Drohnen schützen Badegäste vor Haiangriffen

Hai-Angriffe an den Küsten Australiens sollen zunehmend durch hochmoderne Drohnen vermieden werden. An Dutzenden Küsten sind die Drohnen im Einsatz, um unter der Wasseroberfläche schwimmende Haie aufzuspüren. „Wir erkennen Haie und wir können Schwimmer und Surfer in Echtzeit warnen und an den Strand zurückbringen“, sagte einer der Entwickler, Nabin Sharma von der Technischen Universität in Sydney.

Die hochmodernen Geräte können demnach dank künstlicher Intelligenz Haie mit einer Treffsicherheit von 90 Prozent bestimmen. Dort, wo die Drohnen bisher zum Einsatz kamen, reagierten Badende und Rettungsschwimmer erfreut. So profitierten jüngst Hunderte Teilnehmer eines Schwimmwettbewerbs in Bigola Beach nördlich von Sydney von den Drohnen: Sie konnten sich in dem Wissen ins Wasser stürzen, dass der Küstenabschnitt zuvor von einer Drohne abgesucht wurde.

Drohne in der Nähe des Flughafens Wien beobachtet

SCHWECHAT. Beim Landeanflug auf den Airport Wien in Schwechat haben Passagiere und Besatzung zweier Linienmaschinen am Samstag eine Drohne beobachtet.

Die Piloten verständigten über Funk die Fluglotsen der Austro Control, bestätigte Sprecher Markus Pohanka einen entsprechenden Zeitungsbericht. Ein Polizeihubschrauber stieg auf. Der Besitzer der Drohne konnte laut Exekutive nicht ausgeforscht werden.

Die Drohne wurde von den Insassen der Flugzeuge von AUA und Air Baltic am Samstag gegen 9.00 Uhr in der Gegend von Trautmannsdorf an der Leitha und Margarethen am Moos (Bezirk Bruck a.d. Leitha), rund sechs Kilometer von der Landebahn entfernt, gesichtet. Rund um den Airport herrsche „absolutes Drohnen-Flugverbot“, betonte Pohanka. „So etwas ist kein Bagatelldelikt“, erklärte der Austro-Control-Sprecher.

Bei vorsätzlicher Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt drohen bis zu zehn Jahre Haft. Außerdem müssten Drohnen bewilligt werden, sonst wären laut Pohanka Verwaltungsstrafen bis zu 22.000 Euro.

Stiftung Warentest rät von Billig-Drohnen ab

Fliegen und filmen: Quadrocopter sind beliebte Gadgets, die auch gern verschenkt werden. Doch Qualität hat offenbar ihren Preis, zeigt ein Test der Stiftung Warentest. Eine Funktion scheint besonders wichtig.

„Kaum kontrollierbar“, „schlechteste Flugeigenschaften“, „stürzt regelmäßig ab“: Mit der Hobby-Drohne Tercel Cradle Head FPV von Amewi geht die Stiftung Warentest  hart ins Gericht. Für vergleichsweise günstige 193 Euro bietet der kleine Quadrocopter offenbar kein befriedigendes Flugerlebnis, ähnlich wie zwei andere Drohnen derselben Preisklasse. Das ist eine schlechte Nachricht für alle, die einen preiswerten Einstieg in das Hobby suchen.

Zehn Quadrocopter mit Fokus aufs Fliegen und Filmen haben die Profi-Tester für ihr Heft 12/2017 ausprobiert. Den besten Eindruck hinterließ dabei das mit 1940 Euro teuerste Testobjekt namens DJI Phantom 4 Pro+.  Auf Platz zwei des Zehner-Vergleichs landete das 1100 Euro Modell Mavic Pro, das von derselben chinesischen Firma stammt. Beide DJI-Drohnen wurden mit „sehr gut“ bewertet.

Drei Drohnen anderer Hersteller, namentlich die GoPro Karma, Parrot Bebop 2 FPV und Yuneec Typhoon Q500 4K schnitten immerhin mit „gut“ oder „befriedigend“ ab. Schnäppchen sind jedoch auch diese Modelle nicht

Zur Bebop 2 FPV, der mit 535 Euro am wenigsten teuren Drohne der drei, heißt es: „fliegt gut, fotografiert mau.“ Außerdem wird das Gerät für die unverschlüsselte Übertragung von Nutzerdaten kritisiert.

Die „günstigste Drohne für gute Videos“ sei das Yuneec-Gerät für 720 Euro, findet die Stiftung Warentest letztlich – auch, weil zwei Modelle aus den Häusern Jamara und Revell für 280 beziehungsweise 240 Euro im Test nur mit „ausreichend“ abschneiden.

Navigation ist wichtig

Allgemein raten die Tester klar zu Drohnen mit GPS-Funktion, die Stiftung Warentest spricht von einem eingebauten „Navi“. „Mit den Drohnen ohne Navi ist kein Staat zu machen“, heißt es im Bericht. „Die Modelle ohne Satellitenunterstützung driften stets irgendwohin ab – selbst bei Windstille.“

 Alle drei Testobjekte, die keine Navigation eingebaut haben – darunter das eingangs erwähnte Amewi-Modell, die Conrad-Drohne Reely Black R7 2.0 FPV WiFi RTF und Symas X8HW – landen beim Endergebnis „ausreichend“ oder „mangelhaft“.

Beim Drohnenkauf scheint es sich also zu lohnen, auf ein teures, gutes Modell zu sparen, statt sich mit einem billigen, aber wenig leistungsstarken Gerät herumzuärgern, das etwa schlechte Aufnahmen macht oder gar beim Fliegen außer Kontrolle gerät.