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Drohnen erobern die Welt

Drohnen sind Alleskönner: Sie führen Inspektionen durch, helfen Rettungskräften und unterstützen die Landwirtschaft. Die kommerzielle Nutzung von Drohnen ist Schwerpunktthema der CeBIT 2017 – ihnen wird eine „goldene Zukunft“ vorausgesagt. Wenn es um einen publikumswirksamen Messeauftritt geht, wird auf der CeBIT gerne mal geklotzt. Intel beispielsweise bringt eine Bohrinsel und Windräder im Maßstab 1:15 auf die diesjährige CeBIT. Der Chiphersteller will zeigen, wie Quadcopter die Wartung unterstützen. Kein Wunder, denn Intel hat sich dieses Jahr gleich zwei deutsche Drohnen – Startups einverleibt. Drohnen finden Sie in der Halle 17 bei den „Unmanned Systems & Solutions“. Schon 2016 surrte es gewaltig auf der Messe – allerdings geht es dieses Jahr nicht um publikumswirksame High-Speed-Drohnen, sondern um deren kommerzielle Nutzung. Der Hersteller Yuneec beispielsweise zeigt den mit einer Thermalkamera bestückten Quadcopter „Typhoon H“, der Feuerwehr, Noteinsatzkräften, Küstenwache und der Polizei bei der Aufklärung helfen soll. Das Geschäft mit Drohnen gilt als Zukunftsmarkt. Laut Unternehmensberatung PwC steigt der Markt für kommerzielle Drohnen in Deutschland bis 2020 auf 115 Millionen Euro. Es gibt einfach unendlich viele Einsatzgebiete für Drohnen und deshalb wird der Markt in den kommenden Jahren beträchtlich steigen. Drohnenexperte, sieht Anwendungsgebiete wie „Inspektionen aller Art, Beobachtung, Dokumentation, Forschung, Natur- und Tieraufnahmen.“Natürlich werden Drohnen auch dort eingesetzt, wo es für Menschen gefährlich wird, also in „besonders kalten, heißen und lebensfeindlichen Umgebungen. Gerne auch unter Wasser und an heiklen Stellen, wo Menschen nicht ohne Weiteres aktiv sein können, im Inneren einer Pipeline zum Beispiel,“ sagt Löwenstein. Auch im Verkehr können Copter dem Experten zufolge helfen, beispielsweise mit „flexibel zu positionierenden Verkehrsdrohnen, die aus großer Höhe Autobahnen sondieren und an drohenden Gefahr- und Staustellen die Verkehrsregelung sinnvoll beeinflussen. Und auf lange Sicht läuft’s auf Drohnen hinaus, die Menschen von A nach B transportieren.“

Die Einsatzgebiete von Drohnen sind enorm…

Drohnen, sogenannten unbemannte Flugobjekte, sind nicht nur das neue Spielzeug nicht erwachsen gewordenen Männer, sondern ein ernst zu nehmendes Geschäft. Drohnen können mittlerweile Pakete ausliefern, Areale vermessen, untersuchen Windkraftanlagen und unterstützen die Landwirtschaft. Die Entwicklung der Drohne geht mehr un mehr in den kommerziellen Bereich. Dabei sind aber viele Punkte wie Gesetzeslage, Sicherheit, etc. zu beachten.

Nach den privaten Nutzern hat das Business das Thema Drohnen für sich entdeckt. Das gilt nicht nur für die Anbieter von Fluggeräten, mit denen Hobby-Flieger und Foto-Enthusiasten „in die Luft“ gehen. Mittlerweile tummeln sich Hunderte von Unternehmen in diesem Marktsegment. Dazu zählen die Hersteller von Zubehör wie speziellen Kameras, Steuerungssystemen und Sensoren. Hinzu kommen Entwickler von Programmen, die Drohnen intelligenter machen oder fit für spezielle Einsatzfelder, etwa für die Analyse von Bodenstrukturen oder die Überprüfung von Gebäuden.

Ein Milliarden-Markt entsteht

Das amerikanische Beratungshaus PricewaterhouseCoopers (PwC) schätzt, dass der weltweite Markt für Drohnen und Dienstleistungen, die mit Hilfe solcher Fluggeräte erbracht werden, im Jahr 2020 ein Volumen von rund 127 Milliarden US-Dollar aufweist. Die wichtigsten Segmente sind mit 45 Milliarden US-Dollar die Überwachung und Analyse von Infrastrukturen wie Pipelines, Gebäuden, Industrieanlagen und Kraftwerken.
Auf dem zweiten Platz rangiert mit 32 Milliarden US-Dollar der Agrarsektor. Drohnen können bei Konzepten wie „Precision Farming“ eine wichtige Rolle spielen. Bei diesem Ansatz werden Detailaufnahmen von Feldern oder Weinbergen erstellt und mit speziellen Programmen analysiert. Der Landwirt kann auf Grundlage dieser Daten die Bearbeitung des Bodens optimieren, etwa indem er bestimmte Bereiche eines Feldes gezielt düngt.
Ebenso weit gefasst wie die Einsatzmöglichkeiten von Drohnen ist allerdings der Begriff selbst. In der Fachwelt kursieren Bezeichnungen wie Unmanned Aerial Vehicle (UAV), Unmanned Aircraft (UA) oder Unmanned Aircraft System (UAS).
Ist eine Drohne also ein UAV – oder dasselbe wie ein Modellflugzeug? Es kommt auf den Einsatzzweck an. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) differenziert zwischen „Geräten, die dem Zwecke des Sports und der Freizeitgestaltung“ dienen. Diese fallen in die Kategorie „Sport und Freizeit“. Fluggeräte, mit deren Einsatz ein „gewerblicher Zweck“ verbunden ist, sind dagegen „unbemannte Luftfahrtsysteme“ (UAS). Für sie gelten strengere Vorgaben. So muss der Betrieb eines solchen Fluggeräts mit einem Gewicht von 5 Kilogramm oder mehr von der Luftfahrtbehörde eines Bundeslandes freigegeben werden. Für Drohnen bis 2 Kilogramm (inklusive Nutzlast) besteht eine Kennzeichnungspflicht. Details hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt Anfang dieses Jahres in einer Drohnenverordnung festgelegt.
Diese Verordnung enthält auch eine Erleichterung für Unternehmen, die kommerzielle Drohnen einsetzen: Versionen mit mehr als 5 Kilogramm Gesamtgewicht dürfen nun auch außerhalb der Sichtweite des Piloten betrieben werden. Das bedeutet, dass beispielsweise Systeme eigenständig (autonom) zum Zielort und zurück fliegen dürfen. Das ebnet den Weg für den Einsatz von Drohnen durch Paketzusteller und Lieferdienste sowie in der Landwirtschaft.

UPS startet erste Versuche mit Paketauslieferung durch Drohnen

Der Paketlieferdienst UPS hat einen Lieferwagen entwickelt, der ein bewegliches Dach besitzt und mit einer voll automatisierten Drohne ausgestattet ist. Diese Drohne liefert die Pakete aus und kehrt dann zum Lieferwagen zurück. UPS will damit in Zukunft viel Geld sparen. Der Plan wäre, dass die Drohne die letzten Meter und Wege zum Empfänger übernimmt und damit viele unnötige Kilometer gespart werden. Gleichzeitig kann der Lieferwagen schon weiterfahren und das nächste Haus beliefern. Der erste Test fand in einem dünn besiedelten Landstrich außerhalb von Tampa, Florida, statt.

Die Drohne flog aus dem geöffneten Dach des Lkws, um ein Stück des Wegs mit dem Paket zum Empfänger zu fliegen und dieses dann abzusetzen, während der Lkw weiterfuhr, und die Fahrerin ein weiteres Paket zustellte. Die Drohne flog autonom zurück zum Lkw, landete und lud ihre Akkus selbstständig. Führe jeder Fahrer am Tag nur eine Meile (1,6 km) weniger, sparte UPS nach eigenen Angaben 50 Millionen US-Dollar im Jahr. Versuche, autonome Drohnen für Lieferdienste zu nutzen, werden vom Gesetzgeber in den USA allerdings stark eingeschränkt. International gibt es immer mehr Versuche, bei denen Lieferdrohnen Pakete zum Adressaten bringen. So finden in Frankreich, Großbritannien und der Schweiz solche Flüge statt. In Deutschland testete der Logistikdienstleister DHL Drohnenlieferungen in Oberbayern. Dabei flog eine Drohne Pakete auf eine Alm. 2014 lieferte DHL Medikamente per Drohne auf die Nordseeinsel Juist.

Es gibt aber auch Bedenken, dass sowohl Drohnen als auch selbstfahrende Autos Tausende von Arbeitsplätzen vernichten könnten. Nach Ansicht von UPS ergänzen die Drohnen den Fahrer, ersetzen ihn aber nicht

Super Bowl Drohnenshow: Drohnen kommen aus Bayern

Wer hat Sie nicht gesehen: Während der Halbzeitshow des größten TV-Spektakels, dem Super Bowl Finale in den USA, sah man eine Drohnenshow. 300 Drohnen waren gleichzeitig in der Luft und stellten die US Flagge mit vielen Farbpunkten dar. Die Technologie dahinter stammt aus Bayern. Intel Multicopter – made in Germany. Doch die Geschichte hat einen Haken, denn die Flotte funktioniert noch nicht ganz reibungslos.
Die Lichtschau für den Super Bowl wurde gemeinsam mit Disney entwickelt. Eine ähnliche Lichtshow mit rund 500 parallel gesteuerten Drohnen präsentierte Intel bereits bei Disney World.
Die Drohnen werden durch eine Art Flottenmanagement gesteuert und vorprogrammiert und können so mittels einer Software vollkommen automatisiert Ihr Programm abspulen. Diese Software sorgt u.a. auch dafür, dass es zu keinen Kollisionen zwischen den Drohnen kommt.

Salzburger Sicherheitsfirma ÖWD bietet nun auch Drohneninspektionen an

Die Salzburger Sicherheitsfirma ÖWD bietet nun auch Überwachungsdienstleistungen mit der Hilfe von Drohnen an. Dabei arbeitet man eng mit der Firma Bladescape Airborne Services aus Schwechat zusammen. Der Einsatz von Drohnen ermögliche mehr operative Flexibilität. Durch die Überwachung aus der Luft könnten zusätzlich Informationen gewonnen werden. Das führe zu noch mehr Sicherheit für Kunden, deren Objekte oder beispielsweise auch Veranstaltungen.

Das Unternehmen hatte zuletzt eine starke Nachfrage nach Drohnen-Überwachung verzeichnet. Eine Projektgruppe wurde eingerichtet. „Neue Technologien und die Digitalisierung machen auch vor Sicherheitsdienstleistungen nicht halt“, sagt Alexander Kiss vom ÖWD Region Ost. Der Einsatz unbemannter Luftfahrzeuge, ausgestattet mit den modernsten Sensoren und Übertragungstechnologien erweitere die Möglichkeiten der Sicherheitsdienstleistung und steigere deren Effizienz. Der ÖWD verfolge die Idee schon länger, sei jedoch auf der Suche nach einem erfahrenen Partner gewesen. Diesen habe man nun in der Firma Bladescape gefunden.

Immer häufiger kommt es zu Beinahe-Zusammenstösse von Drohnen und Flugzeugen

Immer häufiger kommt es zu Zwischenfällen auf österreichischen Flughäfen mit unbemannten Fliegern. Die Polizei hat kaum Mittel gefunden, die Besitzer dieser Drohnen ausfindig zu machen. Laut seriösen Quellen gab es alleine im letzten Jahr 24 gefährliche Annäherungen an Flugzeugen, die sich in der Start – oder Landephase befanden. Und diese sind nur die Vorfälle die erkannt und dokumentiert wurden! Das Problem sind die sehr leicht zu fliegenden Multikopter bzw. Drohnen. Diese kleinen Geräte werden immer beliebter und sind im Moment der Kassenschlager in den Elektronikgeschäften. Dennoch rät die Luftfahrtbehörde, diese unbemannten Fluggeräte kostenpflichtig bewilligen zu lassen. Denn bei Gesetzesverstösse drohen Strafen bis EUR 22.000.-

Bei der Aufbereitung der Dokumente für die Bewilligung ist die ÖDB – Österreichische Drohnenbewilligung ein seriöser Ansprechpartner.

Drohnen sind der absolute Verkaufsschlager – immer mehr Drohnen sind am Himmel unterwegs!

Um den Himmel ist ein Kampf entbrannt. In dieser Luftschlacht geht es vor allem um Marktanteile und Gewinne. Auslöser ist der Siegeszug von Drohnen, der überall Begehrlichkeiten weckt. Denn die ferngesteuerten Fluggeräte stoßen auf eine rasante Nachfrage. Doch mit dem zunehmenden Angebot steigt auch der Missbrauch: Die kleinen Flieger machen den Luftverkehr unsicher, spionieren an verbotenen Orten und dienen zu Verbrechen. Um das zu verhindern, schießen neue Firmen aus dem Boden, die an Anti-Drohnen-Technologien arbeiten. Damit können missliebige Maschinen überwacht, außer Betrieb gesetzt oder eingefangen werden. Medienberichten zufolge will auch die Deutsche Telekom in diesem Geschäft mitmischen und sucht sich dazu passende Kooperationspartner. Unter den Drohnenherstellern herrscht Goldgräberstimmung. Für ihre Produkte interessieren sich längst nicht mehr nur Militärs und Sicherheitsbehörden. Auch Paketversender und Einzelhändler wie Amazon setzen große Hoffnungen darauf. Gewerbliche Nutzungen gibt es ferner in der Landwirtschaft, Verkehrsüberwachung, im Anlagenschutz und in der Filmbranche. Hinzu kommt eine wachsende Zahl von Hobbynutzern, die Drohnen per Smartphone steuern und Luftaufnahmen damit machen. Im Jahr 2021 dürfte der Drohnenmarkt für gewöhnliche Endverbraucher fünf Milliarden Dollar erreichen, wie Berechnungen der Marktforschungsgesellschaft Tractica ergaben. Dann werde das Durchschnittsprodukt in den USA mit Profikamera und eingebautem Navigationssystem mehr als 500 Dollar kosten, prognostiziert die Beratungsfirma NPD Group. Die hohe Verfügbarkeit und die einfache Bedienung locken allerdings auch kriminelle Nutzer an: Mit Drohnen schmuggeln Verbrecher Drogen und liefern Waffen in Gefängnisse, spähen Industriespione fremde Betriebe aus und planen Extremisten Anschläge. Daher formieren sich in der Sicherheitsbranche neue Anbieter. Sie entwickeln Produkte, mit denen ihre Kunden unliebsame Drohnen unschädlich machen können. Einen denkbar herkömmlichen Ansatz hat das Start-up-Unternehmen Guard From Above („Schutz von oben“). Es rüstet etwa die niederländische Polizei mit Greifvögeln aus, die Fluggeräte vom Himmel holen sollen, wie Firmengründer Sjoerd Hoogendoorn erläutert.  Andere versuchen die Flieger einzukassieren – entweder, indem sie eine Art Netz über diese schießen oder eine größere Drohne dazu einsetzen. Wieder andere kapern die elektronische Steuerung und blockieren die Bildübertragung. Weniger aggressiv geht die deutsche Firma DeDrone vor: Sie bietet Technologie, die mit Hilfe verschiedener Sensoren Drohnen in bestimmten Regionen ortet und überwacht.

Immer mehr Bauern verwenden intelligente Systeme wie Drohnen in der Landwirtschaft

Bei Bauern und Landwirten spielen Drohnen eine immer wichtigere Rolle. In Zukunft werden Bauern Drohnen u.a. für die Feld-Überwachung einsetzen, damit können sie sich viel Zeit für die Überprüfung der Felder sparen. Dazu wird auch ein „Drohnen-Führerschein“ notwendig sein. Weitere Anwendungsgebiete könnten bei der Berechnung von Düngermengen, dem Spritzen von Pflanzenschutzmittel und anderen ökologisch wichtigen Handlungen sein.

Die ersten Hersteller von Drohnenabfanggeräten kommen auf den Markt

Nun ist es soweit. Dem rasanten Wachstum von Drohnenverkäufen und Anwendern stehen nun erste Drohnenabwehrtechnologien entgegen. Mit zunehmenden Angebot steigt auch der Missbrauch: Die kleinen Flieger machen den Luftverkehr unsicher, spionieren an verbotenen Orten und dienen zu Verbrechen. Um das zu verhindern, schiessen neue Firmen aus dem Boden, die an Anti-Drohnen-Technologien arbeiten. Damit können missliebige Maschinen überwacht, ausser Betrieb gesetzt oder eingefangen werden. Medienberichten zufolge will auch die Deutsche Telekom in diesem Geschäft mitmischen und sucht sich dazu passende Kooperationspartner.  Einen denkbar herkömmlichen Ansatz hat das Start-up-Unternehmen Guard From Above («Schutz von oben»). Es rüstet etwa die niederländische Polizei mit Greifvögeln aus, die Fluggeräte vom Himmel holen sollen, wie Firmengründer Sjoerd Hoogendoorn erläutert. Andere versuchen die Flieger einzukassieren – entweder indem sie eine Art Netz über diese schiessen oder eine grössere Drohne dazu einsetzen. Wieder andere kapern die elektronische Steuerung und blockieren die Bildübertragung. Weniger aggressiv geht die deutsche Firma DeDrone vor: Sie bietet Technologie, die mit Hilfe verschiedener Sensoren Drohnen in bestimmten Regionen ortet und überwacht.

Insgesamt tummeln sich etwa 100 Jungfirmen am Markt, die Drohnenabwehr-Angebote entwickelt haben, wie Oleg Vornik erläutert. Er ist Finanzchef des australischen Unternehmens DroneShield, das an der Börse notiert ist und nach Übernahmezielen Ausschau hält. Kunden der Branche sind nicht nur Armee, Polizei und Geheimdienste. Auch Privatunternehmen interessieren sich für Schutz aus der Luft. So wollen etwa Nobelhotels prominente Gäste davor bewahren, aus der Luft anonym fotografiert zu werden.