Mit Drohnenbewilligungen erfolgreich

Zwei Jungunternehmer aus Koppl (Flachgau) erledigen für Drohnen-Piloten in ganz Österreich die aufwändigen, aber vorgeschriebenen Prozeduren zur Anmeldung der Drohnen bei der Luftfahrtbehörde.

Die beiden machen sich den Boom bei Drohnen zunutze: Ferngesteuerte Drohnen sind bereits ab 200 Euro zu haben und erfreuen sich auch in Salzburg wachsender Beliebtheit. Österreichweit wurden sogar mehr als 25.000 Stück allein im vergangenen halben Jahr verkauft.

Drohnenbewilligungen als erfolgreiches Geschäftsmodell

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Zwei junge Koppler Unternehmer sind mit Drohnenbewilligungen erfolgreich

Weil jeder Pilot für sein Hobby auch eine Lizenz der Luftfahrtbehörde braucht, bietet ein Koppler Jungunternehmen dazu die nötige Beratung an. Der Weg zur amtlichen Flugbewilligung ist nämlich mühsam und sehr bürokratisch, schildert Werner Noisternigg, Inhaber der Agentur in Koppl. „Es geht da um sehr viele technische Daten – Datenblätter oder gewisse formatierte Fotos bis hin zu den Seriennummern, die auf den Drohnen zum Teil nicht leicht zu finden sind“, sagt Noisternigg.

„Man muss wissen, was man darf und was nicht“

49 Euro kostet dieser Service, dazu kommen für den Drohnenpiloten aber noch gut 380 Euro für die nötige Versicherung und die Lizenz der Luftfahrtbehörde.

Drohnenbewilligungen als erfolgreiches Geschäftsmodell

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Die Bewilligung einer Drohne erfordert einiges an bürokratischem Aufwand

„Über die Seite drohnenbewilligung.at bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, wo ich fliegen darf und wo nicht und auch darauf, was mir als Privatperson gestattet ist und was nicht. Das ist doch ein sehr umfassender Bereich und ich will nicht, dass meine Drohne auf eine Straße fällt und womöglich einen Verkehrsunfall verursacht. Denn da können schon große Forderungen auf einen Einzelnen zukommen“, betont Michael Luipersbeck, Hobby-Drohnenpilot aus Elsbethen (Flachgau).

Für 90 Euro im Jahr eine Million Versicherungsschutz

Solche Sicherheitsüberlegungen sind seit Marcel Hirschers unliebsamer Drohnen-Begegnung bei einem Weltcup-Rennen vor zwei Jahren zum Thema geworden, sagt Nina Schnelzer, Versicherungsmaklerin aus Wien. „Auch in meinem Bekanntenkreis haben viele darüber gesprochen, dass da wirklich etwas passieren kann. Aber ein richtiges Bewusstsein dafür ist im Moment noch nicht gegeben.“

Drohnenbewilligungen als erfolgreiches Geschäftsmodell

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Marcel Hirscher wäre bei einem Rennen fast von einer herabstürzenden Drohne getroffen worden

Ab einer Jahresprämie von rund 90 Euro haben Drohnenpiloten bis zu einer Million Euro Versicherungsschutz. Die Nachfrage sei groß, sagt Alexander Kloiber von der Bewilligungsagentur in Koppl.

„Jeden Tag Bewilligungen im zweistelligen Bereich“

„Wir haben pro Tag 50 bis 100 Anrufe von Kunden und auch die Zahl der Bewilligungen liegt im zweistelligen Bereich – das geht vom 16-Jährigen Schüler, der sich eine Drohne als Jux kauft, bis zum 70-jährigen Pensionisten, der in seiner Freizeit die Drohne über Wälder fliegt“, schildert Kloiber.

Neben Hobbypiloten setzen in Salzburg zunehmend auch gewerbliche Nutzer wie Fotografen, Forstwirte oder auch Dachdecker Drohnen ein, um beispielsweise schwer zugängliche Dächer zu inspizieren.

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