Drohnen: Einheitliches Sicherungssystem

In der Schweiz soll das erste nationale Luftverkehrsmanagementsystem für Drohnen entstehen. Dies haben die Schweizer Flugsicherung skyguide sowie Airmap, die weltweit Management-Systeme zur Drohenüberwachung anbietet, am Montag bekanntgegeben. Ziel ist eine sichere Öffnung des Luftraums für die Drohnenwirtschaft.

Mit dem sogenannten «U-Space» solle es möglich sein, Millionen von Drohnen einen gesicherten Zugang zum europäischen Luftraum zu erlauben, teilten skyguide und Airmap am Montag gemeinsam mit. In der Schweiz wird es zum ersten Mal landesweit eingeführt. Vergleichbar sei das System mit dem amerikanischen «Unmanned Traffic Management» (UTM).

Zunächst wollen skyguide und AirMap in einer Pilotphase ab Juni 2018 die UTM-Plattform in die Infrastruktur von skyguide in der Schweiz integrieren. Damit sollen automatisierte Flugbewilligungen in einem einheitlichen Luftraum erteilt werden können. Die Umsetzung eines voll funktionsfähigen Luftverkehrsmanagementsystems für Drohnen wird laut den beteiligten Akteuren dann ab 2019 folgen. Im schweizerischen U-Space können sich die Benutzer dann über ein Blockchain gestütztes System registrieren.

Es soll ausserdem eine sofortige digitale Luftraumbewilligung geben und ein Echtzeit-Warnsystem für die Drohnenpiloten. Anschliessend sei das Ziel, das national etablierte System in ganz Europa anbieten zu können, sagte ein skyguide-Sprecher auf Anfrage. Der U-Space ist als «wirksamer Katalysator» für die Drohnenindustrie in der Schweiz geplant. Bei skyguide hätten sich die Drohenfluggesuche seit 2013 verzehnfacht. In der Schweiz gebe es immer mehr Firmen, die Drohnen nutzten. Ein Unternehmen in Zürich habe beispielsweise das erste Liefernetz mit Drohnen aufgebaut.

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