Polizeihubschrauber kollidierte über Wien beinahe mit Drohne

Der Drohnen-Pilot, ein 41-jähriger Slowene, wurde angezeigt. Der Vorfall ereignete sich nahe des Schlossparks Schönbrunn.

Ein Polizeihubschrauber ist am Samstagabend in Wien-Meidling beinahe mit einer Drohne kollidiert. Der Pilot konnte noch „in letzter Sekunde ausweichen“, sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Der Drohnen-Pilot, ein 41-jähriger Slowene, wurde angezeigt. Er gab an, dass er das unbemannte Luftfahrzeug lediglich ausprobieren habe wollen. Als er den Hubschrauber gesehen habe, wäre er ohnedies gelandet.

Der Vorfall passierte gegen 17.30 Uhr nahe des Schlossparks Schönbrunn. In einer Höhe von 200 Metern stieß der Hubschrauber beinahe mit der Drohne zusammen. „Laut dem Piloten war es sehr, sehr knapp, er konnte um Haaresbreite ausweichen“, berichtete Sörös. Der Pilot sah, wie der 41-Jährige nach dem Beinahezusammenstoß die Drohne auf einem Parkplatz in der Gaßmannstraße landete, ins Auto verlud und davonfuhr. Via Funk verständigte er Meidlinger Polizisten, außerdem nahm er von der Luft aus die Verfolgung auf. Im Kreuzungsbereich Schönbrunner Straße mit der Grünbergstraße wurde der 41-Jährige von Streifenbeamten angehalten.

Keine Dokumente für die Drohne

Der Slowene konnte keine Dokumente für die Drohne vorweisen. Diese wiegt mehr als 250 Gramm und ist in Österreich genehmigungspflichtig. Vielmehr meinte der 41-Jährige gegenüber den Beamten, dass er nicht glaube, dass es durch seine Drohne zu einer Gefährdung gekommen sei. Der 41-Jährige wurde auf freiem Fuß wegen vorsätzlicher Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt angezeigt. Das Strafgesetzbuch (StGB) sieht dafür eine Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren vor. Auch die Austro Control wurde über den Zwischenfall informiert.

Seit 2014 müssen Drohnen über 250 Gramm von der Austro Control genehmigt werden, für sie muss eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Das Luftfahrtgesetz sieht unter anderem ein absolutes Drohnen-Verbot über und im Umfeld von Flughäfen vor, also dort, wo Maschinen landen oder starten. Weitere Beschränkungen richten sich nach Gewicht des Flugkörpers und Einsatzgebiet. Auch sogenannte Spielzeugdrohnen, also Geräte unter 250 Gramm, die maximal 30 Meter hoch fliegen dürfen und nicht genehmigt werden müssen, können Einsatzhubschraubern gefährlich werden.

USA: Drohne löste Waldbrand aus

Eine abstürzende Drohne hatte Feuer gefangen. Der Pilot muss sich wegen dem Auslösen eines Waldbrands verantworten.

Im Coconino National Forest in ArizonaUSA, kam es diese Woche zu einem Waldbrand. Das Feuer zerstörte über 135 Hektar Waldland, bevor es von 30 Feuerwehrleuten gelöscht werden konnte. Die Ursache für das Feuer war eine Drohne. Dabei soll es sich um eine 40×40 cm große Hobbydrohne gehandelt haben, die über Grasland abgestürzt ist. Durch den Sturz hat sie Feuer gefangen und so den Waldbrand ausgelöst.

Milde Strafe

Der Pilot konnte ausfindig gemacht werden und wurde für das Auslösen eines Waldbrands angezeigt. In früheren Fällen in Arizona reichten die Strafen von Verwarnungen über gemeinnützige Arbeit bis hin zu Geld- und Haftstrafen. Da in diesem Fall keine Menschen zu Schaden gekommen sind und es schwierig sein wird dem Piloten Fahrlässigkeit im Umgang mit Feuer vorzuwerfen, wird er vermutlich mit einer Geldstrafe und/oder gemeinnütziger Arbeit davonkommen.

Drohnen haben in der Vergangenheit schon Probleme bei Waldbränden bereitet. Mehrmals versuchten Drohnenpiloten Waldbrände zu filmen, weshalb Löschflugzeuge nicht starten konnten. Diese fliegen üblicherweise tief, wodurch es zu Zusammenstößen mit den Drohnen hätte kommen können. Deshalb wurde ein Flugverbot von Drohnen bei Waldbränden erlassen. Abgesehen davon ist das Fliegen über US-Nationalparks erlaubt, solange die Drohnen nicht in der Wildnis starten oder landen.

Drohnen: Einheitliches Sicherungssystem

In der Schweiz soll das erste nationale Luftverkehrsmanagementsystem für Drohnen entstehen. Dies haben die Schweizer Flugsicherung skyguide sowie Airmap, die weltweit Management-Systeme zur Drohenüberwachung anbietet, am Montag bekanntgegeben. Ziel ist eine sichere Öffnung des Luftraums für die Drohnenwirtschaft.

Mit dem sogenannten «U-Space» solle es möglich sein, Millionen von Drohnen einen gesicherten Zugang zum europäischen Luftraum zu erlauben, teilten skyguide und Airmap am Montag gemeinsam mit. In der Schweiz wird es zum ersten Mal landesweit eingeführt. Vergleichbar sei das System mit dem amerikanischen «Unmanned Traffic Management» (UTM).

Zunächst wollen skyguide und AirMap in einer Pilotphase ab Juni 2018 die UTM-Plattform in die Infrastruktur von skyguide in der Schweiz integrieren. Damit sollen automatisierte Flugbewilligungen in einem einheitlichen Luftraum erteilt werden können. Die Umsetzung eines voll funktionsfähigen Luftverkehrsmanagementsystems für Drohnen wird laut den beteiligten Akteuren dann ab 2019 folgen. Im schweizerischen U-Space können sich die Benutzer dann über ein Blockchain gestütztes System registrieren.

Es soll ausserdem eine sofortige digitale Luftraumbewilligung geben und ein Echtzeit-Warnsystem für die Drohnenpiloten. Anschliessend sei das Ziel, das national etablierte System in ganz Europa anbieten zu können, sagte ein skyguide-Sprecher auf Anfrage. Der U-Space ist als «wirksamer Katalysator» für die Drohnenindustrie in der Schweiz geplant. Bei skyguide hätten sich die Drohenfluggesuche seit 2013 verzehnfacht. In der Schweiz gebe es immer mehr Firmen, die Drohnen nutzten. Ein Unternehmen in Zürich habe beispielsweise das erste Liefernetz mit Drohnen aufgebaut.

Bergretter setzen vermehrt auf Drohnen

Die Alpine Rettung Schweiz (ARS) verstärkt ihr Dispositiv mit sogenannten Fachspezialisten Drohnen. Dadurch sollen verunglückte Alpinisten schneller geortet werden können. Dafür rekrutierte die Alpine Rettung in einem ersten Schritt einen neuen Drohnenspezialisten, der den Fachbereich aufbauen und entwickeln soll. Dann geht es darum, die benötigten Fachspezialisten zu rekrutieren und sie zu schulen. Man lege grossen Wert darauf, dass die Retter eine fundierte Ausbildung erhielten und auf dem neusten Stand seien. Denn wenn es um Leben und Tod gehe, müssten die Piloten ihre Fluggeräte zuverlässig beherrschen. Ihre neuen Spezialisten will die Alpine Rettung allerdings keineswegs als Konkurrenz zu den kantonalen Polizeikorps verstanden wissen, die zunehmend Drohnen für die Bergung von Opfern anschaffen. Aber nicht alle können oder wollen sich Kopter leisten. Sie sollen ergänzend zu ihrem Dispositiv auf unsere Leute zugreifen können. Ebenso steht fest, dass der technologische Fortschritt Rettungshunde nicht ersetzen werde, denn die Drohnen haben nicht die einzigartigen Fähigkeiten der Hundenasen.

Erste bemannte Taxi-Drohne in China unterwegs

Die ersten Versuche mit der Taxi-Drohne sind geglückt. 40 Passagiere konnten bei den ersten Tests durch die Lüfte schweben. Das Unternehmen hofft auf einen offiziellen Start im Sommer.

Der erste bemannte Testflug mit einer Passagierdrohne ist geglückt. Der chinesische Hersteller hat ein Video veröffentlicht, um diesen Meilenstein in der Entwicklung bemannter Drohnen festzuhalten. Insgesamt sollen in diesem Testlauf bereits 40 Personen sicher transportiert worden sein.

Hu Huazhi, Firmengründer und Chef zählt ebenfalls zu den ersten Passagieren. Im Video spricht er von seiner Vision des autonomen Fliegens. Demnach soll es künftig möglich sein, dass Fahrgäste die Route festlegen und dann nur noch auf „Take off“ drücken müssen. Schon schweben sie durch die Lüfte zu ihrer Wunschdestination.

Drohne Mavic Air ausprobiert

Zwischen die schnuckelig kleine Drohne Spark und die größere Mavic Pro packt der chinesische Hersteller DJI eine neue, die Mavic Air. So fliegt sie sich.

Jetzt kommt die goldene Mitte: Zwischen die schnuckelig kleine Drohne Spark und die größere Mavic Pro packt der chinesische Hersteller DJI eine neue, die Mavic Air. Sie soll das Beste aus zwei Welten bringen. Wie die Spark passt sie auf die geöffnete Handfläche und lässt sich mit Gesten steuern. Doch ungeachtet der kompakten Bauform bietet sie eine lange Flugzeit von 21 Minuten. Die Kamera des neuen Hobbyfliegers hat ebenfalls etliche Pluspunkte: Bot die Spark nur eine Stabilisierung des Bildes mit einem Zweiachsen-Gimbal, kommt hier ein professionelles

Die Optik mit 1/2,3-Zoll-Sensor löst mit 12 Megapixel auf, die Brennweite liegt bei 24 Millimeter. Nun gelingen stabilisierte Videos in 4K-Auflösung mit 30 Aufnahmen in der Sekunde. Die Spark beherrscht nur Full-HD-Aufnahmen. So liegt die kleine Drohne also kameratechnisch auf Augenhöhe mit der Mavic Pro. Wie die große Schwester schafft sie Zeitlupenaufnahmen mit 120 Bildern in der Sekunde in HD. Fotos und Videos landen entweder auf einer Micro-SD-Karte oder, das ist neu bei DJI, im internen Speicher, der acht Gigabyte fasst. Mit einem USB-C-Anschluss lassen sich die Medien exportieren.

Das Kamerasystem hat eine Panoramafunktion eingebaut: 25 Fotos werden automatisch aufgenommen und zu einem 32-Megapixel-Panorama zusammengefügt. Neu sind vordefinierte Flugmanöver mit feschen Namen wie Modi Rocket oder Droni. Was bislang ein gewisses fliegerisches Geschick erforderte, erledigt nun die Software, etwa die Erfassung eines sphärischen Panoramas, indem die Drohne rückwärts nach oben fliegt. Gleich anderen DJI-Modellen ist die Mavic Pro ebenfalls in der Lage, Personen automatisch zu folgen, auch dann, wenn sie schnell laufen oder Rad fahren.

 

Infos zu neuer DJI-Drohne vorab im Netz gelandet

Die „Mavic Air“ soll ein kleines Flugobjekt mit 4K-Kamera sein; offizielle Präsentation am Dienstag Einen Tag vor dem offiziellen DJI-Event sind Details zu dessen neuer Drohne ins Netz gelangt. Der Spartenblog DroneDJ veröffentlichte Spezifikationen zur „Mavic Air“, die eine Mischung aus der faltbaren Mavic Pro und der Spark, DJIs Einsteigerdrohne, darstellen soll. Das Gerät soll eine 4K-Kamera aufweisen und ein Ausweichsystem aufweisen. Offizieller Termin am Dienstag Preise und Veröffentlichungsdatum sind noch nicht bekannt. Eigentlich sollte der Schleier über der neuen Drohne erst am Dienstag gelüftet werden. DJI ist momentan der größte Hersteller von Hobbydrohnen. Das chinesische Unternehmen überzeugt mit hochwertigen, aber dennoch leistbaren Drohnen. Kamerahersteller Gopro kündige indes zuletzt an, sich aus diesem Geschäftsbereich zurückzuziehen.

Drohne rettet zwei Schwimmer vor dem Ertrinken

Mit einer neuen Drohne rettete die australische Küstenwache zwei erschöpften Schwimmern am Wochenende das Leben.

Eigentlich sollte der Einsatz einer neuen Drohne am Strand des australischen New South Wales nur ein Übungseinsatz für die ortsansässigen Rettungsschwimmer werden. Bei einem Rundflug über die Brandung entdeckte Drohnen-Pilot Jai Sheridan jedoch zwei Schwimmer, die in den meterhohen Wellen um ihr Leben kämpften. Der Pilot steuerte die Flugdrohne kurzerhand zu den beiden Schwimmern und ließ sie einen so genannten Rescue Pod abwerfen. Das kleine gelbe Paket bläst sich im Wasser automatisch auf und lieferte somit eine kleine Rettungsinsel, die die beiden jungen Männer sicher an Land brachte. Die Rettung dauerte nur 70 Sekunden und wurde von der Drohnen-Kamera als Video aufgezeichnet. Laut Sheridan hätte die Rettung durch einen Rettungsschwimmer sehr viel mehr Zeit in Anspruch genommen.

Die Little Ripper getaufte Drohne ist Teil eines neuen Hai-Sichtungsprogramms, das diesen Sommer an den australischen Stränden gestartet wurde. Dabei kommt ein Algorithmus zum Einsatz, mit dessen Hilfe die Flugdrohnen Haie und in Not geratene Menschen automatisch erkennen sollen. Auch als Unterstützung für Rettungsschwimmer sollen sich die Little Ripper bewähren. Gerade an schwer zugänglichen Stränden oder bei meterhohen Wellen sind sie schneller und effektiver als ein menschlicher Retter.

Tessiner Start-up erzeugt mit Drohnen billigen Strom

Weil der Wind weiter oben stärker bläst, werden Windturbinen immer höher. Noch weiter geht das Start-up Skypull.

Der Wind hebt die Drohne wie einen Drachen nach oben. Die Leine, an dem sie befestigt ist, rollt aus. Durch das Ausrollen wird wie bei einem Dynamo im Generator am Boden Strom erzeugt. Danach leitet die Drohne einen kontrollierten Sturzflug ein, bevor sie wieder in den Drachenmodus übergeht. Im Fallwind generieren die kleinen Propeller an ihren Ecken Strom. Diesen braucht sie, um ihre eigenen Batterien wieder aufzuladen. Mit den Batterien kann sie sich selbst steuern oder bei einem Sturm selbstständig landen und dann wieder starten.

Entwickelt hat die Drohne das Tessiner Start-up Skypull. Einer der Gründer, Nicola Mona, stellte sie gestern am Stromkongress in Bern vor. Die Idee ­dahinter sei, weiter nach oben zu ­kommen, sagt er. Denn die Windstärke nehme mit zusätzlicher Höhe exponentiell zu. Zudem sei der Wind weiter oben konstanter. Skypull könne daher an mehr Tagen Strom generieren als klassische Windturbinen. Dadurch seien die Kosten pro Einheit erzeugter Energie halb so hoch wie beim Durchschnitt hiesiger Windturbinen.

Dass es etwas bringt, weiter nach oben zu gehen, wussten schon die Niederländer. Ihre zu Beginn des 16. Jahrhunderts entwickelten Holländerwindmühlen waren höher als ihre Vorgänger, rund 30 Meter hoch. Ihre Leistung fiel sowohl wegen der grösseren Flügel ­höher aus als auch wegen der stärkeren Windexposition. In den vergangenen Jahren sind Windturbinen in die Höhe geschossen wie noch nie zuvor. Seit ­Dezember ist im deutschen Gaildorf eine Windturbine in Betrieb, die bis zur Nabe – dort, wo die Rotorblätter befestigt sind – 178 Meter misst. Bis zur Spitze des nach oben zeigenden Rotorblatts ist sie 246,5 Meter hoch. Und vor der britischen Küste nahmen im Mai vergangenen Jahres 32 Windturbinen des dänischen Herstellers Vestas den Betrieb auf, die vom Meeresspiegel bis zur Rotorblattspitze 195 Meter messen.

Boeings Forscherteam hat eine Drohne entwickelt, die bis zu 250 Kilogramm Nutzlast durch die Luft transportieren kann. Autonom.

Boeing baut eine Drohne, die 250 Kilogramm Nutzlast in der Luft transportieren kann.  Der aktuelle Prototyp dieser Drohne soll die Basis für Boeings künftige Drohnen-Plattform „Unmanned electric vertical-takeoff-and-landing (eVTOL) Cargo Air Vehicle (CAV)“ bilden. Boeing will mit der 250-kg-Nutzlast-Drohne (Cargo Air Vehicle), das autonome Fliegen und Zustellen von Nutzlasten erproben.

Die Drohne soll laut Boeing bereits erste Flugtests am beziehungsweise im Forschungslabor von Boeing im US-Bundesstaat Missouri absolviert haben. Boeings Youtube-Video zeigt die Drohne, die Boeings Ingenieure in nur drei Monaten entwickelt haben wollen, allerdings vor allem beim Zusammenbau und im stehenden Zustand. Besonders viel Flugerfahrung scheint Boeing mit der Drohne also noch nicht gesammelt zu haben…

Acht elektrisch betriebene Rotoren treiben die Drohne an. Das CAV ist 4,57 Meter lang, 5,49 Meter breit und 1,22 Meter hoch. Die Drohne von Boeing HorizonX wiegt 339 Kilogramm. Boeing macht aber weder Angaben zur Geschwindigkeit noch zur Reichweite beziehungsweise zur Akku-Laufzeit. Ebensowenig verrät Boeing, wie lange die bereits durchgeführten Testflüge gedauert haben.