50 Prozent aller Drohnen-Besitzer pfeifen auf Gesetz

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Drohnen-Flieger wissen nicht über die Genehmigungspflichten Bescheid, die Hälfte missachtet die gesetzlichen Vorschriften überhaupt.

„Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein…“ – frei nach diesem Motto greifen immer mehr Österreicher zu den kleinen unbemannten Luftfahrzeugen.

Das Fliegen mit dem Drohnen hat sich bereits zu einem großen Hobby- und Freizeittrend entwickelt. Doch dass die Besitzer sich nicht einfach nach Belieben im Luftraum bewegen dürfen, scheinen viele nicht zu wissen oder bewusst zu ignorieren.

Große Unwissenheit bei Jugendlichen

Denn laut einer aktuelle Umfrage der Wiener Städtischen wissen ein Viertel aller Drohnenbesitzer über die Genehmigungspflichten nicht Bescheid. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist die Unwissenheit über die gesetzlichen Vorschriften sogar noch höher: Nur 54 Prozent aller bis 29-Jährigen kennen die Vorschriften zum Drohnen-Fliegen.

„Unsere Umfrage zeigt deutlich, dass rund um die gesetzlichen Vorschriften punkto Nutzungseinschränkungen, Bewilligungs- und Versicherungspflichten noch viel Aufklärung notwendig ist“, sagt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung.

„Drohnenbesitzer unterschätzen Unfallrisiko“

Auch die Unfallstatistik der Drohnen-Besitzer spricht nicht unbedingt für einen sicheren Umgang. Laut der Umfrage hatten bereits zehn Prozent einen Unfall, weitere 16 Prozent sind schon einmal in eine „Beinahe-Unfallsituation“ geraten.

„Viele Drohnenbesitzer unterschätzen das Risiko eines Unfalls, vor allem Unfälle bei einem unkontrollierten Absturz, bei dem Dritte zu Schaden kommen können“, erklärt Wendler. Neben Beschädigungen an Stromleitungen, Bäumen oder Gebäuden kann es auch zu Verletzungen an Menschen und Tieren kommen.

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