein.

Aktuell sei das größte Problem bei autonomen Fahrzeugen die Software, sagt Grunwald. Da es sich dabei um selbstlernende Systeme handelt, müsse überwacht werden, was genau das Gerät am Ende des Tages gelernt habe. „Lernen ist nicht automatisch etwas Positives“, sagt der Physiker. Eine Prüfsoftware, die automatisch anspringt, bevor jemand einsteigt, sei vorstellbar. Das Programm würde dann sicherstellen, dass das autonome Fahrzeug keine falschen Regeln gelernt hat, die nicht der Straßenverkehrsordnung entsprächen. Auch Taxi-Drohnen bräuchten solch ein Sicherheitssystem. Neben technischen Problemen muss die rechtliche Situation geklärt werden.

„Es ist eine Evolution“

Für den autonomen Verkehr in der Luft ist die Situation noch vollkommen ungeklärt. Es fehlen die rechtlichen Grundlagen. „Die unmittelbar bevorstehende Herausforderung ist und bleibt, überhaupt die Grundlagen für eine sichere und faire Integration von Drohnen in den bestehenden Luftverkehr zu legen“, sagt Stefan Jaekel von der Deutschen Flugsicherung. „Im Moment gibt es noch nicht einmal eine Registrierung von Drohnen in Deutschland“, sagt Jaekel. Deshalb seien noch viele Hürden zu nehmen, bis Passagier-Drohnen-Szenarien in Europa vorstellbar sind. Vor allem müsse die Ortung von Drohnen ermöglicht werden. Die DFS geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 rund eine Million Drohnen im deutschen Luftraum unterwegs sein werden. Die Bundesregierung arbeitet aktuell an einer Drohnenverordnung, die zumindest eine Kennzeichnungspflicht vorsieht. Wann sie in Kraft tritt, ist unklar – und auch inwieweit bemannte Drohnen in dem Gesetz überhaupt berücksichtigt werden.

Viele Vorteile hätte ein urbanes Mobilitätskonzept, das auf autonome Fluggeräte in der Luft setzt, durchaus: weniger Staus, weniger Abgase, mehr Freizeit. „Man darf auch nicht vergessen, dass 95 Prozent der Unfälle von Menschen verursacht werden“, sagt Grunwald. Er ist überzeugt: „Wenn die autonome Fortbewegung in der Luft oder an Land funktioniert, sind die Vorteile so groß, dass sich Akzeptanz einstellt.“ Man müsse nur aufhören, von Revolution zu sprechen. Bis sich das Stadtbild verändere, vergingen bestimmt noch 30 Jahre. „Es ist eine Evolution“, sagt Grunwald. „Und der Mensch ist sehr anpassungsfähig.“

Koppler gründen Drohnen-Lizenz-Unternehmen

Der Verkauf von Drohnen boomt nach wie vor. Den Boom der fliegenden Kameras machen sich zwei Koppler Jungunternehmer zunutze. Sie führen für Drohnen-Piloten die vorgeschriebene Anmeldung bei der Luftfahrtbehörde durch.

Seit Weihnachten wurden in Österreich laut Spielzeughandel mehr als 25.000 Drohnen verkauft. Dass mit dem Einsatz der fliegenden Kameras auch strenge Vorschriften gelten, egal ob Hobby- oder gewerblicher Drohnennutzer, wissen nur die wenigsten Piloten. Spätestens seit Marcel Hirscher bei einem Skirennen im Jahr 2015 nur knapp nicht von einer über der Piste fliegenden Fernsehdrohne getroffen wurde, wird über die Sicherheit der Fluggeräte diskutiert.

Drohnencrash hinter Marcel Hirscher beim Slalom in Madonna di Campiglio

ORF

2015 stürzte knapp hinter Marcel Hirscher eine Fernsehdrohen auf die Skipiste

Die vorgeschriebene Anmeldung der fliegenden Kameras bei der Luftfahrtbehörde ist verpflichtend, aber auch zeitintensiv. Den dafür notwendigen bürokratischen Aufwand kennen zwei Jungunternehmer aus Koppl und gründeten deshalb das Unternehmen drohnenbewilligung.at, dass nun den Anmeldungs-Prozess österreichweit für angehende Drohnen-Piloten übernimmt.

„Der Ausgangspunkt war, dass ich selber durch das Modellfliegen auf Drohnen gestoßen bin und habe bei der Luftfahrtbehörde in Österreich im Herbst 2016 die ersten Versuche gestartet dort meine Drohne bewilligen zu lassen und bin auf das Resultat gestoßen, dass das für den Ottonormalverbraucher recht undurchsichtig und schwierig ist“, sagte Firmengründer und Techniker Alexander Kloiber.

Drohne Drohnenflug Flugdrohne

ORF

Große Nachfrage von Drohnen-Piloten

Der Anmeldungs-Dienst der Koppler Firma kostet den Drohnen-Piloten 49 Euro. Hinzu kommen 370 Euro für die nötige Versicherung und die Lizenz der Luftfahrtbehörde. Laut Firmengründer ist die Nachfrage von Hobby- und gewerblichen Drohnennutzern wegen des zeitintensiven bürokratischen Aufwands groß.

Die neue Drohne GoPro Karma im Test

Nun also doch: Mit rund einem halben Jahr Verzögerung soll die GoPro Karma jetzt auch in Deutschland abheben. Die Konkurrenz – insbesondere die kompakte Dji Mavic Pro – wird es dem Neuling nicht leicht machen, der von Anfang an mit Problemen zu kämpfen hatte: Der Akku erzwang einen frühzeitigen Geräterückruf, noch bevor die Drohne deutschen Boden erreicht hatte. Und damit nicht genug: Der Test zeigt, dass GoPro die Zeit offenbar nicht genutzt hat.

GoPro Karma-Drohne © COMPUTER BILD

Die Karma lässt sich zusammenfalten und in einem Rucksack verstauen.

GoPro Karma

komplett ohne ZusatzsensorenDas Auffälligste vorweg: Die Karma hinkt schon auf dem Datenblatt der Konkurrenz hinterher. Andere Drohnen machen das Fliegen mit immer mehr Sensoren sicherer und einfacher, die Mavic Pro bietet sogar eine Gestensteuerung. Doch die GoPro hat weder Kollisionssensoren noch Ultraschall zur Positionsbestimmung oder eine Tracking-Funktion, um automatisch etwa dem Piloten zu folgen. Für Einsteiger gibt es lediglich eine Simulation, die die Drohne nebst Fernbedienung („Controller“) erläutert und den Piloten virtuell üben lässt. Wie wenig das später in der Flugpraxis hilft, sollte sich im weiteren Testverlauf zeigen.

Weil GoPro mit Action-Cams groß wurde, verfolgt der Hersteller mit der Karma einen interessanten und durchaus nachvollziehbaren Ansatz: Während die meisten anderen Quadcopter eine fest verbaute Kamera haben, kommt an der Karma die bewährte Action-Cam Hero5 oder Hero4 zum Einsatz. Wenn die Drohne Pause hat, lässt sich die Kamera mitsamt der bildstabilisierenden Halterung (Gimbal) abnehmen und auf einen mitgelieferten Handgriff (Karma Grip) montieren. So genügt Actionfans eine einzige Kamera für Luft- und Bodenaufnahmen. Die Idee ist nicht schlecht, hat aber auch einen Nachteil: Die Action-Cam ist vergleichsweise groß und schwer. Beim Kalibrieren der Kamera schlägt sie je nach Untergrund fast auf dem Boden auf und beim Landen bekommt die Drohne schnell Übergewicht nach vorne. Zwar ist die Karma wie auch die Mavic Pro faltbar, mit fast 1.900 Gramm fällt sie aber sehr schwer aus. Bei der Bildqualität zeigt sich aber die langjährige Erfahrung des Herstellers im Action-Cam-Bereich: Die an der Drohne angebrachte GoPro Hero5 Black lieferte satte Farben und eine gewohnt gute Schärfe.

Eher schwer ist auch die Fernsteuerung, die aber gut in der Hand liegt und sehr übersichtlich ist. Hier gibt es einen Knopf zum Anschalten des Controllers, einen für den Start der Rotoren und zwei Joysticks für die Steuerung. Nach Druck auf den „Come Home“-Knopf fliegt die Karma zurück zum Piloten. Die Sticks liegen tief im Gehäuse, sodass die Bedienung fast nur von oben möglich ist. Besonders feinfühlige Piloten steuern ihre Drohne jedoch gerne, indem sie beispielsweise einen Stick mit Daumen und Zeigefinger umfassen. Bei mehreren Flugversuchen reagierte die Karma zudem etwas träge auf Eingaben über den Joystick.

GoPro-Drohne Karma © COMPUTER BILD

Der Controller: recht groß, aber übersichtlich. Auffällig sind die sehr tief liegenden Joysticks.

GoPro Karma: Test-Flug mit Enttäuschungen

Die Erwartungen vor dem Flug waren hoch, wirbt GoPro doch unter anderem mit dem Slogan „Leicht zu fliegen“. Aber schon mit dem ersten Abheben war klar: Die Drohne von GoPro ist noch längst nicht ausgereift. So funktionierte beim ersten Versuch der Autostart nur teilweise, mal hob die Karma ab, mal gingen die Motoren wieder aus. Zudem konnte die Drohne ihre Position im Schwebeflug nicht halten. Ließ der Pilot die Joysticks los, sank sie langsam nach unten, anstatt wie üblich an Ort und Stelle stehen zu bleiben. Es ist unverständlich, dass GoPro das nicht in den Griff bekommen hat. Ein zweites Testgerät sollte deshalb Klarheit bringen. Das neue Modell startete zuverlässig, hatte aber erneut Probleme, seine Position in der Luft einigermaßen exakt zu halten. Mitten im Flug auf freier Fläche verlor das zweite Modell außerdem mehrfach das GPS-Signal und war nur mit Mühe zurückzuholen. So verlieren unerfahrene Piloten schnell das Vertrauen zur Drohne. Und auch die Flugzeit konnte im Test nicht ganz überzeugen. Der Akku, der im Flug auch die Action-Cam mit Strom versorgt, machte nach 15 Minuten schlapp. Ob der Action-Cam-Akku vor dem Flug aufgeladen ist oder nicht, spielt beim rund 20-mal größeren Drohnen-Akku keine Rolle.

Eine sehr clevere Funktion der Karma ist da nur ein schwacher Trost. Mit der sogenannten Passenger-App (kostenlos in den App Stores) können bis zu drei Personen mit ihren Smartphones oder Tablets den Live-Stream der Drohne betrachten. So entfällt die Rudelbildung um den Steuermann und seinen Controller. Und wer schon eine GoPro-Action-Cam hat, kann die Karma auch ohne Kamera für rund 1.000 Euro bestellen (kompatibel ab Hero4).

Schweizer Gefängnisse kaufen „Drohnen-Detektionsanlagen“

Aufgrund der häufigen Vorkommnisse vom Einschmuggeln verbotener Gegenstände, kaufen zwei Schweizer Gefängnisse „Drohnen-Detektionsanlagen“ vom Rüstungskonzern Rheinmetall. Kameras, Infrarot und Radar kommen zum Einsatz. Mit einer Mischung aus Radar, Infrarot-Sensoren und Videokameras soll das Abwehrsystem vom Typ „Radshield“ alle fliegenden Objekte im Bereich der Haftanstalten erfassen und das Wachpersonal alarmieren. Auch Gegenstände, die über die Gefängnismauer geworfen werden, würden registriert.

Die Versuche mit ferngesteuerten Drohnen, verbotene Gegenstände auf das Gelände von Justizvollzugsanstalten zu transportieren, haben in den vergangenen Jahren Rheinmetall zufolge weltweit erheblich zugenommen. Für Rheinmetall handele es sich deshalb um wichtige Erstaufträge beim Schutz ziviler Objekte vor Drohnen.

Nackte Frau von Drohne gefilmt

Filmreife Szenen spielten sich in München ab. Im Zentrum wurde eine nackte Frau  beim Sonnenbaden auf Ihrer Dachterrasse von einer Drohne gefilmt. Nachdem Sie dies bemerkt hatte, ging Sie auf die Strasse, wo sie 2 Männer ansprach, die gerade eine Drohne verpackten. Die Männer sagten, dass sie nur die Dächer der Umgebung gefilmt haben. Später kamen der Frau Zweifel und sie wandte sich an die Polizei. Die ermittelt jetzt wegen „Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen“ und eines möglichen Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetz.

Auch HOFER hat nun eine Drohne im Sortiment

Das angebotene Produkt hat eine super Qualität und vergleichsweise guten Preis. Nachdem Drohnen noch immer boomen wie zu Weihnachten letzten Jahres, werden auch zu Ostern diesen Jahres wieder viele Drohnen verschenkt. Diese Chance will sich auch die Firma Hofer nicht entgehen lassen. Der Diskonter verkauft ab Donnerstand vor Ostern eine Drohne von der Firma Yuneec. Dabei handelt es ich um die Yuneec Breeze 4K Selfie-Drohne. Diese hat einen Durchmesser von kompakten 24 Zentimetern und bringt 385 Gramm auf die Waage. Absolutes Highlight ist die integrierte 4K-UHD-Kamera für hochauflösende Fotos und Videos. Darüber hinaus verfügt die Breeze über diverse automatische Flugmodi (Pilot, Selfie, Orbit, Journey und Follow-Me), mit denen sich die Nutzer selbst fotografieren oder filmen können, ohne die Drohne dabei steuern zu müssen. Dank einer Return-Home-Funktion landet das Fluggerät automatisch per Knopfdruck.

Der Flughafen Heathrow in London hat Probleme mit Drohnen

Wie die meisten Flughäfen weltweit hat auch der Londoner Flughafen Heathrow vermehrt Probleme mit Drohnen. Im letzten Jahr gab es laut einer internen Auskunft des Flughafen, die niemals veröffentlicht wurde, mehr als 100 Zwischenfälle mit unbemannten Flugobjekten. Dabei kam es auch zu „Beinahe-Kollissionen“ zwischen Drohnen und Flugzeugen. Heathrow ist einer der größten Flughäfen der Welt, mit über 75 Millionen abgefertigten Passagieren im Jahr 2016. Die Zahl der gefährlichen Situationen mit Drohnen ist im vergangenen Jahr stark gestiegen. Im Jahr 2015 war noch von 29 Vorfällen die Rede. Als Hauptgrund für den Anstieg wird die steigende Verbreitung der unbemannten Flugobjekte in der Bevölkerung genannt. Dabei werden die Zwischenfälle in verschieden Stufen und Kategorien eingeteilt. Erst vor Kurzem sollen zum Beispiel eine Drohne in rund 3000 Meter Höhe einem Airbus A320 extrem nahe gekommen sein.

Drohnen erobern die Welt

Drohnen sind Alleskönner: Sie führen Inspektionen durch, helfen Rettungskräften und unterstützen die Landwirtschaft. Die kommerzielle Nutzung von Drohnen ist Schwerpunktthema der CeBIT 2017 – ihnen wird eine „goldene Zukunft“ vorausgesagt. Wenn es um einen publikumswirksamen Messeauftritt geht, wird auf der CeBIT gerne mal geklotzt. Intel beispielsweise bringt eine Bohrinsel und Windräder im Maßstab 1:15 auf die diesjährige CeBIT. Der Chiphersteller will zeigen, wie Quadcopter die Wartung unterstützen. Kein Wunder, denn Intel hat sich dieses Jahr gleich zwei deutsche Drohnen – Startups einverleibt. Drohnen finden Sie in der Halle 17 bei den „Unmanned Systems & Solutions“. Schon 2016 surrte es gewaltig auf der Messe – allerdings geht es dieses Jahr nicht um publikumswirksame High-Speed-Drohnen, sondern um deren kommerzielle Nutzung. Der Hersteller Yuneec beispielsweise zeigt den mit einer Thermalkamera bestückten Quadcopter „Typhoon H“, der Feuerwehr, Noteinsatzkräften, Küstenwache und der Polizei bei der Aufklärung helfen soll. Das Geschäft mit Drohnen gilt als Zukunftsmarkt. Laut Unternehmensberatung PwC steigt der Markt für kommerzielle Drohnen in Deutschland bis 2020 auf 115 Millionen Euro. Es gibt einfach unendlich viele Einsatzgebiete für Drohnen und deshalb wird der Markt in den kommenden Jahren beträchtlich steigen. Drohnenexperte, sieht Anwendungsgebiete wie „Inspektionen aller Art, Beobachtung, Dokumentation, Forschung, Natur- und Tieraufnahmen.“Natürlich werden Drohnen auch dort eingesetzt, wo es für Menschen gefährlich wird, also in „besonders kalten, heißen und lebensfeindlichen Umgebungen. Gerne auch unter Wasser und an heiklen Stellen, wo Menschen nicht ohne Weiteres aktiv sein können, im Inneren einer Pipeline zum Beispiel,“ sagt Löwenstein. Auch im Verkehr können Copter dem Experten zufolge helfen, beispielsweise mit „flexibel zu positionierenden Verkehrsdrohnen, die aus großer Höhe Autobahnen sondieren und an drohenden Gefahr- und Staustellen die Verkehrsregelung sinnvoll beeinflussen. Und auf lange Sicht läuft’s auf Drohnen hinaus, die Menschen von A nach B transportieren.“

Die Einsatzgebiete von Drohnen sind enorm…

Drohnen, sogenannten unbemannte Flugobjekte, sind nicht nur das neue Spielzeug nicht erwachsen gewordenen Männer, sondern ein ernst zu nehmendes Geschäft. Drohnen können mittlerweile Pakete ausliefern, Areale vermessen, untersuchen Windkraftanlagen und unterstützen die Landwirtschaft. Die Entwicklung der Drohne geht mehr un mehr in den kommerziellen Bereich. Dabei sind aber viele Punkte wie Gesetzeslage, Sicherheit, etc. zu beachten.

Nach den privaten Nutzern hat das Business das Thema Drohnen für sich entdeckt. Das gilt nicht nur für die Anbieter von Fluggeräten, mit denen Hobby-Flieger und Foto-Enthusiasten „in die Luft“ gehen. Mittlerweile tummeln sich Hunderte von Unternehmen in diesem Marktsegment. Dazu zählen die Hersteller von Zubehör wie speziellen Kameras, Steuerungssystemen und Sensoren. Hinzu kommen Entwickler von Programmen, die Drohnen intelligenter machen oder fit für spezielle Einsatzfelder, etwa für die Analyse von Bodenstrukturen oder die Überprüfung von Gebäuden.

Ein Milliarden-Markt entsteht

Das amerikanische Beratungshaus PricewaterhouseCoopers (PwC) schätzt, dass der weltweite Markt für Drohnen und Dienstleistungen, die mit Hilfe solcher Fluggeräte erbracht werden, im Jahr 2020 ein Volumen von rund 127 Milliarden US-Dollar aufweist. Die wichtigsten Segmente sind mit 45 Milliarden US-Dollar die Überwachung und Analyse von Infrastrukturen wie Pipelines, Gebäuden, Industrieanlagen und Kraftwerken.
Auf dem zweiten Platz rangiert mit 32 Milliarden US-Dollar der Agrarsektor. Drohnen können bei Konzepten wie „Precision Farming“ eine wichtige Rolle spielen. Bei diesem Ansatz werden Detailaufnahmen von Feldern oder Weinbergen erstellt und mit speziellen Programmen analysiert. Der Landwirt kann auf Grundlage dieser Daten die Bearbeitung des Bodens optimieren, etwa indem er bestimmte Bereiche eines Feldes gezielt düngt.
Ebenso weit gefasst wie die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen ist allerdings der Begriff selbst. In der Fachwelt kursieren Bezeichnungen wie Unmanned Aerial Vehicle (UAV), Unmanned Aircraft (UA) oder Unmanned Aircraft System (UAS).
Ist eine Drohne also ein UAV – oder dasselbe wie ein Modellflugzeug? Es kommt auf den Einsatzzweck an. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) differenziert zwischen „Geräten, die dem Zwecke des Sports und der Freizeitgestaltung“ dienen. Diese fallen in die Kategorie „Sport und Freizeit“. Fluggeräte, mit deren Einsatz ein „gewerblicher Zweck“ verbunden ist, sind dagegen „unbemannte Luftfahrtsysteme“ (UAS). Für sie gelten strengere Vorgaben. So muss der Betrieb eines solchen Fluggeräts mit einem Gewicht von 5 Kilogramm oder mehr von der Luftfahrtbehörde eines Bundeslandes freigegeben werden. Für Drohnen bis 2 Kilogramm (inklusive Nutzlast) besteht eine Kennzeichnungspflicht. Details hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Anfang dieses Jahres in einer Drohnenverordnung festgelegt.
Diese Verordnung enthält auch eine Erleichterung für Unternehmen, die kommerzielle Drohnen einsetzen: Versionen mit mehr als 5 Kilogramm Gesamtgewicht dürfen nun auch außerhalb der Sichtweite des Piloten betrieben werden. Das bedeutet, dass beispielsweise Systeme eigenständig (autonom) zum Zielort und zurück fliegen dürfen. Das ebnet den Weg für den Einsatz von Drohnen durch Paketzusteller und Lieferdienste sowie in der Landwirtschaft.