USA: Drohne löste Waldbrand aus

Eine abstürzende Drohne hatte Feuer gefangen. Der Pilot muss sich wegen dem Auslösen eines Waldbrands verantworten.

Im Coconino National Forest in ArizonaUSA, kam es diese Woche zu einem Waldbrand. Das Feuer zerstörte über 135 Hektar Waldland, bevor es von 30 Feuerwehrleuten gelöscht werden konnte. Die Ursache für das Feuer war eine Drohne. Dabei soll es sich um eine 40×40 cm große Hobbydrohne gehandelt haben, die über Grasland abgestürzt ist. Durch den Sturz hat sie Feuer gefangen und so den Waldbrand ausgelöst.

Milde Strafe

Der Pilot konnte ausfindig gemacht werden und wurde für das Auslösen eines Waldbrands angezeigt. In früheren Fällen in Arizona reichten die Strafen von Verwarnungen über gemeinnützige Arbeit bis hin zu Geld- und Haftstrafen. Da in diesem Fall keine Menschen zu Schaden gekommen sind und es schwierig sein wird dem Piloten Fahrlässigkeit im Umgang mit Feuer vorzuwerfen, wird er vermutlich mit einer Geldstrafe und/oder gemeinnütziger Arbeit davonkommen.

Drohnen haben in der Vergangenheit schon Probleme bei Waldbränden bereitet. Mehrmals versuchten Drohnenpiloten Waldbrände zu filmen, weshalb Löschflugzeuge nicht starten konnten. Diese fliegen üblicherweise tief, wodurch es zu Zusammenstößen mit den Drohnen hätte kommen können. Deshalb wurde ein Flugverbot von Drohnen bei Waldbränden erlassen. Abgesehen davon ist das Fliegen über US-Nationalparks erlaubt, solange die Drohnen nicht in der Wildnis starten oder landen.

Drohnen: Einheitliches Sicherungssystem

In der Schweiz soll das erste nationale Luftverkehrsmanagementsystem für Drohnen entstehen. Dies haben die Schweizer Flugsicherung skyguide sowie Airmap, die weltweit Management-Systeme zur Drohenüberwachung anbietet, am Montag bekanntgegeben. Ziel ist eine sichere Öffnung des Luftraums für die Drohnenwirtschaft.

Mit dem sogenannten «U-Space» solle es möglich sein, Millionen von Drohnen einen gesicherten Zugang zum europäischen Luftraum zu erlauben, teilten skyguide und Airmap am Montag gemeinsam mit. In der Schweiz wird es zum ersten Mal landesweit eingeführt. Vergleichbar sei das System mit dem amerikanischen «Unmanned Traffic Management» (UTM).

Zunächst wollen skyguide und AirMap in einer Pilotphase ab Juni 2018 die UTM-Plattform in die Infrastruktur von skyguide in der Schweiz integrieren. Damit sollen automatisierte Flugbewilligungen in einem einheitlichen Luftraum erteilt werden können. Die Umsetzung eines voll funktionsfähigen Luftverkehrsmanagementsystems für Drohnen wird laut den beteiligten Akteuren dann ab 2019 folgen. Im schweizerischen U-Space können sich die Benutzer dann über ein Blockchain gestütztes System registrieren.

Es soll ausserdem eine sofortige digitale Luftraumbewilligung geben und ein Echtzeit-Warnsystem für die Drohnenpiloten. Anschliessend sei das Ziel, das national etablierte System in ganz Europa anbieten zu können, sagte ein skyguide-Sprecher auf Anfrage. Der U-Space ist als «wirksamer Katalysator» für die Drohnenindustrie in der Schweiz geplant. Bei skyguide hätten sich die Drohenfluggesuche seit 2013 verzehnfacht. In der Schweiz gebe es immer mehr Firmen, die Drohnen nutzten. Ein Unternehmen in Zürich habe beispielsweise das erste Liefernetz mit Drohnen aufgebaut.