Abheben mit der DJI Spark: Test der Mini-Drohne

Mit der Mavic Pro landete DJI einen Volltreffer: Die Drohne ist sehr kompakt, relativ günstig und dank zahlreicher Sensoren und Assistenzsysteme einfach zu fliegen. Dann tauchten erste Fotos und Videos einer noch kleineren Drohne mit dem Namen DJI Spark auf. Anschließend wurde es offiziell und der Drohnen-Hersteller präsentierte das neue Mini-Kamera-Fluggerät – und der Name ist tatsächlich Spark, also Funke.

DJI Spark mit Gesten steuern

Auf den ersten Fotos und Videos war schon deutlich zu erkennen, dass die Spark kleiner ist als die zusammengeklappte DJI Mavic ProUnd tatsächlich ist die sie kaum größer als ein Elektrorasierer. Die vier Ausleger für die Rotoren sitzen wie vermutet fest und sind nicht klappbar, die Propeller aber wie bei der Mavic Pro faltbar. Das Gewicht beträgt laut Hersteller 300 Gramm. Damit ist die Spark die leichteste Drohne des Herstellers, liegt aber knapp über der von Bundesminister Alexander Dobrindt in seinen neuen Regeln für meldepflichtige Drohnen festgelegten Gewichtsgrenze. Die Spark benötigt also eine Plakette mit dem Besitzernamen. Eine weitere Besonderheit neben den kompakten Abmessungen: Die Spark ist komplett mit Gesten steuerbar, ohne Smartphone-App und ohne Fernsteuerung. Das klappt gut über recht eingängige Hand- und Arm-Bewegungen – perfekt für das schnelle Video oder Foto zwischendurch. Nach dem Start aus der Hand folgt die Drohne dem ausgestreckten Arm, um in die richtige Position zu kommen. Auf Winken reagiert die Drohne mit einem Foto. Zum Landen hält man die Hand unter die Drohne und sie landet darauf – gewöhnungsbedürftig, aber ziemlich cool. Mehr braucht man für die Spark eigentlich auch gar nicht.

Die Smartphone-Steuerung per App ist recht langsam und macht nicht wirklich Spaß. Mit der optionalen Fernsteuerung klappt die Kontrolle des Flugs deutlich besser. In der Luft reagiert die Spark deutlicher als größere Drohnen auf den Wind und liegt nicht ganz so ruhig und stabil in der Luft wie etwa die Mavic. Ein paar neue Modi sind an Bord: Dronie (Spark fliegt rückwärts nach oben), Kreisen (kreist um ein Objekt), Helix (Spark fliegt spiralförmig aufwärts) und Rocket (senkrecht nach oben). In jedem Modus nimmt die Drohne automatisch ein zehn Sekunden langes Video auf. Neu sind auch ein Panorama-Modus, bei dem die Drohne wahlweise ein horizontales oder vertikales Panorama aufnimmt, und der ShallowFocus. Der stellt den scharfen Bereich in den Vordergrund und lässt den Hintergrund unscharf verschwimmen – wie man es etwa von DSLRs gewohnt ist. Kleine Drohne = kleiner Akku: DJI gibt eine Flugzeit von 16 Minuten an.

Wie auch immer DJI das geschafft hat: Die Spark ist ein echter Kracher, ultrakompakt, leicht zu steuern und mit rund 600 Euro erschwinglich. Das wird vermutlich viele Drohnen-Interessierte zu einem Kauf verleiten. Bei all der Euphorie bleibt nur zu hoffen, dass sich trotz der simplen Gestensteuerung alle Drohnen-Lenker an die geltenden Regeln halten und ihr Fluggerät eben nicht einfach überall starten lassen. Denn sonst kann schnell Schluss sein mit dem großen Drohnen-Spaß.

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